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Vogelhäuser – Unterschlupf für heimische Vögel

Du möchtest etwas für die die Natur tun? Du hast einen ruhigen Platz wie einen Garten oder einen Balkon und bist ein großer Vogelfreund? Dann sind Vogelhäuser genau das Richtige für Dich!

Vogelhäuser dienen nicht nur der Dekoration, sondern sind der Rastplatz und die Futterstelle vieler Wildvögel. Ganz selten und mit viel Glück kann ein Vogelhaus auch zum Nistplatz der Vögel werden. Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass das Stellen von Vogelhäusern die Erhaltung der Artenvielfalt fördert. Soll das funktionieren, gibt es aber einiges zu beachten.

Welche Varianten gibt es und was ist zu beachten?

Vogelhäuser gibt es in vielen verschiedenen Variationen. Allgemein sollten sie überdacht sein, um Schutz vor Wind und Wetter zu geben. Sie sind meistens aus Holz, vorrangig aus Kiefernholz. Kiefernholz ist zäh und Feuchtikeitsabweisend. Zudem ist es weniger anfällig gegenüber Pilzbefall. Neben Holz finden sich auch Kunstoffmodelle oder Vogelhäuser aus Edelstahl. Es wird vor allem Edelstahl benutzt, da es nicht rostet. Bei allen Modellen solltest Du beachten, dass sie keinerlei Nägel, Kanten oder Sonstiges aufweisen. Daran können sich Vögel tödlich verletzen. Vogelhäuser gibt es in allen möglichen Designs. Von schlicht bis extravagant. Von klassisch bis modern. Von Vogelhausvillen bis Vogelreetdachhäusern. Auch Vogelhäuser in der Form eines Wohnwagens oder einer Überwachungskamera werden hergestellt. Für jeden Geschmack ist also etwas zu finden. Bei den Farben der Vogelhäuser gibt es auch eine große Auswahl. Du solltest aber knallige Farben vermeiden. Vor allem Rot sollte nicht benutzt werden, da es in der Natur als Signalfarbe gilt. Dadurch hältst Du die Vögel eher ab, als dass Du sie anlockst. Auch bei der Größe der Vogelhäuser hast Du eine große Auswahl. Deshalb solltest Du Dich fragen, welche Vögel Du überhaupt ködern möchtest? Wenn Du ein großes Vogelhaus besorgst, werden eher größere Vögel kommen und die kleinen bleiben fern. Es gibt insgesamt drei Arten von Vogelhäusern:

  • Klassische Vogelhäuser: Die klassischen Vogelhäuser stehen auf einem Standbein mit drei Füßen. Sie sind primär aus Holz und haben ein Dach, das häufig zusätzlich mit Teerpappe abgedeckt ist, um das Innere noch besser zu schützen. Alle vier Seiten sind geöffnet, damit mehrere Vögel unter das Dach fliegen können. Breite Streben oder Stangen geben den Vögeln einen sicheren Halt und eine gerade Fläche dient als Futterplatz. Es gibt auch klassische Modelle aus Edelstahl. Daran befindet sich meistens ein Stab, der sich in den Boden führen lässt.
  • Vogelhäuser zum Hängen: Diese Variante wird mit Seilen oder Kabelbindern an Baumäste, Hausvorsprüngen oder Pfeiler gehängt. Auch hier sind alle Seiten offen. Der Platz zum Aufhängen sollte so frei wie möglich sein. Achte darauf, keinen Baum dabei zu beschädigen.
  • Nistkästen: Nistkästen sind zum Anbohren oder Anhängen. Sie dienen als sicherer Brutplatz für Jungtiere. Dort sind sie vor Raubtieren und dem Wetter geschützt. Die Dunkelheit der Häuser ist bei einigen Vogelarten besonders beliebt. Es gibt nur eine kleine runde Öffnung an der Vorderseite. Das sogenannte Einflugloch. Sie werden an Hauswänden, Gartenhäusern oder Bäumen befestigt. Zwischen dem Spätherbst und Winter, spätestens Februar, solltest Du das Haus anbringen. Das Einflugloch sollte in die entgegengesetzte Richtung der Hauptwindrichtung blicken.

Der richtige Standort eines Vogelhauses

Vögel haben natürliche Feinde wie Katzen oder Marder. Deshalb solltest Du einen ruhigen Platz finden, der einen großen Abstand zu Zäunen, Mauern oder ähnlichem hat. Hecken und Sträucher können Schutz bieten. Das Haus selber sollte mindestens 1,50 Meter über dem Boden hängen oder stehen. Als weiteren Schutz könntest Du Das Vogelhaus mit einer Manschette versehen. Neben den natürlichen Feinden sollte das Haus auch vor Nässe und Hitze geschützt werden. Stelle oder hänge das Vogelhaus in eine schattige Umgebung. Achte darauf das keine Glasscheiben in der Nähe sind. Vögel übersehen diese und könnten sich verletzen. Auch oft benutzte Türen oder Fenster sollten sich nicht in der Nähe befinden. Wenn Du mehrere Vogelhäuser haben möchtest, dann lass zwischen ihnen einige Meter Abstand. Dadurch ist ein freier Flug gesichert.

  • Balkon: Du solltest Dir für den Balkon eher ein kleines Vogelhaus Einen Nistkasten kannst Du z. B. an der Balkonüberdachung fest machen. Frei schwingende Häuser sollten für den Balkon leicht und aus Edelstahl sein. Stehende Modelle aus Holz können in einem schweren Pflanzenkübel platziert werden. Oder Du befestigst ein Haus auf dem Balkongeländer. Wenn Du von Vögeln Besuch hast, störe sie nicht zu sehr, sonst kommen sie nicht wieder.
  • Terrasse: Bei einer überdachten Terrasse kannst Du sehr gut hängende Vogelhäuser an den tragenden Pfeilern positionieren. Hier kannst Du auch gerne eine zusätzliche Schüssel mit Futter auf den Boden stellen. Denn es gibt auch viele Vögel, die vom Boden essen. Beachte dabei nur, diese Schüssel wettergeschützt aufzustellen.
  • Garten: Hier können alle Varianten ihren Platz finden. Beete mit hohen Sträuchern eignen sich hervorragend für die stehenden Modelle. Vergiss dabei nicht, auf die Höhe zu achten. Die hängenden Modelle passen wunderbar an einen Ast eines Baumes mit hohem Stamm. Dieser Ast sollte dabei so weit wie möglich von anderen Ästen entfernt sein. Und auch die Nistkästen mögen Bäume mit hohen Stämmen, sodass es für andere Tiere schwierig wird an sie heranzukommen.

Tipps für die Vogelfütterung

Die Hauptzeit der Fütterung von Vögeln ist von November bis Ende Februar. Frostige Temperaturen und gefrorene Böden machen es den Vögeln schwer ausreichend Nahrung zu finden. Jedoch kannst Du heutzutage auch im Sommer die Vögel ab und zu füttern. Durch den übermäßigen Chemikalieneinsatz werden nämlich ihre Futterquellen knapp, wie beispielsweise Insekten und Kräuter. Befülle dafür die Futterschale der Häuser oder benutze fertige Futterknödel und -ringe.

Aber was genau darfst Du den Vögeln geben? Mit Sonnenblumenkernen machst Du schon mal nichts falsch. Diese sind häufig das Basisfutter. Im Winter solltest Du Dich primär auf Gemische aus frostsicheren Fetten (Kokosfett)  mit Kernen und/oder Haferflocken konzentrieren. Im Sommer reichen Kerne, Nüsse, Getreide oder Gemüse. Möchtest Du vor allem bestimmte Vögel anlocken? Dann passe das Futter an. Denn es wird zwischen Körnerfresser und Weichfutterfresser unterschieden. Körnerfresser sind u. a. Meisen, Finken und Sperber. Sie fressen gerne Fette, Samen und Körner. Weichfutterfresser sind z. B. Rotkehlchen, Amseln und Zaunkönige. Ihre Mahlzeit besteht gerne aus Rosinen, Obst, Haferflocken und Kleie.

Allen Vögeln ist gemeinsam, dass sie nicht mit Brot gefüttert werden sollten. Auch Enten bekommt Brot nicht. Verzichte bitte auch gänzlich auf Kartoffeln oder salzige Nahrung wie Käse oder Wurst.

Tipps für die Pflege von Vogelhäusern

Bei der Pflege musst Du besonders darauf achten, dass das Futter und die Exkremente nicht in Kontakt kommen. Fülle nur kleine Mengen ein, damit keine Feuchtigkeit entsteht. Dadurch werden Krankheitsbildungen verhindert. Um die Pflege zu vereinfachen, solltest Du Dir leicht zu reinigende Vogelhäuser holen. Das wären u. a. Häuser mit abnehmbarem Dach oder einer Schublade, die sich raus ziehen lässt, auf die das Futter kommt. Benutze zum Reinigen heißes Wasser und eine Bürste. Trockne alles nach der Pflege ordentlich ab. Chemische Mittel sollten nicht in Gebrauch genommen werden. Bei Nistkästen solltest Du Dir erst sicher sein, dass in ihnen keiner mehr bewohnt. Dann erst kannst Du alles gründlich entfernen und reinigen.