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Sicher und präzise arbeiten mit den richtigen Messgeräten

Bei der Arbeit mit Elektroinstallationen, die Netzspannung führen oder mit solcher betrieben werden, ist oberste Sicherheit geboten. Doch es gibt zahlreiche Geräte für die Hauselektrik, die Dir Dein Handwerk erleichtern. Mit den richtigen Hilfsmitteln kannst Du zum Beispiel die Stromspannung und -stärke messen sowie elektrische Verbindungen überprüfen. Im Folgenden erfährst Du alles, was Du zu den verschiedenen Messgeräten wissen musst.

Gefahrenquellen aufspüren mit dem Leitungssucher

Jeder kennt das Problem: Du willst Dein Zimmer mit einem schicken Bild für die Wand verschönern, bist Dir aber nicht sicher, ob an gewünschter Stelle Löcher gebohrt werden dürfen, denn Du weißt nie, was sich hinter dem Gemäuer verbergen könnte. Führende Leitungen oder Kabel sowie Wasser-, Gasleitungen und Heizungsrohre könnten hier zum Problem werden. Bohrst Du diese an, kann es im schlimmsten Fall zu einem Stromschlag oder Wasserschaden führen. Sichere Dich deshalb vor dem Bohren der Löcher mithilfe eines Leitungssuchers ab. Das ist ein Messgerät aus Kunststoff mit seitlichem Haltegriff. Am oberen Ende ist ein Sensor angebracht, der dann anhand eines elektrischen oder magnetischen Feldes etwaige Leitungen erkennen kann. Nicht-Metalle werden beispielsweise über die Erzeugung eines elektrischen Feldes aufgespürt, während Metalle über ein magnetisches Feld ausgemacht werden können. Spannungsführende Leitungen werden hingegen anhand einer elektro-magnetischen Induktion lokalisiert. Die modernen, hochwertigen Geräte kombinieren alle drei Funktionen, andere Modelle können wiederum nur eines der Materialien auffinden, je nachdem, auf was sie spezialisiert sind. Damit der Leitungssucher zuverlässig funktioniert, ist vor jeder Anwendung eine entsprechende Kalibrierung notwendig. Dabei wird das Gerät an die spezifischen Eigenschaften des Gemäuers adaptiert. Bei den meisten moderneren Geräten stellt sich der Leitungssucher bereits nach dem Einschalten automatisch auf die Gegebenheiten ein. Manchmal musst Du die richtigen Einstellungen allerdings auch manuell vornehmen. Anschließend bewegst Du das Gerät über die Wand. Bei einem nicht sichtbaren Hindernis wie einer Wasserleitung verändert sich das Feld des Leitungssuchers. Auf dem Display wird Dir dann das Ergebnis angezeigt. Viele Modelle verfügen sogar über einen Signalton, der ertönt, sobald das Messgerät auf eine Leitung oder ein Kabel gestoßen ist.

Der ultimative Allrounder

Die Technik regiert heutzutage die Welt. Funktioniert in unserem Haushalt ein elektronisches Gerät einmal nicht so wie es soll, sind wir schnell aufgeschmissen. Das muss allerdings nicht immer gleich an einem kaputten Gerät liegen. Manchmal kann auch die Stromversorgung als Ursache ausgemacht werden. Um den tatsächlichen Problemherd auszumachen, geht Dir der Multimesser zur Hand. Das Multifunktionsgerät kann folgende elektrische Größen ermessen:

  • elektrische Spannung: Elektrischer Strom entsteht durch die ungleiche Verteilung der Elektronen auf zwei Pole, auch Spannungsquellen genannt. Während an einem Pol ein Elektronenüberschuss herrscht, herrscht am anderen Pol ein Mangel an Elektronen. Der Unterschied zwischen Überschuss und Mangel wird als Spannung bezeichnet. Je größer diese Spannung ist, desto stärker der Antrieb des elektrischen Stroms.

  • Strom: Er entsteht erst durch die Verbindung der beiden Spannungsquellen. Zwischen den beiden Polen fließt dann Strom, um das Ungleichgewicht zu kompensieren.

  • Widerstand: Über die Messung des Widerstands durch erzeugte Gleichspannung kann der Multimesser Schalter und Leitungen überprüfen.

  • Kapazität: Über die Messung der Kapazität durch erzeugte Wechselspannung kann der Multimesser die gespeicherte elektrische Ladung eines Kondensators überprüfen.

  • Dioden: Bei der Diodentestfunktion prüft der Multimesser die PN-Übergänge der Dioden, also ob der Halbleiter den Strom in die eine Richtung passieren lässt und in der anderen richtig versperrt.

  • Frequenz: Bei der Frequenzmessung ermittelt das Messgerät, wie oft ein Signal pro Sekunde um einen Mittelwert schwingt. Wichtig dabei ist, dass immer ein positiver und ein negativer Wert eine Schwingung ergeben.

Der Messvorgang erfolgt schnell und unkompliziert. Über Messleitungen wird der Multimesser mit dem Messobjekt verbunden. An einem Drehschalter kannst Du den gewünschten Messbereich wählen. Das Ergebnis wird Dir schließlich auf dem digitalen Display angezeigt.

Hier liegt Spannung in der Luft

Beim Renovieren ist es oftmals unvermeidbar, Lampen und Steckdosen zu demontieren. Doch sichere Dich vor dem Lösen der Klemmverbindungen auf alle Fälle ab, dass die Leitungen und Anschlüsse keine Spannung mehr tragen. Ein Stromschlag könnte hier tödlich enden. Am besten benutzt Du für die Überprüfung einen Duspol. Der zwei-polige Spannungsprüfer wird an den Stromkreis angelegt, zum Beispiel an die Kontakte einer Steckdose. Springt die Kontrolllampe des Messgerätes an, führt der Anschluss noch Spannung.

Ein Oszilloskop für die graphische Darstellung der Messergebnisse

Ebenso wie der Multimesser und der Duspol kann das Oszilloskop die elektrische Spannung messen. Im Gegensatz zu den anderen beiden Messgeräten stellt das Oszilloskop die Spannung anhand zweidimensionaler Verlaufsparagraphen auf einem Bildschirm dar. Der Vorteil des Oszillators gegenüber dem Multimesser ist, dass dieser alle Spannungsformen erkennen und exakt bemessen kann. Der Multimesser ist jedoch nur auf sinusförmige Wechselspannungen geeicht.

Der schnelle Verbindungs-Check

Willst Du die Funktionstüchtigkeit von Kabeln überprüfen oder einen möglichen Kurzschluss ausmachen, ist ein Verbindungsprüfer das passende Gerät für Dich. Besteht zwischen den Kontakten nämlich eine elektrische Verbindung, signalisiert das Messgerät dies mit einem Piepton.