Kuscheltiere (52.207 Produkte | 52.465 Varianten)

Welches Kuscheltier ist für mein Kind das beste? 

Worauf Du schon vor dem Kauf des neuen Kuscheltieres für Dein Kind achten solltest, haben wir hier zusammengefasst. Oberste Priorität hat natürlich immer die Gesundheit der Kleinen. Demnach müssen auch die Kaufkriterien auf potenzielle Gesundheitsrisiken hin abgewägt werden. Dies betrifft etwa die folgenden Punkte:

  • Füllung
  • Farbechtheit
  • Geruch
  • Material
  • Verarbeitung
  • Hinweis auf Waschbarkeit
  • Altersgerechtigkeit 

So findest Du heraus, ob das Kuscheltier kindgerecht ist

Die Füllung. Bei Kuscheltieren gibt es viele Materialien, die für ihre Füllung in Frage kommen: Synthetikwatte, Stopfwatte, Holzwolle, Schaumgummi sowie Granulat aus Kunststoff, Edelstahl oder Mineralien. Als Faustregel kannst Du Dir vorab schon einmal merken, dass sich etwa der Torso des Tieres immer einfach zusammendrücken lassen muss, so sieht es auch die Europäische DIN-Norm EN 7 für Sicherheit von Spielzeug vor. 

  • Die wohl am häufigsten verwendete Ressource ist Synthetikwatte, da sie den wohl günstigsten Rohstoff darstellt. Zudem ist sie aller Regel nach waschbar – eine gute Kombination für ein gewöhnliches Kuscheltier also.
  • Stopfwatte wird meist bei selbst hergestellten Plüschtieren eingesetzt – schade, denn sie kann nicht gewaschen werden und verleiht den Tierchen leider nicht die gewünschte Festigkeit.
  • Holzwolle ist eher ungeeignet für Kuscheltiere für Kinder, denn sie ist eher sehr steif. Deshalb werden Sammelstücke oft damit gefüllt. Gerade, wenn mal etwas kaputt geht, ist es außerdem nicht so einfach, das Loch wieder zu stopfen.
  • Schaumgummi sollte tunlichst vermieden werden, wenn es um den Kontakt mit Kindern geht: Er kann Giftstoffe enthalten und das äußere Material zersetzen. Glücklicherweise wird der synthetische Stoff heute nicht mehr verwendet –  Aber: Vintage- und Flohmarktliebhaber aufgepasst: Achte besonders bei Gebrauchtkäufen darauf, ob das Tier evtl. aus den 1970er-Jahren stammen könnte, denn hier wurde das Material oft genutzt.
  • Granulatfüllungen sind meist eine Sache der besonderen Haptik. Ob sie waschbar sind, solltest Du dem Etikett entnehmen können, denn dies trifft nicht auf alle zu. Sie müssen laut laut der europäischen DIN-Norm EN 7 für Sicherheit von Spielzeug allerdings so verarbeitet sein, dass nichts von dem Granulat nach außen dringen kann. Besonders für Kinder unter sechs Jahren solltest Du vorsorglich besser keine Kuscheltiere mit Granulatfüllung kaufen. 

Farbechtheit und Geruch. Diese beiden Aspekte werden deshalb in einem Atemzug genannt, da sie oftmals miteinander einhergehen. Wenn das Plüschtier einen unangenehmen Geruch ausstrahlt, ist das oftmals schon kein gutes Zeichen dafür, dass es wenige Schadstoffe enthält. Wenn Du dann noch bei einem Handwäschetest feststellen solltest, dass es Farbe verliert, solltest Du es besser entsorgen bzw. es, wenn möglich, zurückschicken. 

Material. Auch hier gibt es äußerst strenge Richtlinien, die von der genannten europäischen DIN-Norm festgelegt wurden. Demnach dürfen Kuscheltiere niemals aus Velour oder Pelzimitaten (Stoffe mit haarartiger Oberfläche) bestehen, weil diese hochentzündlich sind. Auch andere leicht entzündliche Materialien sind logischerweise nicht gestattet. Bei sogenannten „monofilen Fasern“ solltest Du zudem vorsichtig sein. Man erkennt sie an ihrer drahtartigen Beschaffenheit, ähnlich wie Angelschnüre. Hier schreiben die Richtlinien vor, dass der Einsatz solcher Fasern mit dem Hinweis „Vorsicht! Wegen langer Haare nicht für Kinder unter 10 Monaten geeignet.“ gekennzeichnet sein muss. Beim Material gilt ansonsten dasselbe wie für die Farbechtheit: Der Geruch verrät Dir in der Regel, ob es sich um ein vertrauenswürdiges Produkt handelt. Bei vorliegenden Allergien solltest Du zudem Hinweise auf dem Etikett beachten und ggf. noch einmal recherchieren, welche Materialien speziell in deinem Fall nicht in Frage kommen – denn inzwischen gibt es auch spezielle Kuscheltiere für Allergiker.  

Verarbeitung. Bei der Verarbeitung von Kuscheltieren spielen vor allem die Reißfestigkeit und die Nähte eine Rolle. Erstere entspricht erneut gewissen Richtlinien, die eine besagt, dass etwa angenähte Teile wie etwa Arme und Beine einer Zugkraft von 9 kg standhalten müssen, während bei kleineren Teilen eine Kraft von 5 kg ausreicht. Demgemäß müssen natürlich auch die Nähte beschaffen sein. Überprüfe also vor bzw. direkt nach dem Kauf, ob Du lose Nähte erkennen kannst und ziehe testhalber vorsichtig an Armen, Ohren, Beinen und anderen zusätzlich angebrachten Einzelteilen. Du solltest nichtsdestotrotz nicht zu grob dabei vorgehen, schließlich ist eine mutwillige Zerstörung nicht das Ziel. Wenn aber bereits bei Neuware lose Fäden zu erkennen sind, handelt es sich nicht um ein adäquates Kinderspielzeug.

Der Hinweis auf Waschbarkeit darf auf keinen Fall fehlen. Wenn das Kuscheltier nicht waschbar ist, ist es auch nicht für Kinder geeignet. Jeder weiß – oder kann es sich zumindest ausmalen – wie Kinder mit Kuscheltieren umgehen und womit sie in Berührung kommen können und vor allem: Wie stark die Verschmutzung und Keimvermehrung sich bei heißgeliebten Kuscheltieren, gerade in den allerersten Lebensjahren, gestaltet. Wenn Du Dir über die Waschbarkeit also nicht sicher bist, lass lieber die Finger davon. 

Altersgerechtigkeit. Speziell für Kinder unter drei Jahren gilt, dass das Kuscheltier von der Form her einfach gestaltet und möglichst weich sein sollte. Wenn das Etikett nicht über eine Altersempfehlung verfügt, solltest Du selbst überprüfen, ob es aufgenähte Details hat, die abfallen könnten und evtl. verschluckt werden können. Auch auf aufgeklebte Kunststoffaugen, Schnurrhaare, Schleifchen, Knöpfe und sämtliche Hartplastikteile etc. sollte bis zu einem Alter von drei Jahren verzichtet werden. Zu hoch ist das Risiko, dass Kleinkinder etwas davon abbeißen- oder reißen könnten. Eine Dezibelobergrenze für Spieluhren oder ähnliches ist im Übrigen ebenfalls in der DIN EN 7 festgelegt – sie liegt bei 80 dB.

Als Faustregel für den Plüschtierkauf für Kinder kannst Du Dir merken: Keine Billigware direkt aus Asien ohne CE-Kennzeichnung bestellen. Die CE-Kennzeichnung garantiert eine Herstellung nach Europäischer DIN-Norm DIN EN 7 und ein vertrauenswürdiges Produkt.