Motorradhelme (15.091 Produkte | 15.235 Varianten)

Mit einem Motorradhelm gut geschützt und Pflicht erfüllt

 

Motorisierte Fahrzeuge sind immer aufregend und risikoreich zugleich. Doch es gibt auch einige Unterschiede zwischen einem Auto und einem Motorrad. Wer in einem Auto unterwegs ist, der ist bereits durch die Karosserie vor einigen Dingen geschützt. Anschnallgurt und Airbags runden die sicherheitsrelevanten Features ab.

 

Auf einem Motorrad hingegen bist Du vergleichsweise ungeschützt unterwegs. So bist Du anders als im Auto nicht durch einen Gurt abgesichert. Und statt von einer Karosserie umgeben zu sein, bist Du Gefahren direkt ausgesetzt. Aus gutem Grund gibt es deshalb speziell aufs Motorradfahren zugeschnittene Schutzbekleidung. Dazu gehören Hosen, Schuhe, Jacken und Handschuhe. Anders als der Helm sind diese im Straßenverkehr jedoch nicht verpflichtend. Wir empfehlen Dir trotzdem, nicht ohne Schutzkleidung unterwegs zu sein, doch auf einen Helm kannst Du auf keinen Fall verzichten. Deshalb haben wir Dir im Folgenden einmal zusammengetragen, welche Helme es gibt und worauf Du beim Kauf unbedingt achten solltest.

Damit Dich die Auswahl nicht um Kopf und Kragen bringt

 

Bist Du ein Beginner, was das Fahren mit einem Motorrad betrifft, fühlst Du Dich durch das Angebot an unterschiedlichen Motorradhelmen eventuell ein wenig erschlagen. Doch die Helme weisen ganz klare Unterschiede auf und sind auch hinsichtlich ihrer Schutzwirkung von unterschiedlicher Qualität.

 

  • Integralhelm. Der Integralhelm ist die mutmaßlich verbreitetste Variante. Es handelt sich hierbei gewissermaßen um einen Helm aus einem Guss. Das Visier kannst Du zwar öffnen und schließen, der Rest des Helms ist jedoch fest verbaut. Aus diesem Grund wird dem Helm auch eine besonders hohe Schutzfunktion zugesprochen.

  • Klapphelm. Anders verhält es sich mit dem Klapphelm. Hier ist nicht nur das Visier beweglich, sondern auch die Kinnpartie. Dies bedeutet mehr Komfort in Momenten, in denen der Helm hinderlich sein kann wie beispielsweise beim kurzen Einkauf an der Tankstelle. Außerdem ist der Helm dadurch leichter anzuziehen. Zwar gelten Klapphelme als weniger sicher im Straßenverkehr, doch im Falle eines Unfalls haben sie auch Vorteile, da entsprechende Rettungskräfte dadurch leichter Zugang zum Kopf erhalten können.

  • Motocross-Helme. Motorradfahren ist cool. Das hatten wir bereits. Und es ist wenig verwunderlich, dass ganz besonders Motocross-Helme nach Abenteuer aussehen. Wer weiß, wie es beim Motocross zugehen kann, ist sicherlich nicht überrascht, dass auch die Helme als relativ sicher gelten. Immerhin handelt es sich bezüglich der Bauart auch hier um eine Art Integralhelm. Anders als bei diesem fehlt allerdings das Visier. Das bedeutet, dass Du zusätzlich zum Helm eine Schutzbrille kaufen musst.

  • Halbschalenhelme. Nicht zuletzt gibt es auch Halbschalenhelme, teilweise auch bekannt als sogenannte Jethelme. Vielen Fahrern gelten sie als besonders schick und sie versprühen etwas Nostalgie. Dieser Helm besitzt keine feste Kinnpartie, kann allerdings, sofern er ansonsten den Sicherheitsnormen entspricht, durchaus auch im Straßenverkehr getragen werden.

Damit Du immer den richtigen Durchblick behältst

Ein wichtiger Faktor von Motorradhelmen ist selbstverständlich auch das Visier. Während der Helm insgesamt seine Schutzfunktion erfüllen soll, muss es für den Fahrer nach wie vor möglich sein, klare Sicht zu haben. Hierbei ist die Bauweise des Visiers von besonderem Interesse.

Visiere von Motorradhelmen bestehen zumeist aus Kunststoffen, die nicht splittern können. Für eine lange Haltbarkeit sind viele Visiere darüber hinaus kratzfest, was durch eine bestimmte Lackschicht erreicht wird, die allerdings keine aggressive Reinigung verträgt.

Ein sehr wichtiger Faktor ist auch die Frage, wie sehr das Visier während der Fahrt beschlägt. Dies bleibt im Regelfall nicht aus, doch mittlerweile gibt es unterschiedliche Lösungswege seitens der Hersteller. Einige Helme lassen es beispielsweise zu, dass das Visier zwar ausreichend geöffnet bleiben kann, um eine Luftzirkulation zu erlauben, die das Beschlagen verhindert, aber zugleich verhindert, dass beispielsweise Regenwasser eindringt. Wieder andere haben ein zweifaches Display, das durch seinen Aufbau ein Beschlagen verhindert. Und eine weitere Entwicklung der vergangenen Jahre stellen Visiere mit einer speziellen Beschichtung dar, sodass es gar nicht zu einem Beschlagen kommen kann. Modern, aber noch wenig verbreitet sind so genannte Heizvisiere, in denen Heizdrähte verlaufen. Dabei wird der Helm an eine Bordsteckdose angesteckt, um letztlich auch bei feuchten und kalten Wetterverhältnissen klare Sicht zu garantieren.

Weil das Visier auch bei sonnigem Wetter besonderen Anforderungen ausgesetzt ist, gibt es auch zu diesem Zweck unterschiedliche Lösungsansätze. Drei Varianten sind hierbei besonders zu erwähnen. Zunächst einmal gibt es getönte Visiere oder gar gespiegelte, deren Sinn darin besteht, das Sonnenlicht abzuschwächen. Einige Helme verfügen auch über ein gesondertes Visier, das nur dem Abhalten des Sonnenlichts dient. Teilweise befindet sich dieser Extraschutz im Inneren oder Äußeren des Helms und kann in jedem Fall händisch bedient werden, was auch eine Steuerung während der Fahrt erlaubt. Wem hierbei das Risiko zu groß ist, weil dafür eine Hand vom Lenker genommen werden muss, der findet in einem Einsteck-Blendschutz eventuell die richtige Lösung. Er wird in den Helm eingeschoben, wobei die Besonderheit darin besteht, dass der Sonnenschutz vom Winkel des Kopfes abhängt. Aufgrund der reflexhaften Kopfbewegung, die es mit sich bringt, wenn die Sonne Dich blendet, befinden sich Deine Augen direkt und ohne jede zusätzliche Handbewegung außerhalb der Blendung. Während die letztgenannte Variante auch im Dunkeln getragen werden darf, sind die anderen Lösungen bei schlechtem Wetter und vor allem in der Nacht verboten, da sie sonst die Sicht behindern.

Achte auf einen passgenauen Helm

 

Mit am wichtigsten ist es, dass der Helm auch wirklich passt. Dafür braucht es die für Deinen Kopf richtige Größe. Der Helm darf nicht rutschen, sollte aber auch nicht unangenehm eng sitzen. Hierbei gilt, dass der Abstand im Inneren des Helms nicht zu groß sein sollte, zugleich solltest Du beim Ausziehen nicht das Gefühl haben, an den Kopfseiten zu zerren.

Weil solche Dinge nicht immer sofort ersichtlich sind, solltest Du den Helm im Laden eine Weile aufbehalten. Ein guter Händler hat dafür Verständnis. Wirklich ideal ist eine Probefahrt mit dem Helm, nach der Du so sicher sein kannst, wie es eben geht. Findest Du einen Händler, der Dir das ermöglicht, fährst Du schlussendlich auf jeden Fall besser.

Und ein zusätzlicher Hinweis: Gute Motorradhelme sollten schon gut fünf Jahre oder ein wenig länger halten. Das hängt auch von Deinem Umgang damit ab. Weil Du Dir aber nicht jährlich einen neuen Schutzhelm zulegen möchtest, solltest Du im Zweifelsfall nicht zu wenig Geld in die Hand nehmen, wenn es darum geht, den richtigen Helm zu finden.