Staubsauger & Bodenpflege (13.190 Produkte | 13.137 Varianten)

Staubsauger und Bodenpflege – bis der Boden wieder glänzt

Böden müssen nicht nur regelmäßig gereinigt werden, sondern brauchen auch auf sie abgestimmte Pflege. Was aber ist der Unterschied zwischen reinigen und pflegen? Beim Reinigen befreist Du die zu bearbeitende Fläche von Verschmutzungen. Es wird zwischen einer Unterhaltsreinigung und Grundreinigung unterschieden. Die Unterhaltsreinigung wird regelmäßig in bestimmten Abständen wiederholt. Dabei wird vor allem der oberflächliche Schmutz entfernt. Dagegen ist eine Grundreinigung ein Entfernen von allen alten Verschmutzungen und Pflegemittelschichten. Beim Pflegen werden Pflegemittel benutzt, die natürlich auf den Bodenbelag abgestimmt sind, um eine schützende Schicht auf und/oder in die Oberfläche zu bringen. Für beide Vorgänge brauchst Du spezielle Mittel und das passende Werkzeug.

Der Staubsauger – vom Klassiker bis zum Staubsaugerroboter

Für das Entfernen von grobem Schmutz wie Fusseln, Haare, Staub oder Krümel werden Staubsauger benutzt. Diese werden nicht nur für große, harte und glatte Oberflächen verwendet, sondern können Teppiche reinigen oder auch Regale bzw. Ähnliches absaugen. Staubsauger kommen häufig mit mehreren Aufsätzen, sodass Du auch in Ritzen von Sofas oder in Deinem Auto saugen kannst. Fällt Dir mal etwas unter den Schrank, beispielsweise ein Ohrring, dann kannst Du einen Nylon-Strumpf über das Staubsaugerrohr ziehen und den Ohrring etc. ansaugen. Ein Staubsauger ist ein Alleskönner und sollte in jedem Haushalt zu finden sein. Doch es gibt viele verschiedene Faktoren, die zu beachten sind, vom Preis bis zum Zweck.

  • Staubsauger mit Beutel: Der Klassiker unter den Staubsaugern ist eindeutig der Staubsauger mit Beutel. Diese Varianten sind meistens sehr preiswert und können entweder mit Beuteln vom Originalhersteller oder mit günstigeren Beuteln von der Konkurrenz ausgestattet werden. Die Reinigung des Gerätes selbst, lässt sich einfach durch das Entsorgen des vollen Beutels durchführen. Danach hängst Du einfach wieder einen neuen daran.

  • Staubsauger ohne Beutel: Die deutlich teureren Varianten sind die Staubsauger ohne Beutel. Dafür sparst Du bei ihnen die Kosten für die Beutel ein, sodass Du langfristig gesehen besser wegkommst. Jedoch ist die Reinigung des Gerätes etwas aufwendiger. Nachdem Du den Inhalt des Tanks entfernt hast, solltest Du diesen mit einem nassen Tuch auswischen und vor der Wiederinbetriebnahme ausreichend trocknen lassen.

  • Akku oder Kabel: Neben der klassischen Variante mit Kabel gibt es heutzutage überdies Geräte ohne Kabel, dafür verfügen sie aber über einen Akku. Der Vorteil: Sie haben eine unbegrenzte Reichweite, da es kein Kabelumstecken, anecken oder verfangen gibt. Jedoch: Ist der Akku leer, ist er nun einmal leer und muss wieder aufgeladen werden. Bist Du also mit deiner Saug-Aktion nicht fertig oder es fällt etwas herunter, dann ist der Staubsauger nicht griffbereit und es kann eventuell zu einem Problem führen. Hinzukommt, dass Akkus ökologisch nicht die bessere Wahl sind und Du Dir deshalb genau überlegen solltest, ob mit oder ohne Kabel.

  • Handstaubsauger: Möchtest Du auch zwischendurch kleinere Verschmutzungen entfernen, aber dafür nicht den Staubsauger herauskramen? Dann lohnt es sich zusätzlich noch einen Handstaubsauger zu kaufen. In aller Regel sind diese Geräte akkubetrieben und verfügen über keinen Beutel. Sie können nur kleine Mengen aufnehmen, allerdings lassen sich die Tanks einfach leeren und reinigen. Die Reinigung solltest Du nicht verschieben, denn die Reste, die im Gerät verbleiben, setzen schnell an und können den Handstaubsauger unbrauchbar machen.

  • Staubsaugerroboter: Die etwas futuristisch anmutenden Geräte fahren selbstständig durch die Wohnung und säubern sie. Diese kleinen, runden und flachen Geräte besitzen eine am Boden befindliche Station, die sie nach getaner Arbeit oder bei niedrigem Akku- bzw. Batteriestand, aufsuchen. Der Vorteil dahinter: Während Du bei der Arbeit, im Kino oder einfach nur unterwegs bist, erledigt der Roboter das Staubsaugen. Achte beim Kauf auf Kundenbewertungen, denn die Haltbarkeit dieser Geräte schwankt stark. Außerdem kannst Du häufig schon erfahren, in welchen Umgebungen der Staubsaugroboter besonders gute Leistung zeigt.

  • Nasssauger: Nasssauger können neben dem Aufsaugen von Schmutz und Staub sogar Wasser entfernen. Während andere Geräte durch Wasser kaputt gehen würden, zeigt der Nasssauger hier seine Stärke. Alles was er aufsaugt, wird in einem großen Kessel gesammelt, der bei einigen Geräten bis zu 50 Liter aufnehmen kann. Der Nasssauger kann obendrein als Helfer bei einer feuchten Teppich- oder Polsterreinigung dienen oder in Garagen bzw. auf Terrassen eingesetzt werden. Es gibt sie auch als kleinere akkubetriebene Handsauger.

Weitere Utensilien zum Reinigen und Pflegen von Böden

Neben dem Staubsauger gibt es noch weitere praktische Helfer beim Putzen. Da wir häufig mehrere verschiedene Bodenarten zu Hause haben – beispielsweise Fliesen oder Holzdielen – sollten wir für jede Situation gut ausgestattet sein. Dafür benötigst Du eine Putzmittel-Grundausstattung. Folgende Utensilien zählen dazu:

  • Eimer

  • Bodenwischer, Wischmop oder Schrubber

  • Schwamm und Lappen

  • Besen (harte oder weiche Borsten)

  • Handfeger und Schaufel

  • Reinigungsmittel

  • Pflegemittel

Die richtige Reinigung und Pflege für den passenden Boden

Beim Reinigungs- und Pflegemittel kommt es auf die Beschaffenheit des Bodens an. Es gibt empfindlichere und unempfindlichere Böden. Aber egal, welchen Boden Du wischst, befreie ihn vorher vom groben Schmutz mit einem Besen oder Staubsauger.

Vorweg: Was heißt nebelfeucht? In der Bodenpflege wirst Du häufiger von dem Begriff „nebelfeucht“ lesen. Unter nebelfeucht kannst Du Dir einen leichten Nebelhauch vorstellen, der sich auf Böden oder Spiegel absetzt, wenn es sehr feucht im Raum ist, z. B. durchs Baden. Dafür musst Du einen Wischmop, Schrubber oder Bodenwischer ordentlich auswringen, sodass kaum Wasser übrig bleibt. Nebelfeucht ist demnach weniger als feucht.

Wasserfeste und unempfindliche Böden

  • Laminat: Egal, welche Optik der Laminatboden aufweist, ob Holz oder Fliese, er ist kostengünstig und pflegeleicht. Trotz allem muss auch bei ihm die richtige Pflege angewandt werden. Einen Laminatboden solltest Du nicht mit Straßenschuhen oder gar High-Heels betreten, um ihn nicht zu zerkratzen. Am besten klebst Du Filznoppen unter Stuhl- und Tischbeinen. Einen Laminatboden reinigst Du mit einem nebelfeuchten oder feuchten Bodenwischer o. Ä. und dosierst das Reinigungsmittel vorsichtig. Kleine Mengen reichen vollkommen aus, sonst bleiben Rückstände auf dem Boden erkennbar. Für die Pflege von Laminatböden kannst Du ab und zu Glanzreiniger benutzen. Laminatböden brauchen keinerlei Wachse oder Poliermittel, denn der Boden ist versiegelt und könnte diese Pflege nicht aufnehmen.

  • Linoleum: Ob aus vollflächig verklebten Bahnen oder leimlosen Klickdielen, für die Pflege und Reinigung des Linoleumboden macht das keinen Unterschied. Ein Linoleumboden kann wöchentlich, feucht mit etwas Reinigungsmittel gereinigt werden. Für starke Verschmutzungen gibt es Spezialprodukte. Jedoch wird der Boden durch diese stumpf, sodass Du mit einem Glanzreiniger nacharbeiten musst. Für die Pflege, die alle paar Monate stattfinden kann, kannst Du Bohnerwachs und Wasser oder Leinöl benutzen.

  • Vinyl: Vinylböden sind moderne Versionen von PVC-Böden. Es gibt sie in den verschiedensten Farben und Mustern. Sie sind ausgesprochen robust und wasserabweisend. Deshalb ist die Reinigung sehr einfach. Es gibt Spezialreiniger (z. B. Glanzreiniger) für PVC- und Vinylböden, aber Du kannst auch milde Allzweckreiniger, Essig oder Glasreiniger nutzen. Nicht geeignet sind Scheuermittel, Dampfreiniger, Politur oder Lösungs- und Bleichmittel. Der Bodenwischer sollte feucht oder nebelfeucht sein, denn trotz der Imprägnierung kann Wasser in die Fugen eindringen.

  • Fliesen: Da Fliesen häufig im Bad- oder Küchenbereich zu finden sind, weisen sie immer mal wieder Kalkablagerungen und andere starke Verschmutzungen auf. Für leichte Verschmutzungen reichen Wasser und Allzweckreiniger. Bei stärkeren Verschmutzungen solltest Du die Fliesen im Wischwasser aufweichen. Sind Kalkablagerungen vorhanden, hilft ein Schuss Kalkreiniger. Ist alles fertig gewischt, solltest Du die Fliesen trocken wischen, damit erst gar keine neuen Kalkflecken entstehen.

Wasserempfindliche Böden

  • Parkett oder Holzdielen: Massivholzdielen sind nichts anderes als ein Parkettboden, nur, dass bei Holzdielen die Bretter aus einem Holz in Stammlänge produziert werden und damit deutlich länger sind als die Parkettstäbe. Holzfußböden sind äußerst wasser- und kratzempfindlich. Deshalb solltest Du auch häufiger trocken reinigen als nebelfeucht. Wichtig ist es auch zwischen versiegelten und geölten Holzböden zu unterscheiden. Bei unversiegelten und geölten Böden solltest Du regelmäßig Wachsen und Bohnern, denn ohne Versiegelung ist der Boden gar nicht vor Schmutz und Feuchtigkeit geschützt und verliert schnell an Glanz. Beide Böden, ob versiegelt oder nicht, vertragen einen Holzreiniger, aber achte auch hier auf die Mengenangaben.

  • Kork: Kork ist ein umweltfreundlicher und hochbelastbarer Bodenbelag, jedoch wasserempfindlich. Wie bei Holzdielen und Parkett kann er versieglt und lackiert oder gewachst und geölt sein. Beide Böden können mit einem nebelfeuchten Bodenwischer gewischt werden. Die unversiegelten Böden sollten nur regelmäßig gebohnert und gewachst werden. Wichtig ist es die Korkböden vor Kratzern zu schützen, deshalb gilt auch hier häufiges Fegen oder (vorsichtiges) Saugen.

Offenporige Böden

  • Stein: Bei Steinböden – Feinstein, Granit, Marmor, Schiefer etc. – kann nassfeucht gewischt werden. Das Wischwasser sollte während des Wischvorgangs immer wieder gewechselt werden, damit Du den Schmutz nicht nur von Pore zu Pore wischt. Als Reinigungsmittel gibt es spezielle Steinreiniger, die keinerlei unerwünschte Schichten aufbauen und die natürliche Optik der Steine erhalten. Vermeide stark alkalische oder saure Reiniger. Einmal im Jahr kannst Du auch die Öl- oder Wachsschicht erneuern.