Armaturen (72 Produkte | 72 Varianten | 72 Angebote)

Armaturen – Das Wasser muss laufen

Armaturen findest Du vor allem an zwei Orten der Wohnung oder des Hauses – im Badezimmer oder in der Küche. In der Küche werden Küchen- bzw. Spültischarmaturen benötigt, während im Badezimmer neben Bad- bzw. Waschtischarmaturen auch Dusch- und/oder Badewannenarmaturen erforderlich sind. Und ja, es gibt Unterschiede zwischen Bad- und Küchenarmaturen. Welche Armatur sich für welchen Raum am besten eignet, zeigt sich in der Funktionalität, Anbauweise, im Design und den baulichen Gegebenheiten. Im Allgemeinen bestehen Armaturen aus einem Armaturkörper, Bedienhebel, Wasserauslauf und aus Anschlussschläuchen. Worauf Du beim Kauf der Armaturen unbedingt achten solltest, haben wir Dir hier einmal zusammengetragen. Etwas, was Du vorweg unbedingt wissen solltest, ist, ob Du eine Niederdruck- oder Hochdruckarmatur brauchst.

Niederdruckarmaturen: In modernen Gebäuden sind sie meist nur noch selten zu finden. Niederdruckarmaturen werden dann verlegt, wenn lediglich eine Kaltwasserleitung vorhanden ist. Das Wasser wird dann erst durch einen Speicher geleitet, von wo aus es in die Armatur bzw. den Wasserhahn gelangt. Auf diese Weise gibt es wenig bis keinen Druck, woher auch der Name der Armatur kommt. Damit diese Armaturen Warmwasser liefern können, muss das Wasser zunächst einen Warmwasserspeicher (auch: Boiler oder Untertischgerät) passieren. Hast Du so einen Speicher in Deiner Küche oder im Bad, brauchst Du höchstwahrscheinlich eine Niederdruckarmatur. Sie werden mittels drei Anschlussschläuchen an die Wasserleitung montiert.

Hochdruckarmaturen: Sie werden dann installiert, wenn sowohl eine Kaltwasser- als auch eine Warmwasserleitung vorhanden ist und das Wasser damit mit zwei bis sechs Bar aus der Leitung direkt an die Armatur weitergegeben wird. Hochdruckarmaturen erkennst Du daran, dass sie das Warmwasser über einen Durchlauferhitzer (bitte nicht mit dem Warmwasserspeicher verwechseln) oder über ein zentrales Heizsystem gewinnen, sie also nicht an einen Boiler oder ein Untertischgerät angeschlossen sind. Für diese Art der Armaturen werden zwei Anschlussschläuche verwendet.

Küchen- bzw. Spültischarmaturen – Spülen einfach gemacht

Bei Armaturen für die Küche steht die Funktionalität im Vordergrund – sie sollen primär praktisch sein. Deshalb geht es in der Küche um Flexibilität und Bewegungsfreiheit. Des Weiteren sollte eine Grundeigenschaft der Küchenarmaturen der hohe Wasserauslauf sein, d. h. es muss genügend Platz zwischen Wasserhahn und Spülbecken sein, um auch beispielsweise Flaschen befüllen und abwaschen zu können. Deshalb haben Spültischarmaturen meistens eine C-Form.

Schwenkbare und/oder herausziehbare Armaturen: Für Küchenarmaturen lohnen sich auch schwenkbare und/oder herausziehbare Armaturen. Schwenkbare Wasserhähne lassen sich einfach verschieben, sodass der Wasserhahn nicht immer im Weg ist oder genau an der Stelle, wo Du ihn haben möchtest. Herausziehbare Brausen sind dabei sogar noch hilfreicher, so kannst Du z. B. den großen Kochtopf bequem neben die Spüle stellen und befüllen, während in der Spüle noch der Salat, den Du gerade gewaschen hast, abtropft.

Griffarten: Es gibt die Griffarten Kreuzgriffe, Einhebel oder (seltener) Touch. Während bei ersterem Warm- und Kaltwasser über zwei verschiedene Griffe gesteuert werden, ist die Temperaturregulierung bei den anderen beiden Arten praktisch über eine Hebelbewegung bzw. Berührung – ob Handgelenk oder Ellenbogen – möglich. Die Einhebelarmatur verfügt über einen Hebel und ist wohl die am häufigsten verbreitete Form unter den Küchenarmaturgriffen.

Unterputz- oder Aufputzarmatur: Du hast die Wahl zwischen einem sichtbaren Armaturkörper und einer sichtbaren Leitungstechnik oder einer „unsichtbaren“. Beide Versionen sind für Küchenarmaturen zu finden. Da es bei Spültischarmaturen aber vorrangig um die Praktikabilität geht werden häufig die Aufputzarmaturen genommen.

Wandmontage oder Standarmatur: Aufgrund der hohen Flexibilität, die bei Küchenarmaturen nötig ist, findet die Anbringung von Spültischarmaturen primär als Standarmatur statt.

Durchmesser Einlochbohrung: Der Durchmesser der Einlochbohrung für eine Küchenarmatur ist genormt und beträgt daher immer 35 mm. Hierauf musst Du also, abgesehen von Sonderanfertigungen, keine Rücksicht nehmen.

Material: Messing, Edelstahl und Aluminium sind die am häufigsten auftretenden Materialien für Küchenarmaturen. Viele davon sind zusätzlich mit einer Chromschicht versehen, die außergewöhnliche Designs ermöglicht. Unter all diesen Metallen ist allerdings rostfreier Edelstahl die wohl hygienischste und haltbarste Lösung.

Bad- bzw. Waschtischarmaturen – Händewaschen war noch nie so leicht

Natürlich steht die Funktionalität nicht nur bei Küchen- bzw. Spültischarmaturen im Vordergrund, auch Bad- bzw. Waschtischarmaturen sollen ihren Zweck erfüllen und nicht rein nach der Optik gewählt werden. Die Badarmatur soll natürlich primär zum Stil Deines Badezimmers passen, aber sie soll auch einfach zu bedienen sein. Des Weiteren dürfen sich Waschtisch-, Dusch- und/oder Badewannenarmaturen gerne stilistisch ähneln, um ein Konzept ins Badezimmer zu bringen. Eine Badarmatur ist meistens nicht so ausladend wie eine Küchenarmatur, d. h. der Wasserhahn ragt nicht so weit über das Waschbecken hinaus. Des Weiteren sind sie meistens statisch, also nicht ausziehbar oder schwenkbar.

Armaturhöhe: Die Armatur im Badezimmer muss nicht so hoch sein wie bei einer in der Küche. Trotzdem solltest Du Dir Gedanken machen, denn von knapp 11 cm bis 30 cm unterscheidet sich die Höhe verschiedener Armaturen deutlich voneinander, ob Du auch im Bad mal Flaschen auffüllen willst. Auf jeden Fall sollte es ohne Probleme möglich sein, das Gesicht zu waschen und eventuell auch die Haare. Je niedriger die Armatur, umso weniger Platz hast Du auch unter dem Hahn.

Griffart: Badezimmerarmaturen verfügen meist über Einhebel- oder Kreuzgriffe. Jedoch finden sich auch immer häufiger Armaturen mit Sensor-Funktion, sodass Du den Griff gar nicht mehr anfassen musst und Dir sofort die Händewaschen kannst.

Unterputz- oder Aufputzarmatur: Du hast die Wahl zwischen einem sichtbaren Armaturkörper und einer sichtbaren Leitungstechnik oder einer „unsichtbaren“. Beide Versionen sind für Waschtischarmaturen zu finden. Durch den modernen und optisch schöneren Eindruck werden aber häufiger Unterputzarmaturen (automatisch auch immer eine Wandarmatur) benutzt.

Wandmontage oder Standarmatur: Badarmaturen findest du als als Wandarmaturen und Standarmaturen. Standarmaturen können auf dem Waschtisch oder neben ihn angebracht werden. Wandarmaturen lohnen sich bei Waschbecken vor allem, wenn es sich um sehr kleine handelt, damit der Wasserhahn nicht über das Becken hinausragt.

Dusch- oder Badewannenarmaturen – schöner duschen und baden

Für die Badewanne oder Dusche brauchst Du natürlich eigenständige Armaturen. Allgemein können Wannenarmaturen mit oder ohne Einlauf unterschieden werden. Die mit Einlauf sind für Badewannen gedacht, während die ohne bei Duschen zum Einsatz kommen. Auch bei Dusch- oder Badewannenarmaturen findest Du unterschiedliche Griffarten – entweder Einhebel- (der Standard) oder Zweihebelmischer (Retro-Stil). Neben diesen Arten findest Du aber auch deutlich modernere und praktischere Typen. Da wären zum einen Dusch- und Badewannenarmaturen mit Thermostat. Bei diesen Versionen kommt das Wasser immer in der eingestellten Wunschtemperatur heraus. Zum anderen wären da Armaturen mit elektrischer Steuerung. Hier kannst Du präzise die Temperatur eingeben, die Dir gefällt. Sehr wichtig bei Armaturen für Duschen bzw. Badewannen sind Umschalter und Ventile. Diese dienen dazu zwischen einzelnen Funktionen der Armaturen hin- und herzuspringen – bei der Dusche zwischen Hand- und Kopfbrause und bei der Badewanne zwischen Wanneneinlauf und Brause. Bei Badewannen können die Armaturen an der Wand, auf und neben der Wanne angebracht werden. Als Wandmontage kann es eine Aufputz- oder Unterputzarmatur werden, je nachdem was Dir besser gefällt. Neben einer Badewanne können bodenstehende Armaturen platziert werden. Diese eignen sich hervorragend für freistehende Badewannen. Am Rand befestigte Armaturen sind meistens Unterputzarmaturen und können auch als Fliesenrandarmaturen gestaltet werden. Bei Duschen können die Armaturen nur an die Wand montiert werden, hier wieder die Entscheidung: Unterputz- oder Aufputzarmatur. Als häufigstes Material findest Du verchromtes Messing. Achte dabei vor allem auf gute Qualität, sonst könnte Deine Armatur blättern. Wenn Du auf Nummer sicher gehen willst, kannst Du Dir auch eine aus Edelstahl besorgen. Diese sind besonders robust und rosten nicht.

Neben diesen Funktionen können die Armaturen für Küche und Bad natürlich auch die unterschiedlichsten Formen aufweisen, ob rund, oval oder eckig. Sie können wasserfallartig aus dem Hahn kommen oder als Strahl. Sie können noch weitere Zusätze haben wie Massagedüsen, Beleuchtung oder Schmutzfilter. Du kannst auch viele Gadgets dazu kaufen u. a. eine Trinkbrunnenfunktion oder eine Ablaufverschlussmechanik. Es gibt also viele Möglichkeiten, wie Du Deine Armaturen gestalten kannst.