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Körperpflege – in der eigenen Haut wohlfühlen

Zur Körperpflege zählen alle Produkte, die beim Duschen und Baden dazu dienen, den Körper zu reinigen oder zu peelen und die natürliche Geschmeidigkeit der Haut anschließend zu bewahren. Neben der reinen Pflege dienen die Produkte sicher auch dazu, unangenehmen Körpergerüchen vorzubeugen. 

Die Haut ist das größte Organ des Menschen, über die einerseits Stoffe aufgenommen werden können und über die auch ein kleiner Teil des Sauerstoffs, den wir benötigen, aufgenommen wird (Hautatmung). Andererseits besitzt sie auch eine natürliche Barrierefunktion, die nicht alle schädlichen Stoffe in den Blutkreislauf gelangen lässt. Außerdem kann sie bei vielen Menschen sehr empfindlich sein, sodass sich Ausschläge, Juckreiz, allergische Reaktionen, Rötungen, Pickel und vieles mehr auf ihr Abzeichnen. Die Haut kann ein Indikator für Krankheiten sein und ihr natürlicher pH-Wert (sprich: ihr Säureschutzmantel) lässt sich schnell aus der Fassung bringen, weshalb gerade empfindliche Menschen beim Kauf von Körperpflegeprodukten auf einige Aspekte Acht geben müssen.

Es gibt unzählige Ratgeber, die vor einer ganzen Armada an Schadstoffen in Kosmetika warnen, die wiederum in komplizierte Termini verpackt sind, die wir deshalb meist gar nicht als solche erkennen können. Dazu gehören:

  • Duftstoffe

  • Parabene

  • Tenside bzw. Emulgatoren

  • Erdöl

  • Mikroplastik

Es stellt sich daher die Frage, woher wir wissen sollen, hinter welchen der unzähligen Inhaltsstoffe sich die „prekären“ Substanzen verbergen?

Woran erkenne ich die schädlichen Zusatzstoffe?

Duftstoffe stellen insbesondere für Allergiker ein Problem dar, denn einige von ihnen lösen allergische Reaktionen hervor. Insgesamt werden derzeit 26 allergieauslösende Duftstoffe in Kosmetika verwendet, die deklarationspflichtig sind:

  1. Alpha-Isomethyl Ionone,

  2. Amyl Cinnamal

  3. Amylcinnamyl Alcohol

  4. Anise Alcohol

  5. Benzyl Alcohol

  6. Benzyl Benzoate

  7. Benzyl Cinnamate

  8. Benzyl Salicylate

  9. Butylphenyl Methylpropional

  10. Cinnamal

  11. Cinnamyl Alcohol

  12. Citral

  13. Citronellol

  14. Coumarin

  15. Eugenol

  16. Evernia Furfuracea Extract

  17. Evernia Prunastri Extract

  18. Farnesol

  19. Geraniol

  20. Hydroxycitronellal

  21. Hydroxyisohexyl 3-Cyclohexene Carboxaldehyd

  22. Isoeugenol

  23. Linalool

  24. Hexyl Cinnamal

  25. Limonene

  26. Methyl 2-Octynoate 

Falls Du zu allergischen Reaktionen nach der Benutzung von gewissen Kosmetika neigst, solltest Du einmal überprüfen, ob sich einer der Stoffe darin befindet.

Parabene nur halb so melodisch wie ihr Name sind die Auswirkungen der hormonähnlichen chemischen Verbindungen. Es wird ihnen nachgesagt, dass sie im menschlichen Organismus eine ähnliche Wirkung wie das weibliche Geschlechtshormon Östrogen entfalten und damit den Hormonhaushalt durcheinander bringen können. Es gibt auch spezielle Parabenverbindungen, die durch Ablagerung im Körper im Verdacht stehen, Diabetes Mellitus, Unfruchtbarkeit, ein verfrühtes Eintreten der Pubertät sowie Brust-, Hoden, und Prostatakrebs auszulösen. Auf Inhaltsstoffe wie Ethyl-, Methyl-, Isopropyl-, Isobutyl-, Pentyl- und Phenylparaben sollte also zur Vorsicht verzichtet werden, zumal ihre langanhaltenden Auswirkungen noch nicht ausreichend erforscht worden sind.

Tenside bzw. Emulgatoren

Tenside und Emulgatoren werden in Kosmetika verwendet, damit sich wasser- und ölhaltige Substanzen vermischen und nicht, wie wir es üblicherweise kennen, getrennte Wege gehen. Doch es gibt davon solche, die nur bedingt gut für die Haut sind, da sie die natürlichen Schutzbarrieren der Haut durchbrechen können und somit ermöglichen, dass Schadstoffe in den Körper gelangen. Dazu gehören die sogenannten Polyethylenglykole, die mit dem Akronym PEG abgekürzt werden. Auch alle PEG-Derivate und Sodium-Lauryl-Sulfate haben eine solche Wirkung. Alle Stoffe, die auf der Liste der Inhaltsstoffe mit dem Kürzel PEG versehen worden sind, sollten schließlich gemieden werden.

Erdöl

Erdöl ist einerseits schädlich für die Umwelt und wirkt andererseits wie ein Kittmittel für die Haut, sodass die oben genannte Hautatmung behindert wird. In nahezu allen Körperpflegeprodukten ist jedoch Erdöl in Umschreibungen wie etwa „Mineral Oil“, „Paraffinum“, „MOAH“, „MOSH“, „Petrolatum“, „Cera Microcristallina“, „Microcrystalline Wax“, „Ozokerit“, „Ceresin“ oder „Vaseline“ enthalten, weshalb es recht schwierig ist, es ganz zu umgehen. Dennoch gibt es beispielsweise Naturkosmetik, die darauf verzichtet. Vor allem Shops, die selbst gemachte Cremes und Seifen verkaufen, bieten solche Alternativen.

Mikroplastik

Mikroplastik ist ebenso wie Erdöl einmal schlecht für die Umwelt, da es über das Abwasser in die Weltmeere gelangt, und kann andererseits in die menschliche Zelle eindringen, wo es natürlich nichts zu suchen hat. Vor allem in Duschgels und Peelings befinden sich die Mikroplastikteilchen, weshalb die Industrie immer mehr versucht darauf zu verzichten. Die Kunstoffteilchen verbergen sich hinter diesen Inhaltsstoffen: Acrylate Copolymer (AC), Acrylate Crosspolymer (ACS), Polyamide (PA, Nylon-6, Nylon-12), Polyacrylate (PA), Polymethylmethacrylate (PMMA), Polyethylene (PE) , Polyethylenterephthalate (PET), Polypropylene (PP), Polystyrene (PS) und Polyurethane (PUR).

Weiterhin verstecken sich hinter Acrylates Copolymer (AC), Acrylates Crosspolymer (ACS), Polyquaternium (PQ) und Polyacrylate (PA) synthetische Polymere, die ebenfalls zu den Mikroplastikteilchen gezählt werden können. Es empfiehlt sich auch hier auf diese Zusatzstoffe zu verzichten und ggf. auf Naturkosmetik zurückzugreifen.

pH-Wert

Der pH-Wert ist im Gegensatz zu den meisten der hier genannten Aspekte sicherlich kein Zusatzstoff und vor allem ein alter Bekannter, wenn es um die Körperpflege geht. Wie eingangs erwähnt, besitzt unsere Haut einen natürlichen Säureschutzmantel, der sie vor dem Austrocknen bewahrt und Schadstoffe daran hindert, ins Körperinnere zu gelangen. Der pH-Wert gesunder menschlicher Haut liegt etwa bei 5,5. Deshalb ist es auch hier ratsam, darauf zu achten, dass die täglichen Wasch- und Cremelotionen denselben pH-Wert aufweisen. So ist die Gefahr geringer, dass der natürliche Säureschutzmantel der Haut angegriffen wird.

Es gibt also tatsächlich eine Reihe Inhaltsstoffe, auf die Du verzichten solltest. Sicher, einige von ihnen lassen sich nicht ganz vermeiden, da sie selbst in der ausgewähltesten Naturkosmetik vorkommen. Es lohnt sich aber, vor dem gewohnten Griff zum günstigsten Duschgel oder der Bodylotion einen Blick auf die Zusammensetzung sowie auf den pH-Wert zu werfen und erst dann zu entscheiden, wie gut das Mittel wirklich zur Körperpflege geeignet ist.