Elektro-Installation (214.717 Produkte | 218.023 Varianten)

Elektroinstallationen - Die Lebensader eines jeden Haushalts

Unter den Begriff Elektroinstallationen sind elektrische Anlagen für Nieder- und Kleinspannung sowie für die Signalübertragung zu fassen. Diese Anlagen erfüllen hauptsächlich den Zweck der Stromversorgung und elektrischer Beleuchtung im Niederspannungsbereich. Demnach sind sie für jeden Haushalt essenziell, denn ohne Strom wären wir heutzutage bei all den Haushaltsgeräten aufgeschmissen. Installation bedeutet in diesem Kontext das Verlegen von Leitungen sowie die Montage von Verteilern, Überstromschutzeinrichtungen, Fehlerstromschutzschaltern, Leitungsschutzschaltern, Tasten, Sensoren, Dämmungsschaltern und Steckdosen. Die Installation einer elektrischen Infrastruktur ist jedoch keine Aufgabe für den Hobby-Handwerker, sondern sollte von einem professionellen Elektriker durchgeführt werden. Hast Du jedoch etwas Ahnung und sprichst Dich vorher mit einem Elektro-Fachbetrieb ab, kannst Du gewisse Vorarbeit leisten, sodass der Elektroinstallateur am Ende lediglich die riskanten Aufgaben übernimmt. Du darfst zum Beispiel die Verlegung planen, kannst mit einem Bohrhammer Schlitze vorfertigen, Du kannst bereits die Unterputzdosen platzieren, unter Aufsicht eines Fachmanns die Rohre bzw. Leitungen verlegen, Du kannst den Zählerschrank montieren und Du darfst die Kabel und Drähte einziehen. Sollten in Deinem Haushalt demnächst Installationsarbeiten anstehen, erfährst Du hier, worauf es ankommt und welche Anschaffungen sich lohnen.

Höchste Vorsicht geboten!

Das gilt vor allem für Elektriker, die befugt sind, die Installation vom Anfang bis zum Ende vorzunehmen. Vor dem ersten Handgriff müssen unbedingt die fünf obligatorischen Sicherheitsregeln der Norm DIN VDE 0150 berücksichtigt werden:

  1. Die elektrische Anlage muss von allen spannungsführenden Teilchen freigeschaltet werden.

  2. Das Wiedereinschalten der Anlage muss verhindert werden, dafür eignen sich beispielsweise Warnschilder.

  3. Die allpolige Spannungsfreiheit muss festgestellt werden, dazu kannst Du einen Spannungsprüfer zu Hilfe nehmen.

  4. Leiter und Erdungsanlage werden über eine kurzschlussfeste Vorrichtung miteinander verbunden.

  5. Benachbarte, unter Spannung stehende Teilchen müssen abgedeckt werden

Zentrale und Dezentrale Elektroinstallationen

Du hast die Wahl zwischen einer zentralen und einer dezentralen Elektroinstallation. Während bei einer zentralen Installation alle Betriebsmittel in einem Verteilerkasten zusammengefasst werden, befinden sich die Verteiler bei einer dezentralen Montage in der Nähe der Stromverbraucher. Das spart Kosten, da weniger Material benötigt wird. Die zentrale Installation erleichtert hingegen die Fehlersuche im Falle einer Störung.

Die verschiedenen Verlegearten

Ebenso wie bei der Installation gibt es auch bei der Art und Weise des Verlegens verschiedene Varianten. Die simpelste ist die Aufputz-Verlegung, das heißt, die Leitungen werden in offen liegenden Kabelkanälen verlegt. Häufig wird diese Variante in Lagerräumen, Kellern und Garagen, wo es nicht so sehr auf die Ästhetik ankommt, angewandt. Deutlich eleganter, aber auch aufwändiger, ist die Verlegung unter dem Putz in nicht sichtbaren Schutzröhren. Alternativ kann auch im Putz mithilfe von Stegleitungen verlegt werden.

Die kleinen Helferlein

Jetzt weißt Du grundlegend, was es bei Elektroinstallationen zu beachten gibt. Hier findest Du nun eine Auflistung von Werkzeugen, die Dir bei der Arbeit helfen:

  • Seitenschneider: Mit dem Seitenschneider kannst Du Kabel trennen, kürzen und zurecht schneiden, damit sie einsatzfähig sind.

  • Abisolierzange: Um einen elektrischen Leiter anzuschließen, muss ein Teil der Isolierhülle bis zu einer bestimmten Länge hin entfernt werden.

  • Spitzzange: Mit dieser filigranen Zange greifst und hältst Du die Kabel.

  • Kombizange: Dieser Allrounder vereint mehrere Funktionen. Du kannst mit ihm Kabel greifen und abwickeln, aber auch schneiden.

  • Isolierte Kreuz- und Schlitz-Schraubendreher: Schraubendreher sind in fast jedem Haushalt zu finden und sind auch bei Elektroinstallationen hilfreich, sollten einmal Schrauben heraus gedreht werden müssen.

  • Aderendhülse: Mit der Aderendhülse kannst Du die abisolierten Teile des elektrischen Leiters unter die Aderendhülse pressen.

  • Zollstock und Bleistift: Diese Basics helfen Dir bei der Planung. So kannst Du Markierungen an den entsprechenden Wänden vornehmen und Dir Notizen machen. Mit dem Zollstock kannst Du zudem den Verlauf der Leitungen ausmessen.

  • Bohrhammer: Ebenso wie die Kombizange, ist auch der Bohrhammer ein praktisches Multifunktionswerkzeug. Für Elektriker ist es besonders sinnvoll, dem Gerät einen Meißel aufzusetzen, um damit Wände zum Überprüfen oder Austauschen der Leitungen aufzustemmen.

  • Mauernutfräse: Dieses Modell ermöglicht es Dir, längliche Einkerbungen in die Mauer zu fräsen, damit dort sauber neue Leitungen gelegt werden können.

Damit kein Chaos ausbricht, ist es zu empfehlen, die Geräte in einer Werkzeugtasche aufzubewahren, so hast Du immer gleich alles beisammen, was Du brauchst. Neben dem bereits erwähnten Spannungsprüfer ist es außerdem sinnvoll, weitere Messgeräte wie zum Beispiel einen Multimesser oder einen Duspol mit sich zu führen.