Ferngläser (10.895 Produkte | 11.138 Varianten)

Worauf Du beim Kauf eines Fernglases achten solltest

Du hast Lust, mal wieder ein paar Vögel oder andere Tiere in der Natur zu beobachten? Der Opernbesuch steht am nächsten Wochenende an, doch Du hast nicht gerade den allerbesten Sitzplatz ergattert? Gar kein Problem, denn mit dem richtigen Fernglas wird auch das zum Erlebnis. Hier erfährst Du, welche verschiedenen Fernglasmodelle es gibt und was beim Kauf zu beachten ist.

Verschiedene Modelle

Universalfernglas

Universalferngläser sind für jeden Anlass zu gebrauchen. Aufgrund der binokularen Bauweise mit zwei Rohren ermöglichen sie ein räumliches Sehen und können entfernte Objekte scharf vergrößern. Das Gehäuse dieses Modells ist robust und in den meisten Fällen wasserfest. Universalferngläser gibt es in allen Formen und Größen: Die kleinsten Varianten können sogar in Hosen- oder Jackentaschen passen.

Opernglas

Optimal für den Opern- oder Theaterbesuch eignen sich Operngläser. Diese Ferngläser verfügen über eine Dreifachvergrößerung, die Deine Sicht auf das Bühnenbild optimal vergrößert. Operngläser besitzen oft ein verspieltes Design, das mit Mustern versehen ist.

Nachtsichtgerät

Nachtsichtgeräte, die auch Restlichtverstärker genannt werden, ermöglichen auch bei Dämmerung oder Dunkelheit ein verstärktes Sehen. Eine Infrarotbeleuchtung ist dann notwendig, wenn komplette Dunkelheit herrscht.

Fernrohr

Mit einem Fernrohr werden beim Durchschauen einige Objekte punktuell verschärft. Durch das Fernrohr kannst Du lediglich mit einem Auge schauen. Vor allem bei Naturbeobachtungen sind diese Modelle – in diesem Fall Spektive genannt – hilfreich. Diese Varianten können auf einem Stativ befestigt werden und besitzen deshalb ein abgewinkeltes Ende. Fernrohre weisen eine Größe von 10 x 42 mm, sowie ein Gewicht von 100 Gramm auf.

Was ist zu beachten?

Glas

Damit Du mit Deinem Fernglas einen klaren Durchblick hast, verwenden Hersteller hochwertiges Bk7-Glas, das störende Reflexionen verhindert und folglich die Lichtbrechung optimiert. Das Glas schafft ein klareres, schärferes und detaillierteres Bild.

Sehfeld

Als Sehfeld wird der Motivausschnitt bezeichnet, den Du beim Durschauen wahrnimmst. Je stärker die Vergrößerung des Fernglases ausfällt, desto kleiner ist das Sehfeld. Punktuell vergrößerte Ferngläser mit geringem Sehfeld wie das Fernrohr können dagegen das präzise Bild eines eng begrenzten Ausschnitts anzeigen. Diese Eingrenzung nennt man auch Tunneleffekt, da der Blick durch das Fernglas wie durch einen Tunnel erscheint.

Dämmerungszahl

Falls Du Dein Fernglas in der Dämmerung nutzen möchtest, solltest Du auf die Dämmerungszahl achten. Diese gibt an, wie viel Du durch das Glas erkennen kannst. Im Optimalfall liegt die Dämmerungszahl Deines Geräts zwischen 12 und 25 – je höher die Zahl, desto besser die Qualität des Bildes.

Entfernungsmesser

Entfernungsmesser, auch Rangefinder genannt, können bei der Verwendung eines Fernglases in der freien Natur von Nutzen sein. Mit unschädlichen Laserstrahlen, die innerhalb von Sekunden bis zu 800 m weit messen können, werden Distanzen zu den beobachteten Objekten ermittelt und Dir angezeigt.

Abmessung und Gewicht

Je nachdem, für welchen Zweck Du das Fernglas nutzt, variiert auch die Größe und das Gewicht. Wenn Du es oft draußen verwendest, sollte das Modell im Idealfall kompakt und leicht zu verstauen sein. Die kleineren Fernglasmodelle besitzen eine Länge von 10 cm, eine Breite zwischen 6,5 und 11 cm sowie eine Höhe von 3,5 bis 4,7 cm. Sie wiegen um die 200 g. Die größeren Ferngläser bringen ein Gewicht von 800 bis 1.100 g auf die Waage und sind in den meisten Fällen 14 bis 20 cm breit, 16 cm lang und 6 cm hoch. Bei Fernrohren, die für die Beobachtung von Sternen gedacht sind, liegt das Gewicht bei bis zu 2 kg.

Austrittspupille

Die Austrittspupille beschreibt den errechneten Wert für das Lichtbündel, das durch die Pupille ins Auge fällt. Dieser Wert setzt sich zusammen aus dem Objektivdurchmesser, der durch die maximale Vergrößerung geteilt wird. Das Modell weist einen besseren Durchblick auf, wenn die Austrittspupille höher ist. Für Beobachtungen in der Dämmerung und auch den generellen Gebrauch reicht eine Austrittspupille von 4 mm aus.

Vergrößerung und Zoom

Ferngläser sind immer eine Zahlenkombination versehen. Die erste Zahl steht dabei für den Vergrößerungsfaktor. Je höher dieser Faktor ausfällt, desto mehr wird das Bild verwackelt und unscharf. Um diesen Effekt zu vermeiden, ist ein Stativ sinnvoll. Ferngläser mit einer Zoomfunktion können Objekte stark vergrößern. Jedoch besitzen Modelle mit einer eingebauten Vergrößerung meist eine bessere Bildqualität als Ferngläser mit variablen Zooms, welche sich an- und abmontieren lassen.

Objektivdurchmesser

Neben dem Vergrößerungsfaktor steht eine zweite Zahl auf dem Fernglas, die den Objektivdurchmesser angibt. Bei einem großen Durchmesser fällt viel Licht in die Linse. Folglich verbessert sich die Sicht bei ungünstigen Lichtverhältnissen. In der Dämmerung kannst Du mit einem Objektivdurchmesser von 42 mm sehen, während bei einem 20-mm-Modell kaum noch etwas zu erkennen wäre.

Das richtige Fernglas zu finden, ist nicht immer einfach: Erst mal sollte die Frage geklärt werden, für welchen Anlass der Kauf getätigt wird. Ferngläser ermöglichen das vergrößerte Sehen von entfernten Objekten und stellen somit ein sinnvolles Hilfsmittel beim Theaterbesuch oder dem Waldausflug dar.