Stative (4.999 Produkte | 5.114 Varianten | 6.794 Angebote)

Stative – Qualität hat seinen Preis

Wie eine Kamera und ein Objektiv gehört auch ein Stativ für viele Fotografen zur festen Ausrüstung. Besonders bei Landschaftsfotografen ist ein Stativ beliebt, da es scharfe Bilder ohne Verwacklungen, kunstvolle Langzeitbelichtungen und interessante Zeitrafferaufnahmen ermöglicht. Es stellt sich jedoch die Frage, worauf beim Kauf zu achten ist, da Stative nur einen simplen Zweck erfüllen müssen: Eine Kamera zu halten. Diese Aufgabe ist allerdings anspruchsvoller als zunächst angenommen. Denn ein Stativ darf unter keinen Umständen Bewegungen an die Kamera weitergeben, da sonst das Bild verwackelt und damit unbrauchbar wird. Vor dem Kauf sollte deswegen immer durch Test- und Erfahrungsberichte überprüft werden, ob das Stativ diese grundlegenden Anforderung erfüllt.

Ausstattung

Stative sind mit verschiedenen Ausstattungsmerkmalen zu erwerben. Manche dieser Ausstattungen sind ein Indiz für ein höherwertiges Stativ, wohingegen manch andere Ausstattungen nur für bestimmte Einsatzzwecke notwendig sind.

Sehr wichtig ist eine Friktionseinstellung am Stativkopf. Mit dieser kann man die Reibung am Stativkopf verstellen, sodass Bewegungen des Stativkopfes schwer- bzw. leichtgängiger gemacht werden können. Diese ist notwendig, um das Stativ z. B. auf verschiedene Kameras anzupassen, die ein unterschiedliches Gewicht haben. Außerdem ist es sinnvoll, um einen besonders festen Sitz der Kamera zu garantieren, aber gleichzeitig die Möglichkeit zu haben, die Kamera leichtgängig neu auszurichten oder auch dynamisch für Kameraschwenks zu verwenden.

Um eine Verstellbarkeit des Stativkopfes zu ermöglichen gibt es zwei unterschiedliche Konstruktionen: Den Kugelkopf und den 3-Wege Neiger. Beide haben unterschiedliche Vor- und Nachteile. Der Kugelkopf eignet sich besonders für Personen, die mit ihrer Kamera auch Videos aufnehmen wollen, da der Kugelkopf besonders gleichmäßige Bewegungen ermöglicht. Außerdem ist der Kugelkopf sehr kompakt und eignet sich damit sehr gut für Reisen. Der 3-Wege Neiger hat hingegen den Vorteil, dass ein Bildausschnitt besser eingestellt werden kann, da die 3-Achsen unabhängig voneinander bewegt werden können. Zusätzlich kann der Neiger besser fixiert werden, sodass eine unbeabsichtigte Veränderung des Bildausschnitts unwahrscheinlicher ist. Welche der beiden Technologien besser ist, lässt sich daher pauschal nicht beantworten. Wenn Du Dich nicht zwischen beiden Typen entscheiden können solltest, besteht auch die Möglichkeit ein Stativ zu kaufen, bei dem sich der Stativkopf wechseln lässt.

Die meisten modernen Kameras haben zwar eine integrierte Wasserwaage, um bestimmen zu können, ob der Bildausschnitt richtig ausgerichtet ist, jedoch besitzen diese Funktion nicht alle Kameras. Vor allem bei günstigeren Kameras fehlt sie häufig. Um trotzdem den Bildausschnitt überprüfen zu können, bietet es sich an, ein Stativ mit integrierter Wasserwaage zu kaufen. Die allermeisten Stative haben glücklicherweise eine solche Funktion. Achte also beim Kauf darauf, wenn Deine Kamera keine eingebaute Wasserwaage besitzt.

Ein Stativ sollte idealerweise für den Transport sehr leicht sein, allerdings auch eine hohe Stabilität aufweisen. Ein hohes Gewicht ist zwar grundsätzlich nicht nötig, um für einen stabilen Stand zu sorgen, kann jedoch vor allem bei viel Wind von Vorteil sein. Um also die Möglichkeit zu haben, das Stativ schwerer zu machen, besitzen viele Stative einen Haken, an dem ein Sandsack oder auch einfach der eigene Rucksack befestigt werden kann. Wenn Du Dein Stativ häufig auf Reisen mitnimmst, kann eine solche Funktion Gold wert sein.

Auch sehr sinnvoll auf Reisen sind Spikes an den Füßen des Stativs, die ein Wegrutschen des Statives verhindern sollen, wenn kein harter Boden vorhanden ist. Solche Spikes sind immer abnehmbar, um auch ein Aufstellen des Stativs auf festem Boden zu ermöglichen. Deswegen können Spikes häufig nachgekauft werden, sollten sie nicht mitgeliefert sein.

Material

Das im Stativ verwendetet Material ist von hoher Bedeutung, da es eine große Rolle bei der Stabilität spielt. Es werden nahezu ausschließlich nur zwei Materialien verwendet – Carbon und Aluminium. Carbon ist kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff und bietet optimale Eigenschaften als Material in einem Stativ. Es ist leicht, sehr robust und leitet Schwingungen schlecht weiter. Dafür ist es allerdings verhältnismäßig teuer in der Herstellung und wird deswegen häufig nur in Stativen der gehobenen Preisklasse verwendet. Eine gute Alternative zu Carbon ist Aluminium. Es hat ein ähnliches Gewicht, ist jedoch weniger robust und anfälliger für Schwingungen. Deswegen wird bei Aluminiumstativen meist mehr Material verwendet, um die schlechteren Eigenschaften auszugleichen und ist somit schwerer als ein vergleichbares Carbonstativ.

Welches Stativ benötige ich?

Ein Stativ ermöglicht viele tolle Einsätze wie z. B. Langzeitbelichtungen oder Zeitrafferaufnahmen, aber die Verwendung eines Stativs führt auch zu grundsätzlich schärferen Bildern, da eine Verwacklung durch Freihandaufnahmen auch bei kurzen Belichtungszeiten die Bildqualität leicht verschlechtert. Deshalb ist der Kauf eines Stativs auch eine gute Idee, wenn Du nur die Bildqualität Deiner Fotos verbessern möchtest. Besonders wenn Du gerne Landschaften fotografierst, wird sich das Stativ bezahlt machen. Gute Stative gibt es bereits ab 80 €. Bei diesem Preis darf allerdings noch nicht mit einem Stativ gerechnet werden, welches alle Ausstattungsmerkmale besitzt oder besonders klein und leicht für Reisen gebaut ist. Stative auf diesem Preisniveau sind zudem meist aus Aluminium gefertigt. Wenn Du mit dieser Einschränkung leben kannst, ist ein solches Stativ eine gute Wahl. Du solltest allerdings vorher überprüfen, ob die Qualität des Stativs wirklich gut ist, um verwackelte Aufnahmen ausschließen zu können. Wenn Du ein besonders leichtes und kleines Stativ suchst, welches unter Umständen sogar über Funktionen wie einen austauschbaren Stativkopf oder optionale Spike-Füße verfügt, musst Du bereit sein, über 200€ für das Stativ auszugeben. Für den Fall, dass Dir auch günstige Stative zu teuer sein sollten oder Du ungern ständig ein Stativ mit Dir herumtragen möchtest, Du aber gerne Langzeitaufnahmen oder Zeitrafferaufnahmen kreieren willst, gibt es auch Alternativen. Sogenannte Bohnensäcke sind dafür gemacht, um eine Kamera darauf zu legen. Durch ihre Verformbarkeit kannst Du so für eine stabile Unterlage sorgen. Es ist damit zwar schwieriger aus ungewöhnlichen Orten und Aufnahmewinkeln Fotos zu schießen, jedoch sparst Du einiges an Geld und Du kannst leichter packen. Bohnensäcke gibt es bereits für weniger als 30 €.