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So baust Du Deine eigene Terrasse

Egal wie groß Dein Garten ist, um ihn optimal zu nutzen, bietet sich eine Terrasse an. Darauf kannst Du Dir mit Deinen Gartenmöbeln eine bequeme Sitzecke einrichten und so Dein Wohnzimmer nach Draußen verlagern. Eine Terrasse selbst anzulegen ist übrigens gar nicht so schwer. Du musst nur den Boden ebnen, eine Unterkonstruktion anfertigen und schon kannst Du die Terrassendielen Deiner Wahl verlegen. Was Du beim Verlegen Deiner Terrasse alles brauchst und beachten solltest, erfährst Du in folgender Übersicht.

Terrassendielen aus Holz und Stein

Zunächst muss Deine Terrasse natürlich optisch etwas hermachen, aber sie sollte auch stabil und möglichst langlebig sein. Dafür sind die richtigen Dielen entscheidend. Für einen natürlichen Look bietet sich immer Holz an. Dabei bist Du keineswegs an langweiliges Braun gefesselt. Weichhölzer wie die nordische Fichte tragen zwar weniger Last, sind dafür aber vergleichsweise günstig und sehr hell, was für eine lockere Atmosphäre im Garten sorgt. Unsere heimische Eiche ist eines der vielseitigsten Hölzer, Du bekommst sie in ganz hell, in braun-rötlich oder als Mooreiche in tiefschwarz. Eiche kann außerdem ganz einfach eingefärbt werden, sodass sich noch viele weitere Gestaltungsmöglichkeiten ergeben. Wie exotisches Teak ist Eiche zwar deutlich teurer als Weichhölzer, kann sich dafür bei richtiger Pflege aber auch über Jahrzehnte hinweg halten. Auch Stein- und Betonterrassen bekommst Du in allen Farben und gerade Naturstein fügt sich mit seinen Schattierungen und Maserungen wunderbar natürlich an den Rasen an. Farblich empfehlen sich Granit und Marmor für helle Platten, Pflastersteine und Sandstein für rote Platten und Naturstein oder Beton für eine dunkle Terrasse. Logischerweise trägt eine Terrasse aus Stein mehr als eine aus Holz, dafür kann sie aber auch teurer werden. Unabhängig vom Material solltest Du beim Kauf generell darauf achten, dass die Terrassendielen witterungs- und vor allem frostfest sind, damit sie nicht bereits nach dem ersten Winter kaputt gehen. Genauso wichtig: sie müssen rutschhemmend sein – bei Regen darf die Terrasse nicht so glatt werden, dass Du darauf ausrutschen und stürzen kannst. Was Holz- und Steinterrassen nun im Genauen unterscheidet, erfährst Du hier:

Holzterrassen

  • bleiben angenehm warm bei Sonneneinstrahlung – keine Verbrennungsgefahr

  • angenehme Oberfläche zum barfuß laufen

  • warme und natürliche Optik

  • ohne ausreichende Belüftung kommt es zur Schimmelbildung, Moos oder Grünspan

  • Jährliche Holzpflege mit Öl

  • Holz arbeitet – durch Hitze, Kälte und Wasser quillt es auf oder zieht sich zusammen

  • Kurzlebiger als Stein/Beton

  • Bei hoher Trockenheit können sich Holzsplitter lösen – Verletzungsgefahr

  • Mehr Dreck und Nadeln sammeln sich in den Zwischenräumen

Stein- und Betonterrassen

  • hohe Langlebigkeit

  • leichtere Pflege (z. B. mit einem Hochdruckreiniger)

  • achte auf rutschhemmende Steine (z. B. leicht angeraut), bei Regen kann eine glatte Steinterrasse sehr rutschig werden

  • Beton kann sich durch UV-Strahlung mit der Zeit verfärben

  • Stein/Beton wird in der Sonne sehr heiß – kein barfuß laufen

Abstandhalter für Terrassendielen

Beim Verlegen von Holzterrassendielen gibt es einiges zu beachten. So dürfen die Dielen zum Beispiel auf keinen Fall direkt auf die Erde gelegt werden, da sie sonst die Feuchtigkeit aus dem Boden aufnehmen und mit der Zeit faulen. Deshalb musst Du eine Unterkonstruktion bauen, die für eine gute Belüftung unter der Terrasse sorgt. Außerdem musst Du die Dielen leicht versetzt voneinander legen, sodass zwischen jeder Diele ein kleiner Spalt entsteht. Auch auf der Unterkonstruktion sollte das Holz nicht direkt aufliegen. Das dient der Belüftung, lässt das Regenwasser ablaufen und gibt dem Holz genügend Platz zum arbeiten, ohne dass sich zwei Dielen aneinander hoch drücken und für Unebenheiten sorgen. Damit der Spalt zwischen den Dielen überall gleich groß wird und die Bretter nicht auf der Unterkonstruktion aufliegen, gibt es Abstandhalter aus witterungsresistentem Plastik. Die zwei Zangen-ähnlichen Öffnungen links und rechts liegen auf der Unterkonstruktion und tragen die Dielen. Ein Bolzen in der Mitte sorgt für den richtigen Abstand zwischen zwei Dielen. Das erspart Dir lästiges Abmessen und sorgt für ein gleichmäßiges Verlegen.

Terrassenfugenband für eine ebene Oberfläche

Wenn Du keine Spalten zwischen den Holzdielen haben möchtest, kannst Du zum Terrassenfugenband greifen. Das Band aus speziellem Gummi ist üblicherweise gegen alle Witterungen, Nässe und Terrassenöl beständig und füllt die Fugen, sodass eine ebene Oberfläche entsteht, durch die nichts hindurch fallen kann. Du bekommst es in verschiedenen Farben und kannst es ganz einfach nach dem Verlegen zwischen die Dielen drücken. Einziger Nachteil dabei ist, dass sich so Regenwasser auf der Terrasse staut, da es durch das Fugenband nicht zwischen den Dielen ablaufen kann. Auch die Belüftung wird so stark eingeschränkt. Verlege Fugenband also am besten nur bei einer überdachten Terrasse oder baue Deine Terrasse mit genügend Neigung, damit das Wasser abfließen kann. Lasse an den äußeren Seiten der Terrasse außerdem möglichst einen Spalt zum Boden offen, sodass für ausreichend Belüftung gesorgt ist.

So reinigst Du Deine Terrasse

Terrassen aus Stein und Beton sind für gewöhnlich am einfachsten mit einem Hochdruckreiniger zu säubern. Der beseitigt nicht nur Schmutz und Unkraut zwischen den Fugen, sondern entfernt auch mit der Zeit auftretende Verfärbungen. Holz solltest Du auf keinen Fall mit viel Wasserdruck reinigen, denn das würde die Holzfasern nur zerstören und splittern lassen. Manche Hochdruckreiniger verfügen über eine weiche Rundbürste, über die sanft Wasser oder Holzpflegemittel abgegeben werden kann. Ansonsten solltest Du das Holz mindestens einmal jährlich mit Öl behandeln, damit es an Farbe wiedergewinnt und witterungsbeständig bleibt.