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Tipps zum Kauf von Schreibtischen

Für alle, die zu Hause arbeiten oder dort andere lästige Papier- und Computertätigkeiten erledigen müssen, steht früher oder später auch der Schreibtischkauf auf dem sprichwörtlichen Tapet. Die Auswahl ist groß und wie vor vermutlich jeder größeren Neuanschaffung sind die Entscheidungsfragen bekanntlich die schwierigsten. Wie gehe ich also beim Kauf des Schreibtisches richtig vor? Hier sind einige Leitlinien, deren Reihenfolge nach Relevanz sortiert sind. Das heißt: Gewichte die Kriterien, die hier weiter oben auftauchen, stärker als die nachfolgenden.

 

Größe. Zweifelsohne haben Architekten andere Maßstäbe, was die Größe der Arbeitsfläche angeht, als jemand, der nur gelegentlich ein paar Formulare ausfüllen muss. Dummerweise gibt es ja noch viel Spielraum zwischen diesen beiden Extremen. Wichtig ist es also, sich genau zu überlegen, wann und wie oft Du am Schreibtisch sitzt. Täglich? Wöchentlich? Oder doch nur einmal im Monat? Verbringe ich allerhöchstens mal eine Stunde daran, oder bin ich im Homeoffice oder freiberuflich tätig? Dies sind Fragen, die gegebenenfalls vorab mittels eines ganz einfachen (nicht ganz so strengen) Tagebuchs überprüft werden können. Über die Zeit der Arbeit hinaus spielt freilich auch die Art der Tätigkeit eine Rolle.

 

Du schneiderst oder schreibst häufig Hausarbeiten, die sehr viel Literatur und Notizen verlangen? Dann ist eine etwas größere Variante, auf der Du Dich so breit machen kannst, wie Du willst, ratsamer, als der kleine 1-x-1-m-Tisch, der unauffällig in einer Ecke verschwindet. Egal, ob Beruf, Alltagspflichten, Uni, Schule oder Hobby: Wenn die Arbeiten am Tisch eine zentrale Rolle in Deinem Leben einnehmen, dann kann dies ruhig auch das Möbelstück tun, an dem sie stattfinden. Wenn Du nur gelegentlich am Tisch sitzt und dort Dinge erledigst, die Du auch auf dem Sofa machen könntest, z. B. nur kurz einen vorgefertigten Musterbrief ans Amt ausdrucken, dann kann es vielleicht auch schon ein kleiner, hübscher Sekretär tun, auf dem der schmale Laptop und ein paar Stifte Platz finden.

Welcher Schreibtisch passt zu mir?

Höhe und Verstellbarkeit. Direkt nach der Größe der Arbeitsfläche folgt die Höhe des Tisches. Die standardmäßige Höhe eines Schreibtisches liegt bei 72 cm. Je nach Körpergröße macht es aber Sinn, von diesem Wert abzuweichen. Bei falscher Sitzhöhe neigt man nämlich schnell zur ungesunden Körperhaltung und nimmt orthopädische Folgeschäden in Kauf. Da die normierte Schreibtischhöhe von 72 cm für eine Körpergröße von 1,75 bis 1,80 m empfohlen wird, sollten Personen, die vorhaben, über einen längeren Zeitraum am Stück am Tisch sitzen und kleiner als 1,75 m oder größer als 1,80 m sind, über die Anschaffung eines höhenverstellbaren Tisches nachdenken. Dieser sollte idealerweise zwischen 62 und 82 cm verstellt werden können. Danach ist es eigentlich ganz einfach zu entscheiden, welche Größe für Dich in Frage kommt. Angefangen bei 1,50 m wird die Körpergröße immer in 5-cm-Schritten gemessen, während die Schreibtischhöhe analog dazu in 2-cm-Schritten erfolgt: Eine Person von 1,50 m Größe sollte an einem Schreibtisch mit 62 cm sitzen, eine Person von 1,55 m an einem Tisch mit 64 cm usw.

 

Stauraum. Wenn Du neben der Arbeit noch viele Extras brauchst, wie etwa Aktenordner oder Zubehör für Dein Hobby, dann empfiehlt es sich, einen Schreibtisch auszuwählen, der ausreichend Stauraum bietet. Ob eine kleine Schublade in der Mitte des Tisches, mehrere an der Seite oder gar ganze Scharniertüren links und rechts, es kommt dabei vor allem auf die Menge und Größe der Utensilien, die zu verstauen sind, an. Für große Aktenordner eignet sich die Schranktürenvariante wahrscheinlich am besten, während Papiere ihren Platz in einer einfachen Schublade finden. Je nachdem, ob Du eher der chaotische oder der aufgeräumte Typ bist, kann ausreichend Stauraum vielleicht sogar sinnvoll sein, um Struktur in Deine Arbeit zu bringen.

 

Material. Das Material spielt sowohl für die Optik als auch für die Handlichkeit eine Rolle. „Handlichkeit?“, fragst Du Dich jetzt. Ja – Handlichkeit, denn ein Schreibtisch will a) in die Wohnung transportiert werden, b) ab und an vielleicht einmal umgestellt und c) bei Umzügen demontiert und wiederaufgebaut werden. Wenn Du also von einem Schreibtisch aus Massivholz im Kolonialstil träumst, dann sei Dir bewusst, dass er zwar ein optischer Hingucker, aber nicht gerade für Vielumzieher prädestiniert ist. Versuche also die perfekte Mischung aus der für Dich ansprechenden Optik, einer langen Haltbarkeit, angemessener Qualität und Handlichkeit zu finden.

 

Wenn Du Dir zum Beispiel sicher bist, dass Du den Tisch nur für das WG-Zimmer zum Studieren brauchst, so tut es auch ein kostengünstiger, fix aufgebauter, lackierter Pressspantisch, der nett aussieht und nach dem Auszug entsorgt, oder im Zimmer gelassen werden kann. Für das eigene Haus kann es dann aber doch der oben genannte, schwere Kolonialstiltisch sein, so oft wirst Du als Eigenheimbesitzer wahrscheinlich nicht umziehen. Für Pragmatiker ist ein Tisch mit leichten Metallfüßen gut geeignet, der zwar ganz ohne Schnörkel auskommt, dafür aber mit einer hohen Praktikabilität punkten kann. Ein Tisch mit Glasplatte ist meist leicht auseinander zu bauen und gefällt vielen modern eingerichteten Menschen. Wer aber Kinder oder Tiere im Haushalt hat, sollte aufgrund der hohen Bruchgefahr lieber auf ein anderes Material ausweichen.