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Welches Fahrrad passt zu mir?

 

Du willst Dir ein neues Fahrrad kaufen und nun fragst Du Dich, welches denn am besten zu Dir passt? Dann solltest Du zunächst einmal abklären, zu welchem Zweck Du es Dir kaufen willst, denn es gibt zahlreiche Fahrradtypen und dabei den richtigen zu finden, ist ohne Fachwissen gar nicht so einfach. Wir verraten Dir hier, worauf Du Beim Fahrradkauf achten solltest.

Welche Kriterien gibt es für die Wahl eines Fahrrads?

Eines der wichtigsten Kriterien beim Fahrradkauf ist der Anwendungsbereich. Stelle Dir also als erstes die Frage: Wann möchtest Du das Fahrrad benutzen: eher im Alltag, als Freizeitspaß oder für sportliche Aktivitäten? Wird es in der Stadt gefahren oder im ländlichen Gelände? Im Flachland oder im Gebirge? Auf Asphalt oder Waldwegen? Auf langen oder kurzen Strecken?

Ein weiteres wichtiges Auswahlkriterium bist Du selbst! Denn das Fahrrad sollte zu Deinem Fahrstil und Deinem Körperbau passen. Darunter fallen vor allem die folgenden Bereiche:

Rahmengröße. Um Deine Rahmengröße zu ermitteln, brauchst Du Deine Schrittlänge. Dafür kannst Du ein Maßband oder einen Zollstock benutzen. Du solltest dich ohne Hose und Schuhe an eine Wand stellen und einen Gegenstand wie ein Buch nehmen, um dieses so waagerecht wie möglich nach oben zwischen die Beine zu führen. Dabei sollte eine Buchkante an der Wand liegen. Dann mit dem Maßband oder Zollstock vom Boden bis zur Oberkante des Buches messen, um damit die Schrittlänge oder auch -höhe zu ermitteln. Danach schaust Du beim Hersteller, welche Rahmengröße zu Deiner Schrittlänge passt.

Lenker und Griffe. Beim Lenker solltest Du darauf achten, dass er mindestens so weit vom Sattel weg ist, dass Deine Beine beim Fahren nicht an die Lenkstange kommen. Zumeist lässt sich der Lenker am Rad durch eine Vorbauklemmung im Anstellwinkel verstellen. Du solltest Deine Schulterbreite als Faktor für die Lenkerbreite nutzen. Die Lenkerform hängt aber wiederum vom Radmodell ab. Je aufrechter Du sitzt, umso geschwungener ist der Lenker. Nachdem Du den passenden Lenker hast, kannst Du nach Deinem Wohlbefinden die Griffe heraussuchen.

Sitzposition. Im Vordergrund steht bei der Sitzposition Dein Wohlbefinden, d.h. die Sitzposition ist sehr individuell. Trotz allem gibt es mehrere Faktoren, die eine Rolle spielen. Neben dem Wohlbefinden und eventuellen Beschwerden sollten Deine Körpergröße und die verstellbare Größe des Fahrrads Einfluss auf die Kaufentscheidung nehmen. Die passende Rahmengröße ist demnach genauso wichtig wie die Frage nach dem Zweck Deines Fahrrads. Wenn Du eher sportlich unterwegs sein möchtest, dann sollte die Position angepasst werden.

Allgemein sollte der Sattel möglichst waagerecht ausgerichtet sein, vorher sollte die Sattelhöhe aber richtig eingestellt sein. Danach setzt Du Dich auf den Sattel und gehst mit einem Fuß mit der Ferse auf die Pedale. Das Pedal solltest Du nach unten bis zur 5-Uhr-Stellung drücken können, während das Bein fast ganz durchgestreckt ist.

Sattel. Auch Dein Sattel sollte bequem sein. Neben dem Komfort gibt es aber noch ein paar weitere Faktoren, die zu beachten sind. Du solltest mit Deinem Po auf dem breiten Teil des Sattels sitzen und er sollte vor allem hinten nicht zu sehen sein. Je aufrechter Du sitzt, umso breiter kann der Sattel sein. Beim sportlichen Radfahren kann der Sattel gerne schmaler und gestreckter sein. Gut zu wissen ist außerdem, dass die weichen und großen Sättel eher Beschwerden verursachen als die festeren.

Laufradgröße. Mit Laufradgröße ist die Reifengröße gemeint. Es gibt alle möglichen Größen, Breiten und Ausführungen an Laufrädern, die an Deinen individuellen Fahrstil angepasst werden müssen. Je schneller und sportlicher Du unterwegs sein willst, desto schmalere Reifen solltest Du nehmen (s. Rennrad). Die Breite der Reifen muss immer eine passende Felge haben. Gerade bei Fatbike-Reifen ist dies wichtig. Diese dicken Räder sind gut für sandige und weiche Böden. Der Durchmesser der Felge wird für die Größe der Laufräder genommen, die zumeist in Zoll angegeben sind oder in der ETRTO Norm (Felgendurchmesser und Innenweite der Felge zusammen).

  • 12-18 Zoll: Kinderfahrräder (aufgrund derer geringen Größe), Falträder
  • 20 Zoll: Falträder, BMX
  • 24 Zoll: sportliche Falträder, Jugendräder
  • 26 Zoll: Downhill Bikes, Fatbikes (teilweise: Mountainbikes, Citybikes, Trekkingbikes, Reiseräder)
  • 27,5 Zoll: Mountainbikes, Hardtails und Fullys, Urban-, City- und Trekkingräder (teilweise: Rennräder, Gravelbikes)
  • 28 Zoll: Rennräder, Trekking- und Citybikes
  • 29 Zoll (28 Zoll + großvolumigen Mountainbike Reifen): Cross Country und Marathon Fahrräder, Trailbikes

Weitere Punkte zur Auswahl Deines Fahrrads können sein: Kette oder Riemen? Scheiben-, Seilzug- oder Hydraulik-Felgenbremse? Mit integriertem Licht oder ohne? Naben- oder Kettenschaltung? Und auch ganz banale Fragen wie: Welche Farbe soll mein Fahrrad haben?

Als Letztes könntest Du Dich noch fragen: Was möchte ich ausgeben? Da in allen Fahrradkategorien Fahrräder von preiswert bis teuer zu finden sind, hast Du die Wahl. Trotz allem: Teure und günstige Fahrräder unterscheiden sich und es lohnt sich, auch mal etwas mehr Geld zu investieren!

Faktoren für den Preis sind zum einen Fahrradtyp und Einsatzzweck sowie natürlich die Qualität, das Material und die verbauten Komponenten.

Je weniger Du zahlst, umso mehr musst Du mit einem Mangel an Verkehrssicherheit rechnen und die Mindestqualität kann nicht erreicht sein.

Wenn Du Dein Fahrrad nur für kurze Strecken benutzen willst, wie z. B. für die Fahrt zur Post, dann reicht ein einfaches Fahrrad mit den Grundkomponenten. Je mehr Du mit Deinem Fahrrad machen willst, umso mehr solltest Du auch darin investieren, denn so sind die Bestandteile nicht nur einfach besser, sondern sie vor allem auch langlebiger.

Eine Übersicht von Fahrradtypen

Die Fahrradtypen lassen sich grob in diese vier Kategorien unterteilen:

1. Kinder- und Jugendräder

2. Sporträder

  • Straße
  • Gelände

3. Alltagsräder

4. weitere Fahrradtypen

1. Kinder- und Jugendräder

Gerade im Kindesalter lässt sich Fahrradfahren sehr gut erlernen, jedoch sollte darauf geachtet werden, dass das passende Fahrrad für das passende Alter gewählt wird. Gleichgewicht, Reaktion und Koordination sind unterschiedlich stark ausgeprägt und müssen deshalb auch unterschiedlich stark erlernt oder geschult werden. Zum Einstieg dienen deshalb Lauf- oder Dreiräder. Danach kann es mit einem Spielrad und im Anschluss mit einem Kinderrad weitergehen. Wenn Du ein Fahrrad für Dein Kind kaufst, achte auf die Laufradgröße. Jugendräder sind für Kinder ab ungefähr 14 Jahren mit einer Mindestgröße von 1,40 m gedacht. Jugendräder sind an sich “Erwachsenenräder”, deshalb hier vor allem auf die Rahmengröße achten.

2. Sporträder

Sporträder unterscheiden sich stark, je nachdem, für welchen Zweck sie genutzt werden sollen.

Straße: Sporträder für die Straße haben gemeinsam, dass sie eine leichte Bauweise und keinerlei zusätzliche Komponenten wie Licht, Gepäckträger und Schutzbleche haben. Die Sporträder sollen einzig und allein schnell vorankommen, die Geschwindigkeit steht im Vordergrund. Dazu gehören u. a.:

  • Rennrad
  • Triathlonrad
  • Zeitfahrmaschine
  • Liegerad
  • Handbike
  • Gravel-Bike
  • Fitnessrad
  • Cyclocross

Gelände: Sporträder für das Gelände müssen robuster und Alleskönner sein. Sie fahren über kantige Steine, feuchte Wurzeln, lockeren Boden oder durch zähen Schlamm. Es geht um Action und Adrenalin, um Sprünge und hügeliges bis bergiges Gelände. Dazu gehören u. a.:

  • Hardtail
  • Fatbike
  • Dirtbike
  • Fully
  • Mountainbike
  • Cyclo-Cross
  • Gravel-Bike
  • BMX
  • Trialrad

3. Alltagsräder

Alltagsräder sind für die Stadt und auch für das Land geeignet. Sie sind praktisch, dauerhaft günstig (keine Spritkosten) und Du kommst häufig schneller voran im Alltagstrubel. Ob Du nun zur Arbeit fährst, zum Einkaufen oder Sonstiges. Sie sind häufig für kurze und längere Strecken geeignet. Dazu gehören u. a.:

  • Trekkingrad
  • Citybike
  • Lifestyle-Bike
  • Retrorad
  • Urban-Bike
  • Singlespeed
  • Tourenrad
  • Fixie
  • Hollandrad
  • Falt- und Klapprad
  • Fitnessrad

 4. Weitere Fahrradtypen

Dazu gehören u. a.:

  • Bahnrad (Rennrad für Wettkämpfe)
  • Cruiser (zum Flanieren)
  • Einrad
  • Hochrad
  • Lastenfahrrad (Transportrad)
  • Lowrider
  • Tandem (für mind. 2 Personen)
  • Reiserad (extra so konzipiert, dass es schweres Gepäck tragen kann)

Zum Schluss

Fahrräder sind ein praktisches Fortbewegungsmittel. Wenn Du Dir ein Fahrrad kaufst, tust Du nicht nur Dir, sondern auch der Umwelt etwas Gutes! Du sparst Kosten für Sprit und Reparaturen an einem Auto und Du tust etwas für Deine Gesundheit. Regelmäßiges Fahrradfahren ist ein guter Sport, es reduziert Herzerkrankungen und Diabetes und kräftigt die Muskeln. Es ist gut zur Entspannung und hilft gegen Stress, dadurch lässt es sich auch besser schlafen. Zu guter Letzt: Fahrradfahren ist zu jeder Zeit und überall möglich.