Glühbirnen (14.326 Produkte | 14.660 Varianten)

Tipps zum Glühbirnenkauf 

Das, was wir heute unter „Glühbirnen“ verstehen und umgangssprachlich auch noch so nennen, sind keine klassischen Glühbirnen (eigentlich: Glühlampen) in dem Sinne, denn ihr Vertrieb wurde seit 2009 nach und nach wegen ihrer geringen Leistung verboten. Der korrekte Begriff lautet daher eigentlich Leuchtmittel. Welche Typen es gibt und welcher der richtige für Deine Lampe und vor allem für die individuelle, stimmungsvolle Beleuchtung ist, erfährst Du hier.

Diese Leuchtmittel gibt es

  • Halogenlampen: Auch die allermeisten Halogenlampen unterliegen seit dem ersten September 2018 einem Verkaufsverbot. Es gibt wenige Ausnahmen, wie solche mit R7s- und G9-Fassungen und einer Energieklasse von mindestens C und solche, für die es derzeit noch keine Ausweichmöglichkeiten gibt, wie etwa Backofenlampen.

  • Energiesparlampen: Energiesparlampen (eigentlich: Kompaktstofflampen) strahlen keine Hitze nach außen ab, da sie nicht über einen Draht oder eine andere Faser im Innenraum aufgeheizt werden. Die Energiesparlampen laufen über teilweise gasförmige Quecksilberatome, die unter Stromzufuhr Licht abgeben. Das Gas ist beim Austreten durch Beschädigung allerdings hochgiftig, weswegen die Kompaktstofflampen mit Quecksilber inzwischen auch nicht mehr verwendet werden dürfen. Am 31. Dezember 2018 wurden auch sie vom Markt genommen. Bei den meisten energiesparenden Lampen handelt es sich heute um LEDs.

  • LED-Lampen: Das Prinzip der Zukunft (und vor allem der Gegenwart) heißt LED (englisch: light-emitting diode, auf Deutsch: lichtemittierende Diode). Die Leuchtmittel funktionieren im Vergleich zur veralteten Glühbirne nicht über eine sich im Inneren befindende aufgeheizte Faser, sondern über eine Diode, deren Prinzip darin besteht, Strom in Licht umzuwandeln und nach außen abzugeben, indem Strom in eine Richtung aufgenommen und in die andere gestoppt wird. Sie sind weniger gefährlich, da sie nicht aufheizen und außerdem langlebiger und energieeffizienter sind als die früher genutzten Glühlampen.

Nachdem also klar ist, dass längerfristig nur noch ausschließlich LED-Leuchtmittel auf dem freien Markt zugelassen sind, sollte man sich noch mit der Frage der richtigen Fassungsgröße und Form beschäftigen.

Diese Fassungen gibt es:

Hier sind die in Deutschland gängigsten Lampensockel, wie die Fassungen der Lampen korrekt heißen, für die es frei erhältliche (LED-)Leuchtmittel zum selbst Auswechseln gibt. Es existieren zwar noch weitere, doch sind diese an dieser Stell nicht von Bedeutung, weil das zugehörige Leuchtmittel z. B. nicht austauschbar ist. Dazu gehören etwa LED SMDs oder LED COBs oder solche, die eher im Ausland gebraucht werden.

  • E27: Die gängigste Lampenfassung ist und bleibt die E27. Die Bezeichnung rührt vom Erfinder Edison her, der dieses Maß als Standard etablierte. Die Zahl entspricht dem Außendurchmesser des Schraubgewindes, das 27 mm misst. Die allermeisten Tisch-, Steh- und Deckenleuchten besitzen ein E27-Gewinde. Die E27-Leuchtmittel werden ganz einfach im Uhrzeigersinn festgedreht.

  • E14: Das E14-Gewinde ist direkt nach der E27-Fassung das zweithäufigste. Auch hier verweist die Zahl auf das Maß des Außendurchmessers, der 14 mm beträgt. Sie kommt vor allem bei Pendelleuchten, die mehrere Fassungen besitzen, vor, so z. B. bei Kornleuchtern. Auch kleinere Nachttischlampen haben oftmals kleinere Fassungen. Auch hierbei handelt es sich um ein Schraubgewinde, das im Uhrzeigersinn eingedreht wird.

  • GU4: Beim GU4-Anschluss handelt es sich nicht wie bei den beiden gängigen E-Varianten um einen Schraubsockel, sondern um einen sogenannten Stiftsockel. Bei den Stiften, die in die Lampe eingesteckt werden, handelt es sich um Kontakte, die in einem Abstand von 4mm parallel zueinander angeordnet sind. Die Durchmesser der Stifte belaufen sich auf 0,95 bis 1,05 mm. Zu finden sind sie etwa in Niedervolt-Halogenlampen, die sich oft in fest verbauten Lichtquellen (bspw. im Mobiliar) befinden, dazu gehören Dunstabzugshauben, Designerlampen oder Campingleuchten.

  • G53: Beim G53-Anschluss handelt es sich um einen Stecksockel, dessen Kontakte 53 mm auseinander liegen. In der Regel handelt es sich dabei um Deckenspots, die sehr viel Licht abgeben. Die ehemaligen Halogenspots sind indessen auch als energiesparende LED-Variante verfügbar.

  • G9: Der G9-Anschluss wurde ursprünglich bei Hochvolt-Halogenlampen – vor allem in Designerleuchten – (230 V) verbaut. Es handelt sich um einen Anschluss zum Stecken, der aus zwei U-förmigen Pins besteht, die zu Schlaufen geformt sind und 9 mm voneinander entfernt sind. Auch hierfür gibt es inzwischen LED-Alternativen.

  • GU10: Der unter Hochvolt-Halogenlampen (230 V) wohl am häufigsten verbreitete Stiftsockel ist auch unter dem Namen Bajonettsockel bekannt. Die 10 mm auseinanderliegenden Stifte haben am Ende eine Art Kopf (ähnlich wie ein Nagel), mit dem sie in die vorgesehenen Löcher des Lampensockels eingesteckt und anschließend mit einer im Uhrzeigersinn durchgeführten Drehbewegung via Bajonettverschluss festgedreht werden. Für die Hochleistungsleuchtmittel gibt es auch Alternativen im LED-Format.

Dies sind wie gesagt nur die gängigsten Lampensockel. Beim Kauf einer neuen Lampe wird Dir aufgrund der Verbote von Halogenlampen vermutlich keine Fassung bzw. kein Sockel dieser Art mehr begegnen. Beim Neukauf hebst du am besten die Bedienungsanleitung auf oder schneidest den entsprechenden Hinweis auf das passende Leuchtmittel aus und bewahrst ihn dort auf, wo du ihn schnell wieder findest. Bei älteren Modellen empfiehlt es sich, bei Unsicherheiten beim Nachkauf eines Leuchtmittels ein altes Exemplar für einen Abgleich parat zu haben. Fotografiere Dir vor der Entsorgung am besten die Fassung ab.

Diese Lichtfarben gibt es

Die Lichtfarbe von LED-Leuchtmitteln wird in Kelvin (K) angegeben. Während bei traditionellen Glühbirnen noch keine Unterscheidung der Lichtfarbe nötig war, sieht dies bei LEDs anders aus. Die ersten LEDs waren zu Zeiten der traditionellen Glühbirnen deshalb so unbeliebt, weil sie ein kaltweißes Licht ausströmten und daher meist eher als ungemütlich empfunden wurden. Die modernen LED-Lampen verfügen in der Regel aber über drei Lichtfarben, sodass es mittlerweile keine großen Unterschiede zu den ausrangierten Glühlampen bzgl. ihres Gemütlichkeitsfaktors mehr gibt. Man unterscheidet derzeit zwischen:

Warmweiß: unter 3.300 K – ähnelt der Lichtfarbe traditioneller Glühbirnen (gelblich) und ist deshalb sehr beliebt, um zu Hause stimmungsvolles Licht zu erzeugen – besonders am Abend.

Neutralweiß: 3.300 bis 5.300 K – geht schon eher in Richtung weißes Licht, der Kunstlichtcharakter ist deutlich mehr gegeben, bildet eine gute Mischform zwischen Entspannung am Abend und der Konzentration am Tage.

Tageslichtweiß: über 5.300 K – soll einfallendem Tageslicht ähneln. Ist gerade, wenn es tagsüber draußen nicht so richtig hell werden will, gut, um eine konzentrierte Arbeitsatmosphäre zu schaffen.

Diese Helligkeitsstufen gibt es

Neben der Lichtfarbe, die auf der einen Seite wichtig für die Stimmung ist, gibt es auch noch verschiedene Helligkeitsstufen, je nachdem, wie viel Licht Du brauchst. Sie wird in Lumen angegeben (lm) und korreliert mit der Leistung des Leuchtmittels (W). Dies nennt man auch Lichtausbeute. Die Lichtausbeute hängt im Übrigen nicht mit der Lichttemperatur zusammen. Die gängigsten Leistungsstufen (und damit die Lumenanzahl) sind die folgenden vier:

  • 25 W/230 lm

  • 40 W/430 lm

  • 60 W/730 lm

  • 100 W/1380 lm

Zum Vergleich: Kerzenlicht hat etwa 12 lm.

Dimmbarkeit und Spezialleuchtmittel

Neben den Faktoren der Art, des Sockels, der Lichtfarbe und der Helligkeit gibt es noch die Energieeffizienzklasse, die bei modernen Leuchtmitteln in der Regel relativ gut ausfallen sollte. Eine Energieeffizienzklasse ab A+ aufwärts ist vollkommen in Ordnung.

Wer darüber hinaus noch für besondere Stimmungen im Raum sorgen will, kann mit farbigen LEDs spezielle Effekte erzielen. So können blaue, rote oder grüne Lichter ganz unterschiedliche Gemütszustände hervorrufen. Kopfspiegellampen wiederum besitzen einen silbernen Kopf und lassen das Licht mehr über den unteren Teil des Leuchtmittels nach außen strömen. Ihr 70er-Jahre-Space-Age-Look dürfte ein hervorragender Hingucker sein. Die Dimmbarkeit einer „Glühbirne“ hat wiederum den Vorteil, dass das Licht der Stimmung angepasst werden kann. Dabei sollte allerdings beachtet werden, ob die Lampe über eine Dimmfunktion verfügt.