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Gartenzäune - Vom Bohlenzaun bis zum Zierzaun

Der Garten ist die persönliche Oase, die man in der Regel nicht mit Fremden teilen möchte. Um das eigene Grundstück als solches zu markieren und vom umliegenden Land abzugrenzen, gibt es Zäune. Doch welcher Zaun ist der richtige für den eigenen Garten? Die Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, hängt sie doch von mehreren Faktoren ab. Diese wollen wir hier grob einmal benennen und erklären.

Welchem Zweck dient der Zaun?

Bevor Du Dich an das Eingrenzen, also das Einfrieden Deines Grundstücks machst, solltest Du Dir darüber im Klaren sein, welchen genauen Zweck der Zaun erfüllen soll. Eine kleine Abgrenzung zum Nachbargrundstück stellt andere Anforderungen als ein Zaun, dessen Fokus auf Sicht- oder Lärmschutz liegt. Auch Multifunktionalität ist eine Option: So kann eine Hecke den Garten verschönern und gleichzeitig ein Sichtschutz sein, eine Betonwand befugten den Eintritt verwehren und vor Lärm schützen und ein Maschendrahtzaun gleichzeitig als Abtrennung und Rankenwachsunterstützung fungieren.

Welche Zaunarten gibt es?

Anhand des Zweckes, den der Zaun erfüllen soll, lassen sich schon einige Zauntypen ausschließen. Doch welche sind die gängigsten Modelle und was zeichnet sie aus? Hier ein kleiner Überblick:

Latten- / Bretterzaun. Eine der einfachsten Varianten eines Gartenzauns ist der Latten- bzw. Bretterzaun. Hier werden die Zaunpfosten mit zwei bis drei Querlatten verbunden, an die dann im gleichmäßigen Abstand Latten aus Holz oder Kunststoff angebracht werden. Viele Zaunarten orientieren sich am Aufbau des traditionellen Latten- bzw. Bretterzauns.

Bohlenzaun. Der Bohlenzaun zählt zu den Latten- bzw. Bretterzäunen. Die Besonderheit beim Bohlenzaun besteht aber darin, dass die Latten im Wechsel vor und hinter den Querverbindungen des Zauns angebracht sind. So wird der Zaun blickdicht und eignet sich daher gut als Sichtschutz.

Staketenzaun. Auch der Staketenzaun ist eine Variante des Latten- bzw. Bretterzauns. Hier besteht die Querverbindung jedoch aus Draht. Mit diesem Draht werden dünne Äste als senkrechte Zaunlatten (Staketen) miteinander ver- und an die Pfosten gebunden. Da die dünnen Äste je nach Wuchs in ihrer Länge und Breite etwas variieren, wirken Staketenzäune sehr natürlich.

Friesenzaun. Vor allem in Norddeutschland genutzt, woher er seinen Namen hat, wird der Friesenzaun. Er ist ebenfalls eine Variante des Latten- bzw. Bretterzauns und zeichnet sich durch seine geschwungenen Ober- und Unterbögen aus. Es gibt aber auch geradlinige Modelle. Klassischerweise zwar aus Holz, gibt es Friesenzäune auch aus Kunststoff oder Metall.

Jägerzaun. Der Jägerzaun gehört in ganz Deutschland zu den beliebtesten Zaunarten. Er zeichnet sich durch halbrunde Holzlatten aus, die am oberen Ende spitz zulaufen und über Kreuz miteinander verbunden sind. Durch seine traditionell niedrige Höhe eignet er sich nicht als Schutzzaun.

Maschendrahtzaun. Wie sich aus dem Namen bereits erkennen lässt, handelt es sich beim Maschendrahtzaun um einen Zaun, dessen Draht maschenartig ineinander verflochten ist. Verhältnismäßig preiswert kann der Zaun schnell und problemlos allein aufgestellt werden. Im Set bestellt, werden zu der Drahtzaunrolle noch zwei Pfeiler geliefert.

Stabmattenzaun. Zur schlichten Grundstückskennzeichnung, bzw. –abtrennung genügt in der Regel auch ein Stabmattenzaun. Er besteht aus waagerechten und senkrechten Zaunlatten (Stäben), die mit einander verschweißt ein Gitter ergeben. Dieses Gitter, für gewöhnlich aus Metall, ist sehr robust und als einfache Version ebenso wie als doppelte Version erhältlich. Anders als bei der einfachen Variante, sind bei einem Doppelstabmattenzaun statt einer, zwei waagerechte Stahldrähte mit einem senkrechten verschweißt. Zudem werden die Zäune häufig verzinkt, um einer Korrosion entgegenzuwirken.

Gabione. Eine Art Variante oder Weiterführung des Stabmattenzauns sind Gabionen. Hier werden Stabmatten zu einem Gehäuse verschweißt und der Zwischenraum dann mit Material gefüllt. Klassischerweise handelt es sich beim Füllmaterial um Steine. Gabionen haben als Sicht- und Sicherheits- sowie Abfangschutz einen multifunktionellen Charakter.

Lamellenzaun. Ähnlich wie beim Bohlenzaun, dient auch der Lamellenzaun in entsprechender Höhe neben der Einfriedung in erster Linie dem Sicht- und Windschutz. Daher wird er häufig auch als Sichtschutzzaun bezeichnet. Anders als beim Bohlenzaun verlaufen die Latten bzw. Lamellen hier jedoch vertikal. Vornehmlich zwar aus Holz, finden für den Lamellenzaun auch Kunststoff und WPC Anwendung.

Sichtschutzmatte. Bei der Sichtschutzmatte handelt es sich nicht um eine Zaunart, jedoch kann die Matte an einem Zaun (wie beispielsweise einem Maschendraht- oder Stabmattenzaun) befestigt werden und so für Sichtschutz sorgen. Von PVC bis Naturmaterialien wie Schilf oder Weide gibt es Sichtschutzmatten aus den verschiedensten Werkstoffen.

Welche Materialmöglichkeiten habe ich?

Von Holz über Kunststoff bis zu Metall: Für Deinen Gartenzaun gibt es ein umfangreiches Sortiment an Materialien. Entscheidend für die Wahl des Werkstoffes sollten zum einen Deine Ansprüche an den Zaun sein - soll er nur zur Abtrennung oder auch als Sichtschutz dienen? Zum anderen spielen aber auch die Eigenschaften des Materials eine Rolle – wie robust ist es, wie beständig, wie pflegeintensiv? Folgend zählen wir die gängigsten Gartenzaunwerkstoffe samt ihrer Vorzüge auf:

  • Beton oder Stein. In puncto Stabilität und Sichtschutz kaum zu schlagen, sind Beton- oder Steinzäune. Beide Materialien sind nicht nur blickdicht, durch ihre robusten Eigenschaften haben sie zudem einen hohen Sicherheitsfaktor, da sich weder Beton noch Gestein so ohne weiteres durchdringen lässt. Auch sind die Materialien sowohl langlebig als auch pflegeleicht und punkten darüber hinaus mit Lärmschutzeigenschaften.
  • Spielt der Sichtschutz bei der Grundstückabtrennung keine Rolle, so eignet sich ein Glaszaun. Das Material ist pflegeleicht, witterungsbeständig und im Falle von Sicherheitsglas auch strapazierfähig und bruchsicher. Der Glaszaun gibt dem Garten einen modernen Touch und fügt sich gut in die Umgebung ein. Wer das Material, aber die Durchsichtigkeit nicht mag, nimmt alternativ satiniertes Glas. Es ist undurchsichtig, trotzdem aber lichtdurchlässig.
  • Mitunter am häufigsten in Gärten Anwendung findend, ist der Holzzaun. Allein optisch passt das Material hervorragend in den Garten, bzw. in dessen Abtrennung. Friesenzäune sind dabei genauso beliebt wie Lamellenzäune, die bei entsprechender Höhe auch hervorragend als Sichtschutz dienen. Doch egal ob Lärchen-, Fichten- oder Kiefernholz – damit der Anblick lange schön bleibt und das Material nicht ausbleicht, spröde oder porös wird, sollte ein Holzzaun spätestens alle zwei Jahre mit einer Lasur, einer entsprechenden Zaunfarbe oder mit Öl bestrichen werden.
  • Neben Holz oder Stein gibt es noch weitere Naturmaterialien, die sich sehr gut zur Garteneingrenzung eignen. Allen voran Schilfrohr, Weide, Rinde oder Bambus. Sie finden besonders häufig in Form von Sichtschutzmatten Anwendung, lassen sich leicht montieren und sind angenehm in der Pflege.
  • Wesentlich pflegeleichter als ein Holzzaun ist die Kunststoffvariante. Im Inneren aus Metall und außen mit einer Ummantelung aus Kunststoff ausgestattet, ist er sehr stabil und gleichzeitig sowohl wetterbeständig als auch pflegeleicht.
  • Wer umweltfreundlich eingestellt ist, sich aber mit dem Pflegeaufwand von Holz schwer tut, freut sich über WPC-Zäune. Hierbei handelt es sich um einen Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoff (Englisch: Wood Plastic Composite, kurz: WPC). Dieser wird aus Holz (meist Holzfasern oder –mehl) und Kunststoff hergestellt und vereint so die Eigenschaften beider Werkstoffe. WPC-Zäune haben eine ebene, gleichmäßige Oberfläche, einen natürlichen Look, splittern nicht, sind wetterbeständig und vollständig recyclebar. Anders als bei reinen Holzprodukten ist bei WPC-Zäunen zudem kein regelmäßiges Anstreichen nötig.
  • Metall und Draht. Zäune aus Metall und Draht gibt es in den verschiedensten Designs und mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Allesamt sind sie jedoch robust, verhältnismäßig preiswert und leicht in der Instandhaltung. Da beide Werkstoffe mit der Zeit jedoch zu rosten beginnen, gibt es heute viele Varianten, die durch spezielle Ummantelungen, z. B. aus Zink oder Kunststoff, wetterbeständig und so noch langlebiger und pflegeleicht sind. Daneben sind Metall- und Drahtzäune leicht in der Handhabung. So lassen sich beispielsweise Maschendraht- und auch Stabmattenzäune schnell und leicht ohne professionelle Hilfe errichten.

Was sollte ich bei der Planung zum Errichten meines Zaunes beachten?

Wurde sich über den Zweck, den der Zaun erfüllen soll, genauso wie über Zauntyp und –material, Gedanken gemacht, gilt es, die Gegebenheiten vor Ort einzuplanen. Wie viel Raum soll eingezäunt werden? Wie viele Pfosten werden ggf. für das Befestigen des Zauns benötigt und welche Standortfaktoren spielen eine Rolle? Wie ist die Bodenbeschaffenheit, die sich auf die Pfostenbefestigung im Untergrund auswirkt? Gibt es Höhenunterschiede im Grundstücksverlauf und beinhaltet das Gelände einen Zugang zu einem Haus? Ist dies der Fall, wird neben dem Zaun auch ein Tor benötigt. Bei einer Autoeinfahrt muss das Tor eine entsprechende Größe vorweisen, es eignet sich daher ein Doppeltor.

Unabhängig von Zauntyp, -material und Standortfaktoren müssen insbesondere bei Zaunlänge und-höhe zudem stets die gesetzlichen Richtlinien und Vorgaben des entsprechenden Bundeslandes beachtet werden. Neben einem Blick in das Nachbarrechtsgesetz lohnt sich daher im Zweifel immer auch ein Besuch beim öffentlichen Bauamt.