Fellpflege (64.574 Produkte | 65.171 Varianten)

Wie das Fell Deiner Haustiers gesund bleibt und glänzt

Die Fellpflege ist meist nur bei einem Tier notwendig: dem Hund. Denn sie reinigen sich im Vergleich zu den reinlichen Katzen nicht von selbst so gründlich. Auch Kaninchen und andere Nager haben so eine Fellreinigung meist nicht nötig. Wenn der schwanzwedelnde Vierbeiner sich aber mal wieder draußen herumwälzt, durch die Matschpfütze hüpft, es beim Gassi gehen anfängt zu regnen oder er in der Klettenpflanze hängen bleibt, ist dann doch mal wieder eine gründliche Fellpflege angesagt. Welche Produkte es dazu gibt und worauf du des Hundes zu Liebe achten solltest, erfährst du hier.

Welche Fellpflegeprodukte gibt es und wann brauche ich sie?

Zuallererst kommt es bei der Fellpflege darauf an, welche Art Fell Dein Hund besitzt und wie genau Du es pflegen möchtest. Manchmal ist einfach nur eine Wäsche nötig, während Hunde mit dichtem, lockigen Fell auch öfter mal gebürstet oder entfilzt werden müssen. Auch andere Tiere brauchen im Übrigen ab und an eine Bürste, etwa wenn sie überschüssiges Unterfell aufweisen. So manch ein Tierbesitzer möchte seinem Vierbeiner vielleicht aber auch einfach nur ein schönes, glänzendes Fell bescheren und diesen Zustand über die Nahrung erreichen, weshalb es eigens dafür gedachte Nahrungsergänzungsmittel gibt – schließlich kann ein stumpfes Fell – ähnlich wie bei uns Menschen die Haut, Haare und Nägel – auf einen Mangel hinweisen. Du siehst, es gibt zwischen verschiedenen Fellpflegeprodukten erhebliche Unterschiede. Deshalb wird unterschieden in:

Bürsten und Kämme. Die Auswahl an Bürsten und Kämmen für Hunde ist ziemlich groß, was folgerichtig auf die verschiedenen Felltypen und -längen zurückzuführen ist. Zum einen gibt es gewöhnliche Fellbürsten und -kämme, die genutzt werden können, um Fellverfilzungen vorzubeugen, Hautschuppen zu entfernen, eventuellem Parasitenbefall vorzubeugen oder Krankheiten frühzeitig zu erkennen – manche Hunde mögen es auch einfach nur sehr gerne, wenn ihnen das Fell gebürstet wird, da sie den Vorgang als wohltuende Massage empfinden. Wenn der Verfilzung dann doch nicht rechtzeitig entgegen gekommen werden konnte, etwa, weil Dein Hund besonders langes und/oder gelocktes Fell hat, kann eine Entfilzungsharke zum Einsatz kommen.

Eine Unterwollbürste kommt besonders dann in Frage, wenn Dein Hund ein sehr ausgeprägtes Unterfell hat und dieses sowohl mit gepflegt als auch ausgedünnt werden soll. Gerade für Tiere, die im Sommer vor Überhitzung geschützt werden müssen, oder für die das dicke Unterfell eine erhöhte Zecken- bzw. Flohbefallgefahr darstellt, ist so eine Bürste bestens geeignet. Sie erinnert von der Form her an einen Rasierer, an dem an einer Rolle Metallzinken befestigt sind, die sich beim Betätigten der Bürste drehen und so überschüssiges Fell reduzieren. Nach diesem Prinzip funktionieren auch Bürsten der Marke „Furminator“ –  das sind Tierhaarbürsten, die es vom Meerschweinchen bis zum Pferd erlauben, loses Unterfell zu entfernen.

Als positiven Nebeneffekt reduzierst Du durch die Anwendung übrigens Deinen persönlichen Putzaufwand. Die „Furminator“-Bürsten gibt es in unterschiedlichen Größen oder auch gleich größenverstellbar. Die führende Marke bietet genau wie andere Marken außerdem eine große Bandbreite an weiteren, unterschiedlichen Fellbürsten an. Wenn Du nämlich beispielsweise einen Kurzhaarhund mit wenig bis gar keinem Unterfell hast, tut vielleicht eher eine Naturhaarbürste ihre Dienste, denn durch das dünne Fell kannst Du die Haut Deines Hundes leichter verletzen.

Scherwerkzeug. Eine Fellschere kann dann sinnvoll sein, wenn das Fell Deines Tieres dort wächst, wo es das Tier selbst stört, sprich: über die Pfoten, über die Augen oder andere Körperöffnungen. So kann unerwünschtes Fell vorsichtig abgeschnitten werden und Dein Haustier kann weiter ungestört dem nachgehen, was es am liebsten tut. Manche Hunde sollten, ähnlich wie Schafe, hin und wieder geschoren werden. Das hat den Grund, dass sie entweder ein Fell besitzen, das zu einer totalen Verfilzung neigt, oder eines, das für die Sommerhitze zu dick ist. Dennoch wird empfohlen, so selten wie möglich in Eigenregie komplett zu scheren. Wende vorher ausgiebig die hier beschriebenen Bürsten- oder Kammvarianten an. Eine Schurempfehlung hat zudem nichts damit zu tun, ob ein Hund sehr viel Unterwolle besitzt. Rassen wir Yorkshire Terrier oder Malteser etwa verfügen nur über Deckhaar und brauchen dieses zum Schutz vor UV-Strahlen oder Kälte. Andere Rassen mit langem Haar wie zum Beispiel Golden Retriever brauchen die Länge aufgrund der potenziellen Unterkühlung und der auftreibenden Wirkung während ihres passionierten Aufenthalts im Wasser. Wenn Du aber sicher bist, dass Dein Hund regelmäßig geschoren werden muss, Du Dich dazu hast beraten lassen und Dir das Scheren zutraust, kannst Du Dir auch eine Schermaschine für zu Hause anschaffen, anstatt zum Hundefriseur zu gehen.

Shampoo. Wie bereits erwähnt, werden meist nur Hunde gebadet, während Katzen und andere Pelzträger nur selten Unterstützung in ihrer täglichen Routine brauchen. Deshalb bieten beinahe alle Zoo- und Haustierhandel spezielle Hundeshampoos an. Und meist keimt hier bereits die erste Frage auf: „Brauche ich ein extra Hundeshampoo oder kann ich auch eins für Menschen nehmen?“ – a, Du brauchst ein Shampoo, das eigens für Hunde gedachte ist, denn: Hunde haben einen anderen pH-Hautwert (7,5) als Menschen (5,5), sodass ein gewöhnliches Shampoo die Haut des Hundes austrocknet und bei ihm unangenehme Ausschläge verursachen kann. Außerdem spielen die beigesetzten Duftstoffe eine Rolle: Hundeshampoo sollte frei davon sein, denn wie wir alle wissen, ist der Geruch für die Vierbeiner viel wichtiger als für uns. Sie brauchen ihn, um sich in der Welt orientieren zu können und nehmen Gerüche deshalb auch viel stärker wahr als Menschen. Das Problem ist nicht nur, dass es ihm und anderen Fellnasen dadurch schwer fallen könnte, zu entscheiden, ob sie sich gegenseitig riechen können, sondern auch, dass der Geruchssinn in Mitleidenschaft gezogen werden könnte – also: bitte immer nur ausschließlich für Hunde konzipiertes Shampoo verwenden. Rückfettende Eigenschaften können bei so einem Shampoo im Übrigen auch nicht schaden, denn ein zu häufiges Waschen trocknet die Haut ebenfalls aus. Deshalb gilt auch, dass Hunde, wenn nicht anders empfohlen, nicht öfter als alle acht bis zehn Wochen gebadet werden sollten.

Nahrungsergänzungsmittel. Weil ein stumpfes, strohiges Fell ein Anzeichen für einen Mangel sein kann, sollte dieser natürlich ausgeglichen werden. Deshalb brauchst Du natürlich erst einmal das Wissen darüber, welche Vitamine und Mineralstoffe für ein gesundes Fell verantwortlich sind. Bei den Vitaminen angefangen, sind das vor allem die Vitamine A, E und H, auch Biotin, sowie alle Vitamine aus dem B-Komplex. Gute natürliche Lieferanten hierfür sind etwa Lebertran, Getreidekeimöl oder Bierhefe, aber auch Ergänzungsmittel, die die Vitamine beinhalten können sinnvoll sein. Unter den Mineralstoffen sind Zink, Kalzium und Kupfer diejenigen, die für einen gesunden Glanz zusätzlich über die Nahrung aufgenommen werden können. Hierzu empfehlen sich zum Beispiel fein gemahlene Meeresalgen (auch: Meeresalgenmehl). Auch alle essentiellen Fettsäuren gehören zu einer ausgewogenen Nahrung dazu. Sie können entweder in Form von natürlichen (z. B. ein bis zwei Teelöffel Pflanzenöl) oder nahrungserzgänzenden Mitteln mitaufgenommen werden. Dann dürfte einem gesunden, glänzenden Fell Deines Vierbeiners nichts mehr im Wege stehen.