Klimaanlagen (535 Produkte | 535 Varianten | 543 Angebote)

Welche Klimaanlage kommt für mich in Frage?

Klimaanlagen sind zugegebenermaßen nicht gerade üblich in deutschen Haushalten. Das liegt vermutlich daran, dass die Sommer hierzulande nicht die heißesten sind – zumindest in der Vergangenheit. In den letzten Jahren gab es jedoch immer längere Hitzeperioden, sodass der Einbau einer Klimaanlage vor allem in Büros immer beliebter wurde. Doch nicht jedes Gebäude und nicht jede Klimaanlage eignet sich für so eine Nachrüstung. Wann Du am besten welche Klimaanlage installierst bzw. installieren lässt, wollen wir Dir hier einmal aufzeigen.

Diese Klimaanlagen gibt es und das sind ihre Vorteile

Splitklimaanlagen. Bei Splitklimaanlagen wird ein Teil der Anlage im Innenbereich und ein Teil im Außenbereich angebracht, sie sind sozusagen aufgesplittet. Dabei ist der elektronische Teil mit einem Wärmetauscher im Wohnraum angebracht. Über ein ebenfalls innenliegendes Gebläse wird dann kalte Luft in den Raum abgegeben. Diese wird durch die außen angebrachten Teile der Anlage, einen Kompressor und eine Kältemittelpumpe, gewonnen. Der warmen Luft von außen wird also die Energie entzogen und sie wird heruntergekühlt. Der Vorteil solcher Klimaanlagen ist, dass sie nachträglich angebracht werden können. Bei Mietwohnung muss aber natürlich vorher eine Genehmigung eingeholt werden, da sie einen Mauerdurchbruch erfordern. Weitere Vorteile von Splitklimaanlagen sind, dass sie geräuscharm und besonders effizient sind und dass es Modelle gibt, die den Raum gleichzeitig beheizen und entfeuchten und die Luft reinigen können. Vor allem für Allergiker kann das über die kühlende Funktion hinaus einen großen Mehrwert bieten.

+ Vorteile: nachträglich montierbar, besonders effizient, geräuscharm, Modelle mit Wärme-, Luftentfeuchtungs- und -reinigungsfunktion vorhanden

- Nachteile: bei Mietwohnungen ist eine Erlaubnis des Vermieters notwendig, erfordert Mauerdurchbruch

 

Wärmepumpen. Diese werden, wie der Name verrät, eigentlich zur Wärmeerzeugung genutzt. Eine sogenannte reversible Ausführung kann im Sommer aber auch umfunktioniert werden. Dazu ist sowohl eine verbaute Flächenheizung (z. B. Fußbodenheizung) als auch ein integraler Wärmetauscher vonnöten. Der Wärmetauscher sorgt für eine passive Kühlung, indem sogenannte Sole (ein in der Wärmetechnik verwendetes mit Gykolen angereichertes Wasser, das dadurch einen niedrigeren Gefrierpunkt als normales Wasser hat) an die Heizung abgegeben wird, durch die im Winter warmes Wasser fließt. Der dadurch erzeugte Kühlungseffekt beträgt allerhöchstens 3 °C. Hinzu kommt, dass hierdurch keine positiven Nebeneffekte wie eine Luftentfeuchtung oder -filterung erzielt werden können.

+ Vorteile: Kann als Flächenheizung und Klimaanlage genutzt werden, geräuscharm, umweltfreundlich

- Nachteile: Kann nicht nachträglich eingebaut werden, keine Luftentfeuchtung oder -reinigung möglich, nicht besonders effizient

 

Zentrale Vollklimaanlagen. Wenn Du nicht auf der Suche nach einer Klimaanlage für Deine privaten Wohnräume bist, sondern für einen größeren Neubau wie etwa eine Firma oder ein modernes Mehrparteienhaus, dann könnte eine zentrale Vollklimaanlage für Dich in Frage kommen. Ihr Einbau muss bereits im Bauprozess mit eingeplant werden, denn sie funktionierten über eine komplexe Lüftungstechnik, deren Kühlung zentral gesteuert wird. Diese „Zentrale“ befindet sich meist im Keller eines Gebäudes. Für Neubauten kann sich so eine zentrale Vollklimaanlage lohnen, denn sie leitet die zentral gekühlte Luft über die Kanäle des Lüftungssystems in die gewünschten Räume und gilt als extrem effizient. Nebenbei können die zentralen Anlagen die Luft filtern und für einen Frischluftaustausch sorgen. 

+ Vorteile: ideal für moderne, große Neubauten, sehr effizient, leiten die gekühlte Luft direkt in die Räume, Luftfilterung und Frischluftaustausch

- Nachteile: nicht nachträglich installierbar, muss von Anfang an in die Konzeption des Gebäudes mit eingeplant werden

 

Regenerative Energie zur Klimatisierung. Wenn Du bereits über eine Photovoltaikanlage verfügst, könnte diese Form der Klimaanlage für Dich relevant sein. Damit sparst Du nicht nur Geld für Strom, sondern Du agierst weiterhin umweltfreundlich. Für den Einbau einer umweltfreundlichen Klimaanlage über eine Photovoltaikanlage gibt es mehrere Möglichkeiten, z. B. solche, die über einen Wechselrichter funktionieren. Informiere Dich vorab über die beste Variante. Besonders umweltfreundlich sind solche, die nur dann laufen, wenn ausreichend Strom über die Photovoltaikanlage gewonnen wurde.

+ Vorteile: umweltfreundlich, strom- und geldsparend, können je nach Technik nachträglich verbaut werden

- Nachteile: setzt Photovoltaikanlage und Eigenheim voraus

 

Mobile Klimageräte. Für Unentschlossene gibt es die wohl unkomplizierteste Variante einer „Klimaanlage: die mobile Version. Im Grunde handelt es sich hierbei nicht um eine tatsächliche Anlage, sondern um ein Gerät, das an die Steckdose angeschlossen wird. Die Klimageräte werden oft in Büros, in Serverräumen, bei Events in Hallen oder zur Industriekühlung eingesetzt und können auch gemietet werden. Bei den Geräten handelt es sich oft um mobile Splitgeräte oder Wärmepumpen. Letztere werden oft auch als Monoblockgeräte bezeichnet.

+ Vorteile: flexibel einsetzbar, geräuscharm, unkompliziert anzubringen, keine baulichen Maßnahmen erforderlich, verschiedene Modelle teils auch mit Raumentfeuchtungs- bzw. Luftreinigungsfunktion

- Nachteile: hoher Stromverbrauch