Herrenschuhe (1.228.207 Produkte | 1.252.825 Varianten)

Herrenschuhe – eine Übersicht über die wichtigsten Modelle

Den Herren wird im Vergleich zu den Damen oft unterstellt, dass sie Schuhe aus reinem Pragmatismus kauften und sich nicht wirklich für ihre Fußbekleidung interessierten. Doch das ist weit gefehlt, denn längst gehören auch Männer zu den modeaffineren Menschen, die es lieben, sich neue Schuhe zuzulegen. Für alle, die sich aber irgendwo in der Mitte zwischen „Ich brauche nur ein Paar Schuhe und trage es so lange, bis es Löcher in den Sohlen hat“ und „Ich sammle Sneaker und gebe jeden Monat 300 Euro für neue Schuhe aus“ befinden, gibt es hier ein paar Tipps für den nächsten Schuhkauf mit an die Hand.

Welche Schuhe brauche ich?

Zu den Top 5 der meistgekauften Herrenschuhe gehören Sneaker, Schnürschuhe, Slipper, offene Schuhe wie Sandalen und (Schnür-)Boots. Klassischerweise sind dies auch die Schuharten, die Du für Deine Ganzjahresstandardausstattung gut gebrauchen kannst.

Unter Sneaker fallen auch allgemein die Schuhe, die früher als „Sportschuhe“ bezeichnet worden sind. Sie sind im Übrigen nicht nur für die jüngere Klientel geeignet, sondern auch die Generation 40+ kann prima Sneaker tragen, schließlich ist es nicht jedermanns Sache, immer nur im schicken Edellook herumzulaufen – die Angst, sich zu blamieren, braucht heute keiner mehr zu haben. Schließlich wissen wir spätestens seit Kanye West und David Beckham, dass sich auch gestandene Männer gerne in Sneakern zeigen. Falls Du also noch kein Paar davon hast, nur zu! Ein Vorteil von Sneakern mit dickerer Sohle ist nämlich nicht nur ihr modisches Aussehen, sondern auch ihre Wettertauglichkeit: Sowohl im Winter als auch im Sommer können sie, zumindest in unseren Breitengraden, hervorragend getragen werden.

Zu den Schnürschuhen zählen wir einmal die Businessvariante, sprich klassische Leder- oder Kunstlederschnürer, und andererseits Schuhe wie Vans und Chucks, also solche aus Textilien. Mindestens ein Paar der edleren Variante solltest Du schon besitzen, selbst wenn Du nicht zu den „Anzugträgern“ gehörst. Denn spätestens, wenn Du einmal zu einer Hochzeit eingeladen bist oder doch mal beim Vorstellungsgespräch auch mit Deinen Schuhen einen Eindruck hinterlassen möchtest, wirst Du es brauchen. Die lässigere Ausführung der Schnürschuhe ist natürlich kein Muss, aber wer es gerne etwas mehr „casual“ hat und im Sommer nicht gerne offene Schuhe trägt, sollte auch ein bis zwei Paar Textilschnürer besitzen.

Slipper sind deshalb so beliebt, weil sie zwei Vorteile haben: Sie sind unheimlich praktisch beim Anziehen und machen gleichzeitig immer etwas her. Sie sind definitiv (wie fast alles im Leben) Geschmackssache und daher nicht zwingend in jedem Schuhschrank eine Notwendigkeit. Alle, die die Slipper lieben, haben aber aufgrund ihrer hohen Praktikabilität gleich mehrere Paare davon. Es gibt sie in vielfältigen Ausführungen: Seien es Mokassins, Espadrilles, Bootsschuhe oder gewöhnliche Lederslipper wie Loafer.

Offene Schuhe. Dazu zählen etwa Sandalen oder Zehenschuhe. Die bekanntesten Vertreter sind wohl die Come-Back-Sandalen von Birkenstock ebenso wie die Adiletten, die wohl populärsten Badelatschen, die der Marke Adidas entsprungen sind und genau wie die Birkenstocks lange Zeit als No-Go galten – nun feiern sie ihr großes Revival. Die Zehenschuhe, deren Geburtsstätte und gleichzeitiges Synonym der Markenname FlipFlop ist, sind seit ihrer Markteinführung nie wirklich von der Bildfläche verschwunden. Viele der offenen Schuhe werden aber auch heute noch trotz ihrer zeitweiligen High-Fashion-Renaissance von Männern bevorzugt am Strand, zu Hause oder im Schwimmbad und nicht auf der Straße getragen. Dennoch hat jeder von ihnen mindestens ein Paar offener Schuhe im Schrank, auch wenn der Umgang damit oft nicht so offen ist wie der Schuh.

(Schnür-)Boots. Selbst die eingefahrensten Sneaker-Träger schwören im Winter auf Boots. Wenn es einmal anfängt zu schneien, die Temperaturen unter 5 °C fallen oder der Halbschuh den Regen nicht mehr abhalten kann, dann sind diese Schuhe nicht nur modisch, sondern vor allem wetterfest. Egal, ob Du nun eher auf die Trekkingversion oder doch lieber auf den angesagten Timberland-Wildlederboot oder den Doc-Martens-Springerstiefel stehst: Deine Füße werden es Dir danken. Nicht allein wegen der Wetterfestigkeit, auch weil die Schuhe meist ziemlich komfortabel sind und Du darin lange Strecken zurücklegen kannst. Übrigens sind auch Chelsea-Boots zum einfachen Hineinschlüpfen seit einiger Zeit wieder für Herren angesagt. Mit oder ohne Schnürung ist also eigentlich völlig gleich, denn ein Paar wärmender Boots sollte Deinen Füßen zu Liebe in der kalten Jahreszeit im Schrank auf sie warten.

Was muss ich beim Kauf von Schuhen noch beachten?

Passform. Der schickste Schuh nutzt nichts, wenn er drückt, reibt oder, wenn der Fuß hinten herausschlappt. Deshalb muss der Schuh schon bei der Anprobe perfekt sitzen – kompromisslos.  Und das bedeutet nicht 80 % und nicht 90 %, sondern 100 % Passgenauigkeit. Probiere deshalb auf jeden Fall beide Schuhe an und laufe ein wenig damit herum. Nimm Dir ruhig ein bisschen Zeit dafür. Bist Du nicht vollends überzeugt, dann schick die Schuhe zurück. Um solche Fehlkäufe zu vermeiden, solltest Du die Anprobe der Schuhe übrigens in die Abendstunden oder den späten Nachmittag verschieben und – falls Sommer ist – damit auf höhere Temperaturen warten. Der Fuß

dehnt sich nämlich im Laufe des Tages und bei höheren Temperaturen aus. Damit der Schuh auch nach längeren Strecken nicht anfängt zu reiben, sollte die Sohle von Beginn an leicht und flexibel und das Material weich und anschmiegsam sein.

Material. Weiches Material ist besonders unter echtem Leder schwer zu finden. Selbst, wenn es als das robusteste Material gehypt wird, ist es oft doch sehr hart und verursacht viele Blasen. Ein Innenfutter aus Textil kann helfen, oder Du greifst direkt auf weiches oder Kunstleder zurück. Bei textilen Materialien ist zu berücksichtigen, dass sie nicht unbedingt wetterbeständig sind. Die genannten Schnürschuhe oder Modelle wie Espadrilles sind logischerweise eher für den Sommer und vielleicht noch für einen milden Frühling oder Herbst geeignet. Im Winter sollte die Wahl dann aber doch eher auf robustere Materialien wie Leder und Kunstleder oder anderen Kunststoff fallen.