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Mit diesen Pflanzen verschönerst Du Deinen Garten

Das Herzstück eines jeden Gartens sind die Pflanzen, die in ihm wachsen und gedeihen. Von Blumen, Ziersträuchern und Obstbäumen über Beerenobst, Gemüse-, Kräuter- und Zwiebelpflanzen bis hin zu Kletter-, Hecken- und Teichpflanzen: Sie alle bedeuten zwar viel Arbeit, doch hauchen sie dem Garten auch sein Leben ein. Daneben bestimmen sie, egal ob ein- oder mehrjährig, winterhart oder nicht, das Erscheinungsbild des Gartens. Wer erstmalig einen Garten anlegt, fühlt sich bei der Hülle und Fülle an Pflanzenoptionen schnell überfordert. Darum gibt es hier einen Überblick über verschiedene Arten, die sich für das Leben in einem Garten anbieten.

Laub- und Nadelgehölze

Ist genug Platz vorhanden, sind Bäume ein Muss in jedem Garten. Nicht nur, dass sie mitunter leckere Früchte hervorbringen, sie können auch in der Gartenaufteilung von Nutzen sein. An die Terrasse oder Grillecke gestellt, werden sie zusätzlich zu Schattenspendern und Windschutz. Dabei sollten jedoch Lichtverhältnisse und Platzbedarf des Baumes nicht aus den Augen verloren werden. Klassiker unter den Laubbäumen im Garten sind Obstbäume wie Apfel, Birne, Pflaume, Zwetschke, Aprikose, Pfirsich, Nektarine sowie Sauerkirsche. Vor allem die letzten vier mögen dabei sonnig-warme Standorte gern. Für eine bescheidene Gartenfläche eignen sich Zwergobstbäume sowie Bäume, die auch ohne Schnitt eine rundliche Krone bilden oder kleinbleibende mit säulenförmiger Krone wie z.B. Säulenkirschen oder Säulenäpfel. Daneben können auch Nadelgehölze angepflanzt werden. Fichte, Tanne und Wacholder gehören zu den immergrünen Pflanzen und Klassikern der Nadelbäume im Garten.

Beerenobst und Gemüsepflanzen

Neben den Obstbäumen gibt es auch Beerenobst, das gesund ist und sich zu leckeren Marmeladen und Kuchen verarbeiten lässt. Für gewöhnlich haben die Pflanzen bis auf etwas Windschutz und den Verzicht auf Staunässe keine besonderen Ansprüche an ihren Standort.

Obststräucher wie Brombeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren sind daher auch bestens für kleine Gärten, Terrassen und Balkone geeignet. Gleiches gilt für Erdbeeren. Die Standardbeere unter den Gartenpflanzen kann im Gartenbeet genauso gut heranwachsen, wie im Blumenkasten auf dem Balkon. Für alle Obstbeeren gilt jedoch: Je mehr Sonne die Pflanzen abbekommen, desto süßer und vitaminreicher werden die Früchte.

Während es sich bei Obstpflanzen in der Regel um mehrjährige Pflanzen handelt – also solche, die älter als zwei Jahre werden und mehrmals blühen bzw. fruchten -, entwickelt sich Gemüse üblicherweise aus einjährigen Pflanzenteilen (z.B. aus Blättern oder Wurzeln). Typische Gartengemüse sind Kreuzblütengewächse wie Blumenkohl, Brokkoli, Grünkohl, Kohlrabi, Radieschen, Rettich, Rosen- oder Weißkohl und Nachtschattengewächse wie Karotten, Kartoffeln und Tomaten. Daneben sind sowohl Hülsenfrüchte wie Bohnen und Erbsen als auch Kopfsalate wie Butter-, Eisberg- oder Römersalat sowie lose Salatsorten (auch Blatt- oder Schnittsalat genannt) wie Feld- oder Lollosalat und Rucola zum kultivieren in Gärten sehr beliebt. Daneben gibt es auch solche Pflanzen, die genau genommen nicht zum Gemüse zählen, im Volksmund aber häufig unter dieser Kategorie verbucht werden. Zu solchen sogenannten Fruchtgemüsen zählen u. a. Auberginen, Gurken, Kürbisse, Paprika, Tomaten und Zucchini, aber auch die im Garten gern gepflanzten Melonen. Letztere werden im Volksmund wiederrum zum Obst gezählt.

Hecken- und Kletterpflanzen

Heckenpflanzen haben vielerlei Nutzen für einen Garten: Zum einen können sie als Zaunersatz oder Sicht- und Windschutz dienen, zum anderen können sie bei der optischen Aufteilung des Gartens hilfreich sein. Für einen hohen Blickschutz beispielweise eignet sich die immergrüne gewöhnliche Thuja (auch abendländische Thuja oder abendländischer Lebensbaum genannt), eine Konifere, die bis auf 4 m Höhe heranwachsen kann. Soll es eine langlebige Hecke sein, ist die Eibe zu nennen, sie wird mehrere hundert Jahre alt. Eibe und auch die Wacholder gehören ebenfalls zu den Koniferen, die insgesamt dafür bekannt sind, sich für Formschnitte gut zu eignen. Aber Vorsicht – die meisten Koniferen, darunter auch die drei genannten, sind giftig. Familien mit Kindern sollten das Einpflanzen in den Garten also überdenken. Wer es gern immergrün, aber nicht nadelholzig möchte, sollte einen Blick auf Berberitze, Feuerdorn oder Kirschlorbeer werfen. Insbesondere die ersteren beiden bestechen durch die beeindruckenden Farben ihrer Blätter, bzw. Früchte. Selbiges gilt für Blutbuchenhecken mit ihren weinroten Blättern, von denen sich Bienen wie Vögel angezogen fühlen. Und auch Linguster ist nicht nur eine hervorragende Heckenpflanze, sondern zusätzlich ein Insekten- und Vogelschutzgehölz, in dem viele Vogelarten gerne nisten. Doch auch bei den Laubpflanzen ist Vorsicht geboten, denn u. a. Berberitze und Linguster haben giftige Elemente.

Wer statt der Hecke schon einen Zaun zur Abgrenzung stehen hat, kann diesen mithilfe von Kletterpflanzen „vergrünen“. Zu den in Gärten häufig genutzten Arten gehören u. a. Blauregen, Clemantis, gemeiner Efeu, Hopfen, Kletterhortensien, Kletterrosen, die Klettertrompete und Wilder Wein. Viele Kletter- bzw. Rankpflanzen benötigen allerdings sogenannte Rankhilfen. Anstelle eines Zaunes oder der Hauswand im Garten können daher auch Hilfen wie Rankgitter, Ranksäulen, Rosenbögen oder Trichterwinden für die Pflanzen aufgestellt werden.

Blumen und Ziersträucher

Blumen und Ziersträucher lassen den Garten in den prächtigsten Farben erstrahlen. Wie bei den Heckenpflanzen gibt es hier immergrüne und laubabwerfende sowie winterfeste und nicht-winterfeste Arten. Verschiedene Blütezeiten berücksichtigt, kann der Garten das ganze Jahr in bunten Farben leuchten. Ziersträucher, die früh – also in der ersten Jahreshälfte – blühen, sind beispielsweise Goldlöckchen, Sternmagnolien und Rhododendron. Vor allem letzterer ist mit den verschiedenen Blütenfarben, dem intensiven Duft und den überwiegend immergrünen Unterarten im Garten sehr beliebt. Auch Azaleen mit ihrer eindrucksvollen Blütenpracht zählen zur Gattung Rhododendron. Zu den Spätblühern unter den Ziersträuchern gehören u. a. Herbst- und Schmetterlingsflieder sowie Mönchspfeffer. Mit über 50 verschiedenen Unterarten, wie der Ball-, Samt- und die Rispenhortensie, sind zudem auch die feuchtigkeitsliebenden, spät blühenden Hortensien in fast jedem Garten zu finden. Daneben gibt es auch Ziersträucher, die im Winter blühen. Hier haben Sträucher wie die winterblühende Heide, Winterjasmin, Winterschneeball und Zaubernuss ihren großen Auftritt.

Zu den absoluten Klassikern unter den Gartenblumen zählen neben der Sonnenblume die Rose und die Dahlie. Erstere wird mit ihren lieblichen Düften, der schönen Optik und den vielen verschiedenen Züchtungen wie beispielsweise Beetrosen, Bodendeckerrosen, Kletterrosen oder Teehybriden gern auch die Königin der Blumen genannt. Als Königin des Herbstes wird hingegen die Dahlie bezeichnet, da sie im Spätsommer blühend mit ihrem Farbenreichtum begeistert. Weitere Zwiebel- und Knollenblumen sind der Frühlingskrokus, die Kegelblume, der zweiblättrige Blaustern und die Amaryllis. Letztere ist allerdings giftig, hier ist also Vorsicht geboten. Ferner eignen sich auch bodenbedeckende Blumen wie das Scharbockskraut und Waldmeister sowie Staudenpflanzen wie das gefleckte Lungenkraut, das Leberblümchen und die echte Schlüsselblume zum Pflanzen in den Garten. Wer es besonders umweltfreundlich mag, kann zudem auf besonders bienenfreundliche Blumen achten, zu denen ein Großteil der genannten gehört.

Teichpflanzen

Ein Hingucker der spritzigen Art sind Gartenteiche.  Je nach Anspruch an den Teich – Zierteich oder eigenes kleines Biotop – gibt es verschiedene Pflanzen, die sich besonders gut eignen. Doch nicht jede Art verträgt die gleiche Wasserintensität. Allgemein werden mit der Ufer- oder Feuchtzone, der Sumpf-, der Flachwasser- und der Tiefwasserzone verschiedene Pflanzzonen im Teich beschrieben, in deren Bereiche unterschiedliche Pflanzen wachsen. Während Königsfarn und Schildblatt lieber ufernah platziert werden sollten, eignen sich Fieberklee, Sumpfdotterblume und Schlangenknöterich für die Sumpfzone. Pfeilkraut, Schwanenblume und Zwerg-Rohrkolben gedeihen am besten im Flachwasser, während Seerosen zu den ungeschlagenen Gartenlieblingen der Tiefwasserzone gehören. Darüber hinaus gibt es Unterwasserpflanzen wie Wasserpest oder Hornkraut. Sie sind vor allem dann relevant, wenn im Teich neben Pflanzen auch Tiere leben. So Sorgen sie für genügend Sauerstoff im Wasser und bieten den Tieren sowohl Nahrung als auch Unterschlupf.