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Die richtige Funktionskleidung zum Skifahren und Snowboarden

Wenn Du einen sportlichen Winterurlaub planst, musst Du mehr als nur warme Kleidung einpacken. Um Spaß auf der Piste zu haben, brauchst Du eine sichere und robuste Ausstattung. Dabei ist es vollkommen egal, ob Du nun Skifahren oder Snowboarden willst. Mit Helm, Brille, Jacke, Hose, Handschuhe, Stiefel und Thermounterwäsche kommt da so einiges zusammen. Damit Du den Überblick behältst, zeigen wir Dir, wie Du Dich von Kopf bis Fuß für Deinen Winterurlaub einkleidest.

Thermokleidung reguliert die Temperatur unter Deiner Skiausstattung

Bevor Du Dich um Skihose und Skijacke kümmerst, solltest Du dafür sorgen, dass Du auch darunter gut angezogen bist. Denn am Ende ist es wenig hilfreich, wenn Deine äußeren Schichten atmungsaktiv sind, aber Deine Unterwäsche nicht. Deshalb empfiehlt sich Thermo- oder Funktionskleidung wie eine atmungsaktive lange Unterhose und ein Langarmshirt oder ein Pullover, den Du auch ohne Jacke tragen kannst, wenn Du zum Mittag einkehrst. Das alles hält Dich unter Deiner Skikleidung gut temperiert und verhindert, dass Du frierst und dass sich Dein Schweiß in Deiner Kleidung sammelt. Dasselbe gilt für Deine Socken. Die sollen Dich nicht nur warmhalten, sondern auch die Schweißsammlung verhindern. Auf selbstgestrickte Wollsocken solltest Du deshalb verzichten. Grundsätzlich gilt: Dicker ist nicht gleich besser. Die meisten Funktionssocken halten Dich auch so gut warm und sorgen nur an den nötigen Stellen für zusätzliche Polsterung, damit dort potentielle Druckstellen vermieden werden. Skisocken gehen üblicherweise bis zum Knie, um auch Deinen Beinen Wärme und Stabilität zu geben. Damit die Socken nach einem langen Tag nicht anfangen zu riechen, solltest Du auf die Fähigkeiten des Materials achten. So kann ein Anteil von Merinowolle für eine gute Geruchsneutralität sorgen! In Mode sind außerdem sogenannte Kompressionssocken. Die kommen eigentlich aus der Physiotherapie und liegen sehr eng am Fuß, um der Blutzirkulation zu helfen. Ihr positiver Effekt im Leistungssport ist zwar nicht bewiesen, aber schaden tun sie auch nicht.

Das wichtigste Ausrüstungsteil: der Skihelm

Der Skihelm ist der wichtigste Teil Deiner Ausrüstung. Er schützt Deinen Kopf im Falle eines Sturzes oder eines Zusammenstoßes. Beim Langlauf mag ein Skihelm übertrieben wirken, doch sobald Du Dich beim Skifahren oder Snowboarden mit Tempo auf einer Piste bergab bewegst und an Fahrt aufnimmst, kann ein Skihelm Dir das Leben retten. Da die Piste extra für Skifahrer aufbereitet wird, ist der Schnee dort nicht weich, sondern sehr hart und an manchen Stellen sogar vereist. Deshalb darfst Du niemals auf einen Skihelm verzichten. Der richtige Helm sitzt fest am Kopf und verrutscht nicht – drückt aber auch nicht unangenehm. Die meisten Modelle kannst Du hinten mit einem Rädchen, wie bei einem Fahrradhelm, an Deinen Kopfumfang anpassen. Der Skihelm sollte auch über einige Luftschlitze verfügen, die für ausreichend Belüftung sorgen. Eine Sturmmaske ist zwar nicht unbedingt notwendig, empfiehlt sich aber, da Du so den Helm nicht voll schwitzt und im Gesicht vor Kälte und Fahrtwind geschützt bist. Meist funktioniert auch eine Mütze. Du solltest auf jeden Fall darauf achten, dass der Helm geprüft wurde und dem Standard EN-1077 entspricht. Nur so kannst Du sicher sein, dass Dein Helm alle Aufprall- und Stoßdämpfungsbedingungen erfüllt.

Eine Skibrille schützt vor Sonne, Wind und Schnee

Die Skibrille schützt in erster Linie Deine Augen vor dem kalten Fahrtwind, fallendem Schnee und vor der Sonnenstrahlung, die vom Schnee in vielfacher Stärke reflektiert wird. Die Gläser sollten Dir ein breites Sichtfeld bieten und am besten über Doppelscheiben verfügen, die den Temperaturunterschied zwischen dem Inneren und Äußeren der Brille verkleinern. So beschlägt Deine Skibrille nicht so schnell. Alternativ kannst Du auch eine Brille mit einem Belüftungssystem auswählen. Solche Brillen verfügen wie Dein Helm über Luftschlitze, die die warme Luft von innen nach außen leiten. Rahmen und Gläser Deiner Brille sollten aus leichtem und flexiblem Kunststoff (Polycarbonat) sein. Das Brillenband dagegen sollte aus einem breiten und verstellbarem Gummiband sein. Bist Du ein Brillenträger, so kannst Du auf eine OTG-Skibrille zurückgreifen. Die „Over-the-glass-Skibrille“ schafft genug Platz für eine normale Brille darunter.

Eine Skijacke hält Dich warm und gepolstert

Deine Skijacke muss wasserdicht und winddicht sein, damit sie bei einem Sturz im Schnee nicht durchweicht und Du zu frieren anfängst. Sie muss außerdem atmungsaktiv sein, damit sich bei großer Anstrengung und nach einem langen Tag kein Schweiß darunter sammelt. Sonst würdest Du zum Entlüften nämlich die Jacke öffnen und Dir durch den Wind eine Erkältung holen. Deine Jacke sollte zudem keine zu engen Ärmelenden haben und am besten mit Klettverschluss enger zu stellen sein, damit Deine Handschuhe darunter passen. Ein integrierter Schneefang hindert den Schnee daran, unter Deine Jacke zu kommen. Dafür gibt es angenähte Innenärmel, die Du wie Stulpen über Deinen Daumen ziehen kannst. Geht der Kragen bis unter Dein Kinn, gerät kein Wind an Deinen Hals. Eine Kapuze, die über Deinen Skihelm passt, schützt Dich zusätzlich vor Wind und Wetter. Mit all dem bist Du für die Kälte und den Wind bestens gerüstet. Doch auch im Winter gibt es viele sonnige Tage auf der Piste. Damit Du in Deinen warmen Sachen nicht zu schwitzen anfängst, empfiehlt sich eine Jacke mit herausnehmbarem Innenfutter. Für Jacke wie Hose empfehlen sich eingebaute Projektoren, sodass Du auch im Dunkeln gesehen und im Falle eines Unfalls schneller gefunden wirst.

Die richtigen Skihandschuhe halten Deine Hände warm und trocken

Skihandschuhe sorgen dafür, dass Deine Hände beim Skifahren nicht auskühlen. Wie der Rest Deiner Kleidung sind sie wasserdicht, windabweisend und atmungsaktiv sowie mit Projektoren ausgestattet. Neben dem Wärmeaspekt sollen sie Dich aber vor allem vor den scharfen Kanten Deiner Skier schützen. Deshalb ist ein strapazierfähiges Material wichtig. Wolle und Leder gehören auf der Piste auf keinen Fall an Deine Hand! Wie bei gewöhnlichen Handschuhen kannst Du zwischen Fäustlingen und Handschuhen mit Fingern entscheiden. Fäustlinge sollen zwar wärmer sein, weil sich Deine Finger gegenseitig wärmen, doch gerade für Anfänger sind sie ungünstig, weil Du mit Fäustlingen deutlich weniger Kontrolle über Deine Skistöcke hast.

Mit einer Skihose bleibt Dein Hintern immer trocken

Eine Skihose muss in erster Linie bequem sitzen. In ihr verbringst Du beim Skifahren den ganzen Tag, deshalb darf sie weder scheuern, noch zu eng oder zu weit sitzen. Darüber hinaus muss sie wie Deine Jacke natürlich wasserdicht, winddicht, atmungsaktiv und robust sein. Denn eine nasse Hose scheuert nicht nur, sie bringt Dich vor allem sehr schnell zum frieren. Bei zusätzlichem kalten Fahrtwind kühlst Du aus und landest schnell krank im Bett. Doch auch wenn Du schwitzt, kann Deine Hose schnell feucht werden. Deswegen muss sie atmungsaktiv sein. Achte auch darauf, dass die Hosenbeine noch über die breiten Skischuhe passen müssen. Das ist zwar bei den meisten Skischuhen mit einberechnet, dennoch solltest Du eine Skihose kaufen, die einen Reißverschluss am unteren Ende jedes Hosenbeins hat, für zusätzlichen Spielraum beim An- und Ausziehen Deiner Skistiefel. Deine Hose sollte außerdem einen Schneefang haben, damit kein Schnee unter die Hose gerät. Das ist ein inneres Hosenbein, das mithilfe eines Gummizugs fest am Knöchel sitzt. Die meisten Skihosen kommen mit Hosenträgern oder als Latzhose, damit die Hose sicher sitzt und nicht rutscht. Da Du beim Skifahren keinen Gedanken an Deine Hose verschwenden solltest, bieten sich solche Modelle an. Am besten wäre es außerdem, auf wasserdichte Reißverschlüsse zu achten, die breit genug sind, dass Du sie auch einmal mit dicken Handschuhen öffnen kannst. Generell sollte Deine Skihose vom Material her zu Deiner Skijacke passen, damit Du überall am Körper gleichermaßen gut geschützt bist.

Skischuhe: Für einen sicheren Stand

Zum Skifahren und Snowboarden kannst Du nicht mit normalen Schuhen antanzen. Du brauchst richtige Skischuhe, die sich in die Skier oder Dein Snowboard einklinken lassen und die Dir vor allem genügend Halt geben, damit Du Dir nicht Deine Knöchel brichst. Im Gegensatz zu normalen Schuhen ist bei Skischuhen eine Nummer kleiner angesagt. Das Innenfutter weitet sich nämlich nach wenigen Tagen auf der Piste, weshalb man in Skiverleihen auch immer Schuhe mit einer halben bis ganzen Größe kleiner empfiehlt. Da die Schuhe fest sitzen müssen, um Dir Stabilität und Sicherheit zu bieten, ist das sehr wichtig. Jeder Skischuh muss über Deinen Knöchel gehen, doch abhängig davon, wie und wo Du fährst, gibt es die verschiedensten Funktionsmodelle:

  • Komfort durch leichtes Gewicht und weiche Polsterung für gemütliches Skifahren und Anfänger

  • mehr Bewegungskontrolle über die Skier für Sport- und Rennskifahrer

  • spezielle Stoßdämpfung für freies Gelände oder Tiefschnee

Skistöcke zum Lenken

Mit Skistöcken erhältst Du eine zusätzliche Möglichkeit, zu lenken und an Geschwindigkeit zu gewinnen. Gerade für Anfänger bieten sich Skistöcke an, da sie so einen sicheren Stand haben und, wie mit Stützrädern am Fahrrad, schneller das Skifahren erlernen. Die meisten Stöcke kommen mit einer Schlaufe am Griff, sodass Du sie während der Fahrt oder auf dem Lift nicht verlierst.

Rodelspaß mit einem Schlitten

Abseits der Skifahrer gibt es auch immer so einige Pisten zum Rodeln. Dafür brauchst Du natürlich einen passenden Schlitten. Der sollte möglichst stabil sein, damit er auch den ein oder anderen Stein auf der Piste überlebt. Wer dafür mit einem vollen Auto in den Urlaub fährt, der greift auch gerne auf einen aufblasbaren Schlitten zurück.

  • Holzschlitten: mit zwei Stahlkufen ist der Schlitten sehr stabil und hat eine gute Stoßdämpfung; je nach Länge passt sogar noch eine zweite Person darauf

  • Bob: hat ein Lenkrad und kann durch sein Material (Plastik) in den verschiedensten Formen kommen

  • aufblasbarer Schneereifen: sehr unkontrolliert, dafür platzsparend und mit hohem Spaßfaktor für mehrere Personen und Kinder geeignet, mit Haltegriffen, anfällig bei spitzen Steinen

  • aufblasbarer Schlitten: wie ein kleines Schlauchboot mit Haltegriffen, das genauso platzsparend ist wie der Schneereifen, dafür mehr Kontrolle über die Fahrtrichtung ermöglicht; anfällig bei spitzen Steinen

Elegant auf dem Eis: Schlittschuhe

Auch das Schlittschuhlaufen gehört zum Highlight des Winterurlaubs. Die richtigen Schlittschuhe passen wie ein normaler Schuh gut an den Fuß, ohne dabei zu drücken, geben Dir aber dennoch genügend Halt. Deshalb sollten sie auf jeden Fall über den Knöchel gehen, damit Du nicht so leicht umknickst. Auch ein gutes Innenfutter, zum Beispiel aus Fleece, bietet sich an.