Nagerkäfige (2.504 Produkte | 2.504 Varianten | 3.761 Angebote)

Wie groß muss der Käfig für meinen Nager sein?

Nagetiere, die als Haustiere gehalten werden, gibt es viele: Kaninchen, Meerschweinchen, Ratten, Chinchillas, Hamster, verschiedene Mausarten und noch so viele mehr. Natürlich hat jedes der Tiere allein schon aufgrund der unterschiedlichen Körpergrößen ganz andere Ansprüche an seine Behausung. Was bei der Auswahl des neuen Käfigs die oberste Priorität hat, sind vor allem seine Maße. Je nach Tierart wird die ideale Größe gerne als Fläche oder als Volumen angegeben.

Das liegt daran, dass einige Nager gerne viel Zeit am Boden verbringen und deshalb eine große Fläche benötigen, und einige von ihnen einiges an Ausstattung brauchen, was wiederum auch einiges an Höhe beansprucht. Dazu zählt etwa die Höhe des Einstreus sowie Kletter- und Rückzugsmöglichkeiten. Wir listen Dir hier einmal die gängigsten Nagerarten mit der jeweiligen Mindestgröße (Fläche und/oder Volumen) des Käfigs auf. Beachte außerdem, dass für manche Tiere nicht nur ein klassischer Käfig mit Gitterstäben, sondern auch ein Aquarium, ein Terrarium oder eine Vogelvoliere in Frage kommen können.

Diesen Käfig brauchst Du für Dein Nagetier

Meerschweinchen: Für Meerschweinchen findet man verschiedene Empfehlungen. An manchen Stellen wird eine Fläche von 120 x 60 cm, und gerne größer, für ein Meerschweinchen empfohlen, bei mehreren Meerschweinchen wird dagegen zu 1 m²  pro Tier geraten. An anderen Stellen wiederum heißt es, eine Bodenfläche von 3 m³ solle unabhängig von der Meerschweinchenanzahl nicht unterschritten werden – denn nur dann sei eine artgerechte Haltung möglich.

Kaninchen: Bei Kaninchen verhält es sich schon eindeutiger: mindestens 3 m² pro Kaninchen sollte die Behausung aufweisen – das macht für ein Kaninchenpaar eine Grundfläche von 6 m². Bei Kaninchen ist eine so große Fläche vor allem deshalb wichtig, weil sie sich gerne den ganzen Tag springend bzw. hoppelnd fortbewegen. Haben Sie diesen Platz nicht, können sie kaum einen Sprung machen. Daher ist täglicher Auslauf übrigens auch Pflicht.

Ratten: Bei Ratten wird nicht nur die Fläche, sondern auch die Höhe mit berücksichtig, sodass das Käfigmaß oft in Volumen angegeben wird: Demnach sollten es mindestens 200 l für Kleingruppen (zwei Tiere), 400 l für mittelgroße Gruppen (drei bis vier Tiere) und 600 l für große Gruppen (fünf bis acht Tiere) sein. Dennoch sollte eine Grundfläche von 1,5 m² als Mindestanspruch gelten.

Hamster: Hamster sind zwar klein und werden meistens einzeln gehalten, doch darf das nicht über ihren Lebensraum hinwegtäuschen. Weil ein Hamster außer seinen vier Wänden auch noch mindestens ein Häuschen, ein Laufrad sowie viele Klettermöglichkeiten braucht, ist eine Grundfläche ab 1 m²  eine dringende Empfehlung. Die Höhe sollte ab 60 cm losgehen. Nur so kann den kleinen nachtaktiven Nagern eine Behausung mit allem, was sie brauchen, geschaffen werden. Dazu gehört z. B. auch eine entsprechende Einstreuhöhe.

Chinchilla: Bei Chinchillas zählt sowohl die Bodenfläche als auch die Höhe. Die Fläche liegt für ein Paar optimalerweise bei 5 und sollte 2 m² nicht unterschreiten – die ideale Höhe geht bei 1,5 m los. Es sollten gerade bei hohen Gehegen dennoch immer Zwischenebenen installieret werden. Hier gilt die Faustregel, dass die Tiere nicht mehr als 30 cm springen sollten und vor allem nicht Gefahr laufen sollten, mehr als 60 cm tief fallen zu können.

Degus: Für jeden Degu solltest Du mindestens 1 m², besser mehr, berechnen. So ist ein Gehege mit einer Grundfläche von 2 m² und einer Höhe von 1,8 m für zwei Degus bereits ausreichend. Auch Vogelvolieren mit einer Größe von mindestens 100 cm x 60 cm x 140 cm (L x B x H) können für Deine Degus in Frage kommen. Sie werden für zwei bis vier Tiere empfohlen. Wie immer gilt auch hier: je größer der Käfig, desto besser.

Mäuse: Mäuse sind genau wie Hamster zwar recht klein, doch brauchen auch sie ausreichend Platz. Die meisten Menschen, die sich „gewöhnliche“ Mäuse halten, haben sogenannte Farbmäuse zu Hause, und davon in der Regel nicht nur eine oder gar ein Paar, sondern gleich eine größere Gruppe. Für eine ordentliche, artgerechte Behausung einer Gruppe von bis zu zehn Tieren solltest Du die Mindestmaße von 120 cm x 60 cm x  80 cm (L x B x H) einhalten. Hier werden auch gerne Aquarien (natürlich ohne verschlossenen Deckel) genutzt, weil die Gitterabstände gewöhnlicher Nagerkäfige häufig zu groß für die kleinen Tiere sind, und sie sich so leicht verletzten oder aus dem Käfig entweichen können.

Rennmäuse: Für Rennmäuse gilt ähnliches wie für Farbmäuse. Sie sind zwar etwas größer als ihre Artverwandten, werden aber dafür auch in kleineren Gruppen gehalten. So ist ein Gehe mit denselben Mindesmaßen von 120 cm x 60 cm x 80 cm (L x B x H) oder mit einem Volumen von mindestens 0,4 m³ für zwei bis drei Tiere empfehlenswert. Die Bodenfläche sollte aber nicht geringer als 0,5 m² ausfallen. Auch hier sind Aquarien eine gute Möglichkeit anstelle eines klassischen Gitterkäfigs. Dieses kann ab einer Größe von 100 cm x 50 cm x 50 cm (L x B x H) eingesetzt werden. Falls Du doch einen Käfig mit Gitterstäben kaufst, achte darauf, dass der Abstand der Stäbe unter 0,8 cm liegt.