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Tipps zum Kauf der richtigen Hose

Die Erfindung des "Bloomer-Kostüms“, ein Kleid mit einer darunter getragenen Hose sowie der Krieg, verschiedene Sportarten und letztlich Stilikone Marlene Dietrich machten die Hose auch für Frauen alltagstauglich. Seit Anfang der 1930er-Jahre hat die Hose also auch eine weibliche Trägerschaft, wodurch Frauen neben Röcken und Kleidern fortan eine größere Auswahl an Beinkleidern zur Verfügung steht. Die Erfindung der Jeans dürfte außerdem einen erheblichen Teil zur Popularität des Kleidungsstücks beigetragen haben. Heute gehört sie, ob nun Jeans, Stoff oder Cord, zum täglichen Outfit von Männern, Frauen und auch Kindern. Bei einem so notwendigen Basicteil stellt sich aber gerne die Frage: Was macht eine gute Hose eigentlich aus?

Beinlänge, Beinweite und Bundhöhe

Wie bei den allermeisten Kleidungsstücken gibt es auch bei den Hosen in der Damenabteilung eine etwas größere Bandbreite als bei den Herren. Männerhosen variieren zwar auch in der Länge, bei den Damenhosen haben die langen, kurzen und dreiviertellangen Exemplare aber meist noch einen etwas größeren Spielraum. Neben der Beinlänge unterscheidet man bei Damenhosen auch zwischen verschiedenen Bund- bzw Leibeshöhen. So gibt es sie in „High Rise“, „Mid Rise“ bzw. „Regular Rise“ und „Low Rise“. Darüber hinaus ist die Hosenbeinform ein entscheidendes Kriterium: Es gibt sie in Slimfit, Bootcut, mit Schlag, im „Karottenschnitt“, gerade und weit. Sowohl die Beinlänge, die Beinweite als auch die Bundhöhe sind jedoch eher Fragen des modischen Geschmacks und der Bequemlichkeit. Momentan erleben die Schlag- und die Karottenhose sowie die sehr weite „Palazzohose“ ein Revival. Auch die Materialien sind derzeit wieder etwas facettenreicher als es sich noch bis vor einigen Jahren verhielt, als ausschließlich die Jeans als modisch galt.

Größe

Die Größen von Hosen werden mittlerweile in ganz verschiedenen Formaten angegeben. So gibt es einmal die klassischen deutschen Konfektionsgrößen für Damen und Herren, oft werden aber auch US- oder UK-Größen sowie Unisex-Größen angegeben. Gerade bei Hosen sind auch die Inch-Größen beliebt, die den Vorteil haben, dass die Länge oft unabhängig von der Bundweite variiert und somit Menschen mit kürzeren Beinen und größerem Hüftumfang oder sehr große Menschen mit schmalen Hüften die richtige Größe finden. Außerdem kann hier einfach die Bundweite abgemessen werden und (für unsere Maßstäbe) in cm umgerechnet werden. Bei den Inch-Größen rangieren nämlich meist mehrere cm in einer klassischen Konfektionsgröße, sodass sie eine bessere Passform aufweisen. Hier ist eine Übersicht, welche Größen einander entsprechen (hier Beispielhaft an den Größen S bis L):

Damen:

DE: 36 | IT: 40 | FR: 38 | US: 8 | UK: 10 | Inch: W27/L32 – W28/L34 | Unisex: S

DE: 38 | IT: 42 | FR: 40 | US: 10 | UK: 12 | Inch: W28/L34 – W30/L30 | Unisex: M

DE: 40 | IT: 44 | FR: 42 | US: 12 | UK: 14 | Inch: W30/L34 – W32/L32 | Unisex: L

Herren:

DE: 44/46 | IT: 34/36 | FR: 44/46 | US: 36 | UK: 36 | Inch: W30/L32 | Unisex: S

DE: 48/50 | IT: 34/36 | FR: 48/50 | US: 38 | UK: 38 | Inch: W32/L32 | Unisex: M

DE: 52/54 | IT: 42/44 | FR: 52/54 | US: 40 | UK: 40 | Inch: W34/L32 | Unisex: L

Material

Klar ist auch bei Hosen das Material von entscheidender Bedeutung. Jeans, Cord, Samt oder Baumwolle. Gerade bei den Damenhosen ist derzeit eine große Variation an Materialien im Trend. Besonders Samt und Cord stehen wieder hoch im Kurs. Die gute alte Jeans wird vermutlich so schnell nicht aus der Mode kommen. Aber auch Baumwollhosen sind wieder sehr beliebt, z. B. bei Culottes oder Palazzohosen. Aber auch in der Herrenmode werden Cordhosen momentan wieder gern getragen. Beim Material darf gut und gerne einmal auf die Herkunft der Stoffe geachtet werden. Bei Baumwolle bietet sich z. B. ein Bio- und Fairtradeprodukt an und auch bei Jeans ist die Herkunft nicht zu unterschätzen. Viele Bearbeitungsverfahren, die den Jeans das „besondere“ Finish verleihen, werden in Billiglohnländern ohne jeglichen Atemschutz durchgeführt und führen zu lebensbedrohlichen Krankheiten. Viele Anbieter haben deshalb auch zertifizierte Jeans- und Baumwollhosen im Repertoire, eine ausgiebige Recherche kann sich hier bezahlt machen. Denn meist ist bei solchen Hosen auch die Qualität höher und die Hose dementsprechend langlebiger.