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Der Vergangenheit auf den Grund gehen – Archäologie als Hobby

Oft heißt es, wir sollten alle viel mehr im Hier und Jetzt leben. Grundsätzlich ist das sicher sinnvoll, doch die Vergangenheit ist mitunter ähnlich spannend und noch lange nicht vollständig erforscht. Nicht umsonst erfreut sich die Archäologie seit Jahr und Tag großer Beliebtheit bei alten wie bei jungen Schatzsuchern. Dabei braucht es gar nicht viel, um dieses Hobby auszuüben.

Noch viel zu entdecken

Wer den eigenen Geschichtsunterricht noch vor Augen hat oder in den vergangenen Jahren zwar regelmäßig in die Zeitung geschaut, aber wenig oder gar nichts über große spektakuläre Entdeckungen aus vergangenen Zeiten gelesen hat, könnte schnell auf die Idee kommen, dass bereits alles ausgegraben wäre, was uns etwas über die menschliche Vergangenheit erzählt. Alte Speere oder ganze Häuser, Schmuck oder Münzen von vor hunderten Jahren oder darüber hinaus sind selten ein Thema im Alltag der allermeisten Menschen.

Doch tatsächlich ist es vollkommen anders. Obwohl es nicht möglich ist, die genaue Menge zu bestimmen, gehen Experten und Hobby-Archäologen nach wie vor davon aus, dass allein im Boden der Bundesrepublik noch zahlreiche bisher unentdeckte Schätze zu finden sind. Dabei gibt es mehrere Zehntausende Hobby-Archäologen neben denjenigen Menschen, die ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht haben.

Wie Du zum Hobby-Archäologen werden kannst

Bei der Archäologie handelt es sich nicht um ein Standardhobby. Oft ist es bei besonderen Hobbys so, dass die wenigen daran Interessierten enorme Summen in die Hand nehmen müssen, um ihrem Spezialinteresse zu frönen. Das ist bei der Archäologie aber tendenziell anders. Was für dieses Hobby vor allem hilfreich, wenn auch nicht zwingend erforderlich ist, ist ein Metalldetektor, in Fachkreisen oft auch Metallsonde oder schlicht Sonde genannt. Dieses Gerät ist extrem empfindlich und spürt teilweise Objekte aus Metall im Boden sogar dann noch auf, wenn diese mehr als zehn Zentimeter unter der Oberfläche liegen. Die Kosten für eine solche Sonde belaufen sich auf etwa 500 bis 1.500 Euro. Das ist sicher kein Schnäppchen, aber trotzdem bezahlbar.

Darüber hinaus braucht es in aller Regel vor allem eine Erlaubnis. Denn genau genommen ist die Hobby-Archäologie rechtlich geregelt, es gibt Bestimmungen, die meistens aus den landesspezifischen Denkmalschutzgesetzen erwachsen. Hieraus geht hervor, was Hobby-Archäologen tun müssen, um ihrem Hobby nachzugehen. In aller Regel verlangen die Behörden ein Informationsgespräch und eine Schulung, in der die angehenden Schatzsucher vor allem mit dem rechtlichen Hintergrund vertraut gemacht werden. So sieht das Gesetz es in vielen Fällen vor, dass die allermeisten Funde abgeliefert werden müssen. Teilweise gibt es hierfür eine Art Finderlohn. Das Behalten solcher Objekte wiederum kann als Straftat oder als Ordnungswidrigkeit gelten.

Wo gegraben werden darf, entscheidet sich ebenfalls im Kontakt mit der Behörde. In vielen Fällen handelt es sich um freigegebene Äcker von Landwirten, die im Falle eines großen Finderlohns vielfach daran beteiligt werden.

Gewusst wie

Wer tiefer in dieses Hobby einsteigen will, benötigt vor allem Wissen. Deshalb gibt es hierzu jede Menge Literatur, die sowohl den Einstieg ermöglichen als auch für eine Vertiefung genutzt werden kann. Dabei kann der begeisterte Hobby-Archäologe vieles über die Geschichte der Archäologie lernen oder sich ganz konkret über eine bestimmte Gegend oder Ausgrabungsstätte informieren.

Für Alt und Jung

Die Archäologie ist mehr oder weniger ein Hobby ohne Altersbeschränkung. Es liegt nahe, dass die ganz Kleinen noch nicht auf den großen Acker gehen oder auf freier Fläche stundenlang mit der Sonde umherlaufen. Für Kinder gibt es allerdings jede Menge Spielzeug mit Spielsonden, Tischlupen und sogar kleinen Modellen von Tieren oder Objekten, die spielerisch als Teil einer archäologischen Stätte in Szene gesetzt werden können.

Übrigens: Die Archäologie erfreut sich großer Beliebtheit. Nicht nur, dass es jetzt schon mehrere Zehntausend interessierte Hobby-Archäologen gibt, es ist sogar so, dass viele Schulungskurse bereits für lange Zeit ausgebucht sind. Wer also Interesse an diesem Hobby hat, sollte sich bald anmelden und kann sich bis zum nächsten Kurs schon einmal in die vielfältigen Aspekte dieses Themas einlesen.