Haarstyling (168.225 Produkte | 174.369 Varianten)

Welche Haarsytlingprodukte gibt es und wofür brauche ich sie?

Wenn mal wieder der Bad-Hair-Day angesagt ist, müssen die geeigneten Stylingprodukte her, die das Haar doch noch gesellschaftstauglich werden lassen. Oder die Brautfrisur ist bereits fertig und muss nur noch haltbar gemacht werden. Und auch, wenn Du langsam dünner werdendes Haar hast und es gerne füllig erscheinen lassen willst, brauchst Du wahrscheinlich eines: ein passendes Haarsytlingprodukt. Das Styling erfolgt dann meist in drei Schritten: 1. Vorbereitung, 2. Styling und 3. Finish. Hier gibt es eine Übersicht darüber, welches Produkt Du für welchen Step benötigst.

Vor dem Styling

Schaumfestiger ist ein Schaum, der ähnlich wie Rasierschaum über eine Düse unter Druck aus einer Dose auf die Hand gegeben wird, bevor er weiterverwendet wird. Er wird ins feuchte, handtuchtrockene Haar einmassiert. Sinn und Zweck des Schaumfestigers ist es, dass das anschließende Styling der Haare haltbarer wird, weil den Haaren mehr Festigkeit und Volumen verliehen wird. So können dünne Haare, die mit einem Lockenstab oder Lockenwicklern präpariert werden sollen, oder lockige Haare, die geglättet werden sollen, nachhaltiger gestylt werden. Es gibt den Schaumfestiger in bis zu fünf verschiedenen Festigkeitsstufen. Der Vorteil am Schaumfestiger ist, dass er nicht klebt und keine Rückstände auf dem trockenen Haar zurücklässt. Das Produkt ist also zur Vorbereitung auf das eigentliche Styling geeignet und macht es haltbarer, das anschließende Nachbearbeiten mit Haarspray verleiht noch einmal zusätzlichen Halt. Der Schaumfestiger ist für alle Haarlängen geeignet.

Das Styling an sich

Haargel ist nicht nur für das In-Form-Bringen der Haare geeignet. Es verleiht ihm zusätzlich einen sogenannten Wetlook, indem es durch seine glatte Struktur für Lichtreflexe sorgt. Haargel ist also bewusst so konzipiert, dass es nach dem Styling sichtbar ist. Es klebt das Haar an der gewünschten Stelle zusammen und ist besonders für Kurzhaarschnitte geeignet. Das klassische Haargel wird in etwa einer haselnussgroßen Menge auf das trockene Haar gegeben. Auf diese Weise werden dann die Haare in die gewünschte Form gebracht. Beim Haargel gilt das Motto „Weniger ist mehr“, denn sonst kann es unliebsame Schuppen abwerfen und das Haar austrocknen.

 

Haarwachs härtet im Vergleich zum bekannteren Haargel nicht aus, sondern bleibt auch später noch formbar. Das Wachs wird ebenfalls zum Stylen verwendet, kann aber auch dazu dienen, ungewünscht abstehende Haare zu bändigen. Die altbekannte Elvis-Tolle bspw. wird mit Haarwachs, ehemals Pomade, erreicht. Ein Nachteil des Wachses ist, dass dadurch insbesondere dünneres Haar fettig wirken kann, deshalb sollte damit genau wie mit Haargel sparsam umgegangen werden. Ein Vorteil ist, dass es sowohl auf trockenem als auch auf noch feuchtem Haar verwendet werden kann. Kurze und mittellange Haare sowie kräftige Haare lassen sich prima mit Haarwachs stylen und bändigen.

 

Mattpaste ist, wie ihr Name vermuten lässt, eine Paste, die im Vergleich zu Wachs oder Gel keinen Glanz, sondern eine matte Optik hinterlässt. Die Anwendung funktioniert genauso wie beim Gel, doch die Wirkungsweise ist eine völlig andere: Die Paste soll einen sogenannten „Undone-Look“ erzeugen, indem sie das Haar als „natürlich“, aber gekonnt und in den gewünschten Bahnen verstrubbelt aussehen lässt. Kurze bis mittellange Haare lassen sich damit perfekt stylen. Auch angesagte „Messy-Frisuren“, also etwa Dutts oder Hochsteckfrisuren, bei denen einzelne Strähnen in Szene gesetzt werden, können damit noch authentischer wirken. Die Paste wird auf das trockene Haar gegeben und sollte nicht mit einem glänzenden Finish, wie etwa Haarspray versehen werden, da der schöne Mattlook dadurch dahin wäre.

Nach dem Styling

Haarspray ist sozusagen das Finish für das fertige Styling. Es wird etwa bei lockigem bzw. geglättetem Haar, nachdem dieses mit einem Lockenstab, Lockenwicklern oder einem Glätteisen in Form gebracht wurde, in einem Abstand von etwa 20 bis 30 cm auf das Haar gesprüht. Das Auftragen des Sprays funktioniert auch über den Schwereunterschied zur Luft: Es kann im genannten Abstand über dem Kopf in die Luft gesprüht werden und legt sich dann auf die fertige Frisur. Danach ist das Styling vor Wind und Wetter geschützt und verliert nicht mehr so schnell seine Form. Außerdem kann es Extravolumen verleihen. Es ist ideal für mittellange bis lange Haare geeignet und wird auf das trockene Haar gegeben. Achte darauf, dass es sich um ein hochwertiges Produkt handelt, das die Haare nicht austrocknet und keine Rückstände hinterlässt. Einige Sprays haben den Vorteil, dass sie zusätzlich einen angenehmen Duft versprühen.

 

Haarlack ist ebenfalls ein Spray, das für das Finish der Frisur gedacht ist, doch ist es noch eine Stufe stärker als Haarspray. Das Haar wird durch die Behandlung mit Lack noch fester und weniger beweglich. Unter Umständen kann es passieren, dass das Haar dadurch unnatürlich wirkt. Es wird bei Frisuren empfohlen, die besonders starken Halt erfordern. Dazu gehören z. B. Hochzeitsfrisuren, ausgefallene Hochsteckfrisuren oder Stylings für Auftritte oder Shootings. Außerdem sollte der Lack nicht unmittelbar nach dem Styling aufgetragen werden, sondern lieber ein paar Minuten später, da die Frisur sonst wie „eingefroren“ und erst recht unnatürlich wirken kann. Der Lack ist also für den maximalen Halt von aufwendigen Frisuren und meist langen Haaren gedacht.