Damenschuhe (2.634.170 Produkte | 2.664.000 Varianten)

Tipps zum Kauf von Damenschuhen

Beim Kauf von Damenschuhen spielt nicht ausschließlich der persönliche Geschmack eine Rolle, sondern auch eine ganze Reihe weiterer Faktoren. Zwar herrscht das Stereotyp vor, Frauen besäßen unverhältnismäßig viele Schuhe und würden sie nur aus rein emotionalen Gründen kaufen, doch stimmt das nicht so ganz. Schließlich gibt es neben dem Preis eine ganze Menge rationaler Punkte, die zur Kaufentscheidung führen. Diese sollen hier nun einmal aufgeführt werden.

Nach diesen Punkten wählen die meisten Frauen ihre Schuhe aus

  • Absatz: Bei Damenschuhen stellt sich vorrangig die Frage, ob sie einen Absatz haben sollen oder nicht. Selbst, wenn sich die Käuferin für einen Absatz entscheidet, ist noch lange nicht gesagt, welche Form oder Höhe er haben wird. Vom kleinen Pfennigabsatz, über den klobigen Block- oder Keilabsatz bis hin zum High Heel mit 12 cm kann jeder Schuh als Absatzschuh bezeichnet werden. Absätze haben den Vorteil, ihre Trägerin immer gleich „gekleidet“ erscheinen zu lassen und jedem Outfit einen edlen Charme zu verleihen. Kleine Frauen wirken damit natürlich außerdem größer. Der Nachteil daran ist, dass viele Frauen darin nicht gut laufen können und nach einer Weile des Tragens Schmerzen verspüren. Ein zu häufiges Tragen von Absatzschuhen kann außerdem orthopädische Schäden verursachen. Typische Beispiele für Absatzschuhe sind: High Heels, Pumps, Peeptoes, Stilettos oder Slingbacks.

     

  • Sohle: Bei der Frage nach der Sohle lässt sich vor allem über das Profil bzw. ihre Beschaffenheit, ihre Biegsamkeit und ihre Dicke streiten. Die momentan wieder sehr im Trend liegenden Plateauschuhe beispielsweise sehen an einigen Menschen toll aus und haben im Vergleich zum klassischen Absatz den Vorteil, dass sie keine Schmerzen verursachen und auch den Gang nicht so stark beeinflussen. Sie sind ebenfalls eine gute Alternative für kleine Frauen, die sich gerne ein bisschen größer mogeln. Andere Schuhe wiederum verfügen über ein Dämpfungssystem, wie etwa Laufschuhe, Sneaker oder orthopädische Schuhe, die das Laufen und das alltägliche Leben erheblich erleichtern. Andere Exemplare, wie etwa Gummistiefel, Winterschuhe, Wander-, Trekking- oder bestimmte Arbeitsschuhe benötigen ein dickes Profil unter der Sohle, das ein Abrutschen verhindert und einen sicheren Stand gewährleistet. Besonders sichere Modelle bieten wiederum Schutz vor Steinen, Hitze, Säure oder anderen Gefahren. Meist handelt es sich dabei um Sicherheitsschuhe – manche von ihnen sind im Übrigen inzwischen zum Trend-Schuh avanciert und haben ihren eigentlichen Status des Arbeitsschuhs inzwischen fast verloren.

     

  • Schaft: Gerade im Winter sind Schuhe mit einem höheren Schaft beliebt, da sie auch Waden und Knöchel vor Kälte schützen. Durch den Schaft kann außerdem mehr warme Luft im inneren des Schuhs gespeichert werden als bei einem Halbschuh. Aber auch für einen festeren Sitz ist ein Schaft von Vorteil. Alle Formen von Stiefeln gehören zur Kategorie Schaftschuh – seien es Overknees, Westernstiefel, Wanderstiefel, Ankle Boots, oder Chelsea Boots.

     

  • Schnürung: Ob der Schuh eine Schnürung hat oder nicht, ist nicht nur eine rein optische Sache. Es dürfte klar sein, dass ein legerer Sommerschuh, wie etwa ein Ballerina, keine Schnürung braucht und deshalb ganz easy übergestreift werden kann. So ist das An- und Ausziehen, wenn ihre Trägerin sich beispielsweise spontan dazu entscheidet, kurzfristig Barfuß unterwegs zu sein, eine einfache Sache. Für Schuhe, die aber mehr Halt geben müssen, ist der Faktor des einfachen Anziehens eher irrelevant. Ein Wanderschuh, feste Boots, ein Halbschuh, ein Sneaker, ein Budapester und viele andere Schuharten müssen entweder im Alltag oder bei körperlichen Aktivitäten einen festen Sitz gewähren, ohne dass man ständig herausrutscht. Zudem ermöglicht die Schnürung ein individuelles Anpassen an die Breite des Fußes, wodurch alle Damen den Engegrad wählen können, mit dem sie sich am wohlsten fühlen. Zugegeben, manchmal spielt dann aber doch die Optik auch eine Rolle, denn bei Stiefeln oder andern Schaftschuhen, die über einen zusätzlichen Reißverschluss verfügen oder so elastisch sind, dass ein Hineinschlüpfen genügt, wird manchmal eine Schnürung hinzugefügt, die nur einen geringen Anteil am Halt des Schuhs ausmacht.

     

  • Offen vs. geschlossen: Auch hier stellt sich meist gar nicht so sehr die Frage der Optik, sondern vielmehr die des Wetters. Im Sommer liegt ein offener Schuh auf der Hand. Ob Sandalen, Sandaletten, Ballerinas, Pumps oder Zehentrenner: Alle bieten den Füßen einen milden Luftzug, sobald die Tage heißer werden. Manche Menschen schwören aber auch darauf, zu jeder Jahreszeit offene Schuhe zu tragen, da die Füße sich an den Gang und die Temperaturen gewöhnen sollen. Es gibt sogar spezielle Strümpfe, die lediglich den Fußrücken freigeben, sich beim Rest aber wie ein Kniestrumpf bis über die Wade erstrecken. Von daher gibt es eigentlich keinen Grund, der dagegen spricht, nur im Sommer Ballerinas oder Pumps zu tragen. Sandalen und Zehentrenner hingegen sind wirklich eher etwas für heiße Tage oder den Strand. Wer schnell friert und seine Füße nicht so gerne in der Öffentlichkeit präsentiert, kann aber umgekehrt genauso gut im Sommer geschlossene Schuhe tragen, denn diese müssen nicht zwingend zu Hitzestau führen. Leichte Stoffschuhe, wie etwa Bootsschuhe, Slipper oder Stoffsneaker sind eine adäquate Alternative zu gänzlich offenen Schuhen. Der Ballerina bildet eine Art Hybrid und ist für Menschen, die gerne im Winter offene Schuhe tragen und für Menschen, die eine halboffene Variante im Sommer bevorzugen vermutlich die beste Wahl.

     

  • Material: Das Material wird wohl eine eher größere Gewichtung für die meisten Frauen beim Schuhkauf haben. Leder ist für die allermeisten die erste Wahl. Es bietet den Vorteil, besonders atmungsaktiv zu sein. Eine gute Luftzirkulation des Fußes, bei der Schweiß nach außen und frische Luft nach innen gelangt, und eine gleichzeitige Wärmeregulation sind die Eigenschaften, die Leder als Schuhmaterial nachgesagt werden. Nachteile von echtem Leder sind aber, dass es sich oft zunächst starr verhält und Reibung an gewissen Stellen erzeugt. Dies gibt sich meist nach einer Weile, sodass es erst einer kurzen Einlaufzeit bedarf. Daneben verzichten viele Menschen aufgrund des tierischen Ursprungs lieber auf Leder.

     

    Deshalb ist Lederimitat oder Kunstleder eine willkommene Alternative. Es besteht aus einem textilen Untergewebe, das mit einem Kunstgewebe beschichtet wird. Letzteres ähnelt dann in Aussehen und Struktur der Oberfläche echten Leders. Die Vorteile sind, dass es im Vergleich zu Leder kostengünstiger, nicht tierwohlgefährdend, pflegeleicht und von Anfang an weicher ist. Einige Menschen kritisieren daran, dass es weniger lange haltbar und nicht so atmungsaktiv sei. Deshalb sollte vor dem Kauf von Kunstleder auf den Geruch und die Haptik geachtet werden. Zu billig wirkendes Lederimitat ist aufgrund der kurzen Lebensdauer nämlich ebenso wenig nachhaltig wie Leder.

     

    Eine weitere Variante sind Stoff- bzw. Synthetikschuhe. Stoff bietet ebenso wie Leder eine hohe Atmungsaktivität und Luftdurchlässigkeit. Vor allem im Sommer sind Textilschuhe daher beliebt. Meist bestehen sie aus Baumwolle oder Mischgeweben, die eine natürliche Schweißabsorption fördern und frische Luft nach innen dringen lassen. Ein Nachteil ist aber, dass sie bei spontanem Niederschlag oder anderem Untergrund als Asphalt und trockenem Naturboden sehr schnell schmutzig werden. Vor allem weißen Schuhen sieht man dies schnell an. Andere Schuhe enthalten einen Anteil an Kunststofffasern und bilden Hybridformen zwischen Leder-, Kunstleder und Synthetikschuhen. Ein Klassiker darunter sind Lauf- oder Sportschuhe, die vorne einen Mesheinsatz besitzen und dadurch atmungsaktiv sind, durch ihre festen Fersen- und Vorderfußkappen aber gleichzeitig den stabilen Stand eines Sneakers ermöglichen.

     

  • Zweck: Der Zweck des Schuhs steht hier an letzter Stelle, doch spielt er womöglich die wichtigste Rolle beim Schuhkauf. Zuallererst geht man vermutlich mit der Frage ans Schuhshoppen, ob das neue Schuhpaar vordergründig schön oder praktisch sein soll. So liegt das Hauptaugenmerk natürlich auf dem Anlass, zu dem es getragen werden soll. Ob Alltag, Hochzeit, Wandern, Laufen, Büro, Urlaub oder Strand – die Optik, die Form, das Material und der Tragekomfort spielen in die Entscheidung mit hinein. Auch das Fußbett ist ausschlaggebend, denn geht es ans Wandern oder steht die Person im Beruf sehr viel, muss es anderen Anforderungen entsprechen, als wenn ein Schuh nur zum Ausgehen gekauft wird. Die Kaufentscheidung erfolgt also immer durch das gedankliche Wechselspiel zwischen Optik und Zweck – und natürlich vor dem Hintergrund des eigenen Budgets.