Klettern und Bouldern (2.744 Produkte | 2.754 Varianten | 3.066 Angebote)

Tipps zum Kauf von Kletterzubehör und Boulder-Ausrüstung 

Hohe Kletterwände können einschüchternd wirken und Kletterer wie Halbgötter, die sich affengleich an scheinbar unmöglichen Routen entlanghangeln.

Obwohl professionelles Klettern tatsächlich einiges an Training und Skills erfordert, ist der Anfang gar nicht so frustrierend, wie einige denken. Klettern macht nicht nur Kindern Spaß, die noch keine Angst vorm Fallen haben, sondern auch Erwachsenen, die ihre Fitness und Kraft verbessern wollen. Die etwas unbekanntere Unterart des Kletterns ist das Bouldern. Dieses ist vom Prinzip her gleich wie das Klettern, abgesehen davon, dass die Kletterwände maximal vier Meter hoch sind und daher ohne Sicherung geklettert werden kann. Unter den Wänden ausgelegte Matten schützen vor schmerzhaften Stürzen.

Bouldern sowie Klettern machen Spaß und trainieren den ganzen Körper. Die Sportarten sind für viele zugänglich, da man den Schwierigkeitsgrad individuell sehr gut einstellen kann.

Die richtige Bekleidung

Fürs Bouldern braucht es generell nicht allzu viel Equipment, dennoch gilt es, das ein oder andere anzuschaffen, bevor der erste Trip in die Boulderhalle gewagt wird. Selbsterklärenderweise wird angemessene Sportkleidung benötigt. Für die ersten Male sind Leggins und T-Shirt vollkommen ausreichend. Nur kurze Hosen sollten eher vermieden werden, weil hier die Gefahr von Abschürfungen hoch ist. Alle, die Bouldern oder Klettern längerfristig als Sport betreiben, sollten darüber nachdenken, sich spezielle Bouldershirts und -hosen zuzulegen. Was auch schon Anfänger dringend brauchen, sind Kletterschuhe. Diese sollten relativ eng sitzen, denn sind die Schuhe zu groß, so ist es sehr schwierig, auf kleinen Griffen Halt zu finden. Gleichzeitig ist es natürlich aber auch ungünstig, wenn die Füße durch die Schuhe schmerzen. Hier muss jeder seine eigene Balance finden. Die meisten Kletter- und Boulderhallen verleihen Schuhe, sodass für das erste Reinschnuppern nicht direkt Schuhe gekauft werden müssen. Später sind aber eigene Schuhe doch sehr sinnvoll.

Immer ein sicherer Griff mit Chalk und Sporttape

Erfahrene Kletterer wissen, was das sogenannte Chalk für Wunder bewirken kann. Dieses weiße Kreidenpulver sichert bei schwitzigen Händen einen festen Griff und sorgt dafür, dass abgenutzte Bouldergriffe nicht zu glatt werden. Um Chalk beim Klettern zu transportieren, benutzen die meisten Kletterer Chalk Bags, die sich leicht an der Hüfte befestigen lassen.

Bouldern und Klettern strapaziert die Hände sehr stark – jeder, der sich mal an einer Kletterwand versucht hat, weiß, wie schmerzhaft es für die Finger sehr schnell werden kann. Bei leichten Verletzungen und auch teilweise zur Prävention macht das Tapen der Finger oft Sinn. Allerdings raten die Profis Anfängern davon ab, Tape zu benutzen, da es hier fast immer unnötig ist. Weiterhin muss bei Tape darauf geachtet werden, es richtig anzuwenden, denn ein komplettes Einwickeln sämtlicher Finger ist eher kontraproduktiv und verhindert bei Anfängern die nötige Bildung von Hornhaut. Hier ist es wichtig, das richtige Tape zu wählen. Oft wird bei Sportverletzungen an Knie oder Schulter Kinesio-Tape eingesetzt, welches elastisch ist. An den Fingern sollte aber unbedingt unelastisches Sporttape verwendet werden, da nur das den benötigten Halt liefert.

Training für die Profis

Boulder- und Kletterprofis möchten sich ihre Routen oft selber stecken. Dafür braucht es natürlich Bouldergriffe. Diese gibt es in beinah endlosen Variationen, die ganz unterschiedliche Schwierigkeitsgrade erlauben. Beim Schrauben von Bouldergriffen ist es sehr wichtig, auf gute Qualität des Materials und ein korrektes Anbringen zu achten, da ansonsten Gefahr für den Kletterer besteht.

Um die spezielle Griffkraft zu trainieren, die fürs Klettern und Bouldern gebraucht wird, gibt es verschiedene Methoden. Neben Handtrainern, die meistens eher für das Aufwärmen der Muskeln und Gelenke zuständig sind, gibt es auch spezielle Trainingsboards, an denen das Hangeln und Hochziehen in verschiedenen Variationen geübt werden kann. Die meisten dieser Boards sind jedoch eher für erfahrene Kletterer geeignet, die bestenfalls auch schon einige Erfahrung mit Calisthenics anderer Art gesammelt haben, denn ansonsten ist dieses Training zu schwer. Wer bisher noch keinen Klimmzug schafft, oder nicht mehr als drei, sollte erst seine Kraft mit klassischen Übungen aufbauen.