Monitore (16.844 Produkte | 17.074 Varianten)

Monitore – Auflösung ist nicht alles

Es gibt viele Anlässe einen Monitor zu kaufen. Vor dem Kauf sollte man sich allerdings gut informieren, um einen Reinfall beim Kauf zu vermeiden und um einen Monitor zu erwerben, der perfekt auf die eigenen Bedürfnisse angepasst ist, ohne zu viel Geld auszugeben. Dafür kannst Du Dich an den folgenden Kaufkriterien orientieren.

Größe

Welche Monitorgröße Du benötigst, hängt stark von Dir und der konkreten Nutzung ab. Grundsätzlich ist allerdings ein Monitor mit mindestens 24“ Bildschirmdiagonale zu empfehlen, denn eine kleinere Bildschirmdiagonale kann schnell zu Augenermüdungserscheinungen führen. Es lohnt sich aber auch, zu einer größeren Bildschirmdiagonale zu greifen, um für zusätzlichen Komfort zu sorgen. Beliebt sind mittlerweile 27“ Monitore, aber auch 32“ Monitore sind häufig verfügbar. Bei 32“ ist allerdings darauf zu achten, dass der Abstand zwischen Monitor und Augen groß genug ist, um viele Kopfbewegungen beim Betrachten zu vermeiden. Die meisten Monitore werden im klassischen 16:9 Format angeboten. Für manche Zwecke sind weitere, oder breitere Formate allerdings auch sinnvoll. Insbesondere das 21:9 Bildformat hat stark an Beliebtheit gewonnen. Damit können nicht nur Kinofilme ohne schwarze Balken angeschaut werden, es ist auch besser möglich, Programmfenster nebeneinander zu nutzen und so für einfaches Multitasking zu sorgen. 21:9 Modelle sind auch häufig mit einem sogenannten Curved Display erhältlich. Das bedeutet, dass der Monitor leicht gekrümmt ist; dies soll vor allem die Erkennbarkeit an den Bildschirmrändern verbessern. Die gängigsten Auflösungen für Monitore sind Full-HD (1920x1080), WQHD (2560x1440) und 4K (3840x2160). Höhere Auflösungen sorgen für mehr Details und eine bessere Lesbarkeit von Schrift, sie machen Monitore aber auch teurer und setzen leistungsfähigere Computer voraus.

Qualität

Neben den Kerndaten wie Größe, Bildformat und Auflösung gibt es Kriterien bei der Auswahl eines Monitors, die genauso wichtig, wenn nicht sogar wichtiger sind. Denn Eigenschaften wie Helligkeit, Kontrast, Farbwiedergabe und Blickwinkelstabilität sorgen am Ende für die Gesamtqualität und können einen großen Unterschied machen. Eine ausreichende Helligkeit ist wichtig, um zu garantieren, dass alles auf dem Monitor zu jeder Tageszeit gut ablesbar ist. Hier solltest Du auf die Helligkeit an Deinem Arbeitsplatz achten, bei einem helleren Arbeitsplatz empfiehlt sich ein Monitor mit einer Helligkeit von über 250 Nits. Eine geringere Helligkeit stellt aber kein Problem dar, wenn es eher dunkel ist. Zusätzlich sollte auf den Kontrast geachtet werden. Dieser wird mit zwei Zahlen angegeben. Ein Kontrastverhältnis von 1000:1 bedeutet z. B., dass der hellste Bildpunkt 1.000 mal heller als der dunkelste ist. Ein hoher Kontrast sorgt für ein angenehmeres, deutlicheres Bild. Ist dieser zu gering, kann es so wirken, als läge ein grauer Schleier über dem Monitor. Besonders für Fotografen oder Videografen ist eine akkurate Farbwiedergabe sehr wichtig. Um zu garantieren, dass Farben unverfälscht wiedergegeben werden, muss der Monitor über eine möglichst geringe Farbabweichung verfügen. Ein wichtiges Kriterium ist hierbei die Abdeckung des S-RGB Farbraums. Diese sollte zwischen 98% und 100% betragen, um eine anspruchsvolle Fotobearbeitung zu ermöglichen. Nicht nur für Fotografen, sondern für jedermann wichtig, ist die Blickwinkelstabilität. Eine geringe Blickwinkelstabilität ist sehr unangenehm, da ein klares Bild nur aus einer bestimmten Position gut zu sehen ist und somit die Bewegungsfreiheit eingeschränkt wird. Ein Betrachten des Bildschirms mit mehreren Personen ist dann zusätzlich schwierig.

Reaktionsgeschwindigkeit

Darüber hinaus unterscheiden sich Monitore in der Reaktionsgeschwindigkeit. Es gibt zwei Kriterien, die beeinflussen, wie schnell der Monitor neue Informationen abbilden kann: Die Bildwiederholungsrate und die Reaktionszeit. Die Bildwiederholungsrate wird in Bildern pro Sekunde (fps) angegeben. Eine höhere Bildwiederholungsrate wirkt für das Auge flüssiger, vor allem schnelle Bewegungen können so besser wahrgenommen werden. Zusätzlich verringert eine höhere Bildwiederholungsrate das Zeitintervall, in der ein aktualisiertes Bild angezeigt werden kann. Die gängigste Bildwiederholungsrate ist 60 fps, für Spieler ist dies allerdings meist zu wenig, geeigneter sind dann Monitore, die 120fps oder sogar 144fps unterstützen. Die Reaktionszeit wird in Millisekunden (ms) angegeben. Diese beschreibt die Zeit, die der Monitor benötigt, um ein vom Computer errechnetes Bild darzustellen. Ein sehr guter Wert, den meist nur sogenannte Gaming-Monitore beherrschen, sind 2 ms, Werte bis zu 8 ms sind allerdings auch noch hinnehmbar. In Kombination sorgen diese beiden Eigenschaften für ein flüssigeres Spielgefühl und gewährleisten, dass Eingaben schneller ausgeführt werden können. Wenn Du keine Spiele auf Deinem Computer spielen möchtest, ist die Reaktionsgeschwindigkeit nicht ganz so entscheidend.

Technologie

Für das Display eines Monitors gibt es verschiedene Technologien, die von Herstellern verwendet werden.

TN-Panel

+ Sehr günstig in der Herstellung

+ Sehr geringe Reaktionszeiten

- Geringe Blickwinkelstabilität

- Teilweise kontrastarm

VA-Panel

+ Gute Blickwinkelstabilität

- Schlechte Reaktionszeiten

- Schlechte Farbgenauigkeit

IPS-Panel

+ Gute Kontrastwerte

+ Relativ geringe Reaktionszeiten

+ Gute Farbgenauigkeit möglich

- Teuer

Preis

Wie viel Geld Du letztendlich für einen Monitor ausgeben musst, ist eine Frage deiner Ansprüche. Wenn Du einen Monitor nur für normale Anwendungszwecke verwendest, ist es meist nicht nötig, mehr als 300€ auszugeben, solange du mit einer normalen Auflösung und Bildschirmdiagonale zufrieden bist. Für besondere Zwecke wie Bildbearbeitung oder Gaming kann ein teurerer Monitor lohnenswert sein. Es finden sich allerdings auch Modelle für 300€, die in der Lage sind, Farben akkurat wiederzugeben oder schnelle Reaktionszeiten aufweisen.