Motoröl (1.809 Produkte | 1.809 Varianten | 1.845 Angebote)

Worauf Du bei Motoröl auf jeden Fall achten solltest

Autofahren bedeutet immer auch Fahrzeugpflege. Wie viel davon Du selbst machst und machen kannst, wird sich von Fall zu Fall unterscheiden. In einigen Bereichen ist es angeraten, eine Fahrt in die Werkstatt anzutreten. Dies kann beispielsweise auch schon für einen Ölwechsel gelten. Warum Motoröl überhaupt nötig ist und worauf Du achten solltest, kannst Du im folgenden Text lesen.

Wozu brauchst Du Motoröl?

Motoröl dient vor allem dazu, dass die beweglichen Teile innerhalb des Motors geschmiert bleiben. Damit findet eine Kühlung der entsprechenden Teile statt, es verringert das Risiko von Korrosion und in einem gewissen Rahmen trägt es auch zur Reinigung des Motors bei. Nicht zuletzt sorgt das Motoröl für eine geringere mechanische Reibung der einzelnen Motorbestandteile. Dies alles gilt übrigens ungeachtet dessen, dass Kühlmittel weiterhin notwendig ist und das Öl schließlich auch regelmäßig ausgetauscht werden muss. Hierfür hat sich der Begriff Ölwechsel etabliert.

Sommeröle und Winteröle

Motoröle können sich teilweise stark unterscheiden. Es ist deshalb wichtig, sich ein wenig mit dem Thema zu beschäftigen. Das ist nötig, falls Du den Ölwechsel doch selbst in die Hand nehmen oder einfach besser verstehen möchtest, was aus welchem Grund in der Werkstatt mit Deinem Wagen gemacht wird.

Früher wurden – und werden teilweise noch immer – Motoröle eingeteilt in Sommer- und in Winteröle. Anders als heute ist es damals noch zwingend nötig gewesen, die Öle abhängig von der Jahreszeit zu wechseln. Das ist vor dem Hintergrund geschehen, dass die Öle sich je nach Temperatur unterschiedlich verhalten und eine unterschiedliche Viskosität aufgewiesen haben. Die Viskosität beschreibt, wie zähflüssig ein bestimmter Stoff ist. Der Begriff bezieht sich außerdem auch auf Gase.

Die Motoröle nach ihrer Herstellung

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal von Motorölen ist ihre Herstellung. Dabei kann es sich bei einem Motoröl um mineralölbasiertes Motoröl handeln oder um synthetisch hergestelltes. Hierbei lassen sich wiederum teilsynthetische und synthetische Öle voneinander unterscheiden. Bei letzteren handelt es sich entsprechend um künstlich hergestellte Öle.

Der Vorteil der mineralölbasierten Gewinnung liegt vor allem darin, dass es einfach ist und wenig Kosten verursacht. Dies kann sich auch auf den Preis auswirken, den Du zu bezahlen hast. Synthetische Öle sind in der Herstellung zwar anspruchsvoller, können allerdings auch gezielt gemischt werden, sodass Öle mit besonderen Eigenschaften entstehen. Hieraus erklären sich auch die sogenannten Mehrbereichsöle, wie die Alternativen zu Sommer- und Winterölen genannt werden.

Ölwechsel erledigen und Fehler vermeiden

Der Ölwechsel bei Deinem Fahrzeug betrifft vor allem das Motoröl, obwohl auch andere Öle sich im Fahrzeug befinden wie beispielsweise das Schmieröl im Hauptgetriebe. Ein Ölwechsel ist in jedem Fall nötig –  entweder aufgrund von Abnutzung oder infolge eines natürlichen Verschleißes.

Altes und neues Öl wird nicht miteinander gemischt. Mit einem schraubförmigen Verschluss wird der Zugang zum Öl geöffnet, sodass dieses abgelassen werden kann. Aufgrund der Auswirkungen auf die Umwelt wird das Öl dabei nicht einfach in die Natur abgelassen, sondern zunächst mit einem gesonderten Behälter aufgefangen. Es besteht die Möglichkeit, das alte Öl an entsprechenden Stellen abzugeben.

Der genaue Zeitpunkt für den Ölwechsel hängt teilweise vom Hersteller ab. Empfohlen ist er bei den 10.000er-Marken. Das heißt, ein Ölwechsel ist nach 10.000 oder 30.000 gefahrenen Kilometern meistens recht sinnvoll.

Am besten richtest Du Dich nach einer Schritt-für-Schritt-Anleitung.

  1. Schritt. Zu Beginn solltest Du mit einem aufgewärmten Fahrzeug starten. So wird das Öl flüssiger, nimmt Schmutzpartikel des Motors auf und ist leichter abzuführen.
  2. Schritt. Du benötigst Zugang unterhalb des Wagens. Hierfür kannst Du ihn über eine Grube fahren oder aber eine Hebebühne nutzen. In jedem Fall sollte der Wagen dabei ebenerdig stehen und sich nicht in der Schräge befinden.
  3. Schritt. Als nächstes öffnest Du den Öldeckel in Motornähe. Der Wagen ist hierbei auszuschalten.
  4. Schritt. Dann öffnest Du den schraubenförmigen Verschluss unterhalb des Wagens und lässt das Altöl idealerweise in einen Behälter abfließen. Ein Ablauf in die Natur ist unbedingt zu vermeiden. Weil das Öl eine hohe Temperatur haben wird, sollten Hände und Arme gut geschützt sein. Daneben solltest Du Dich um den Ölfilter und die Dichtung kümmern.
  5. Schritt. Ist das Altöl vollständig aus dem Fahrzeug gelaufen, kann der Zugang wieder verschlossen werden.
  6. Schritt. Als nächstes kannst Du das Öl einfüllen. Wie viel Öl Dein Wagen benötigt, ergibt sich aus der Betriebsanleitung bzw. aus den Herstellerinformationen.
  7. Schritt. Zuletzt startest Du den Motor, lässt den Wagen etwas laufen, damit das Öl sich verteilt und prüfst anschließend mit dem Messstab noch einmal nach, ob der Ölstand ausreichend hoch ist.

Ist das Altöl entfernt, kann neues Öl eingefüllt werden. Dabei sind immer die entsprechenden Vorgaben zu erfüllen, die in der Betriebsanleitung des Fahrzeugs zu finden sein sollten. Für welches Öl aus dem Handel Du Dich dann entscheidest, hängt vor allem davon ab, ob Du besondere Ansprüche hast oder bestimmten Empfehlungen folgst, wie es sie vonseiten der Werkstatt genauso geben kann wie beispielsweise in Fachmagazinen.