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Haustiere und Wildvögel: Wie füttere ich sie artgerecht?

Vögel, die man als Haustiere hält, unterscheiden sich in ihrer Rasse und Größe meist deutlich von unseren heimischen Wildvögeln. Das bedeutet, dass sie in vielen Fällen auch verschiedenes Futter benötigen. Wenn Du einen Vogel als Haustier hast, solltest Du Dich ohnehin vorher beim Züchter oder im Zoohandel bzw. mithilfe von entsprechender Fachliteratur über das richtige Futter informieren. Bei Wildvögeln gilt wie immer die Regel, dass sie nur im Winter zugefüttert werden sollen und Du ihnen nicht ganzjährig Futter bereitstellen sollst, nur, weil Du gerne Vögel beobachtest.

Was ist das richtige Futter für Wellensittiche und Co.?

Die meisten Vögel, die wir als Haustiere halten können, sind verschiedene Sitticharten und Kanarienvögel. Alleine der bekannte Wellensittich unterscheidet sich in seiner Größe stark vom kleinen Kanarienvogel oder dem Zebrafinken. Die meisten bekannten Haustiervogelarten sind im Grunde kleine Papageien, während Kanarienvögel und Zebrafinken der Finkenfamilie angehören. Es liegt also nahe, dass nicht nur die Futtermenge, sondern auch die Futterart an die Art des Vogels angepasst werden muss. Was man in diesem Zusammenhang oft liest, ist der Begriff der „ölhaltigen“ bzw. „öligen“ Saaten. Dazu gehören etwa Leinsamen, Sesam, Sonnenblumenkerne oder Chiasamen. Die kleinen Finken vertragen zum Beispiel deutlich mehr ölige Saaten als die größeren Papageienartigen.

Achte am besten darauf, dass Du also ein explizit für Deine Vogelart ausgeschriebenes Futter kaufst und auf eine billige Alternative zurückgreifst oder aus falsch verstandener Tierliebe einfach Deine eigene Salatkörnermischung mit dem Tier teilst. Auch die im Winter erhältlichen Körnermischungen für Wildvögel sind nicht unbedingt für jede Art bekömmlich. Das liegt daran, dass sie gerne viele Sonnenblumenkerne enthalten.

Eine gewöhnliche Wellensittichfuttermischung besteht etwa aus 25 Prozent Spitz- oder Glanzsaat, 25 Prozent Silberhirse, etwa 45 Prozent anderer Hirsearten, und 5 Prozent Haferkernen. Pro Wellensittich reicht übrigens eine Menge von einem Teelöffel der Körnermischung pro Tag aus. Du solltest Dich, wie bereits erwähnt, unbedingt vorher informieren, wie viel und welches Futter dein Haustier braucht. Manche Papageienartige fressen nämlich zusätzlich auch gerne Obst oder bestimmte Zweige. Stelle auch hier sicher, dass Dein Vogel die gereichten Pflanzen verträgt, denn es gibt auch Hölzer und Früchte, die für ihn giftig sein können – schließlich handelt es sich meist nicht um heimische Tiere, sondern um Arten, die in ihrer eigentlich Heimat ganz andere Pflanzen gewohnt sind. Wenn Du Dich ausgiebig vor der Anschaffung eines Tieres über die artgerechte Fütterung informierst, tust Du Deinem gefiederten Mitbewohner also am besten, zumal Du sonst leicht Organschäden oder Übergewicht riskierst.

Welches Vogelfutter ist zur Winterfütterung von Wildvögeln geeignet?

Wenn Du Dir darüber im Klaren bist, wann Du die Wildvögel im Garten zufüttern darfst und wann nicht, solltest Du dennoch nicht einfach irgendein Vogelfutter kaufen und auslegen. Es gibt einige Kriterien, die auf ein gutes Wildvogelfutter schließen lassen.

1. Auf die Kennzeichnung „frei von Ambrosiasamen“ oder „Ambrosia kontrolliert“ achten: Das hat den Hintergrund, dass sich die Samen sonst schnell draußen verbreiten und dort zu Pflanzen heranwachsen. Viele Menschen reagieren allerdings stark allergisch auf die Pollen der Ambrosia. So kannst Du verhindern, dass sich noch mehr Pflanzen der Beifußart verbreiten. Ein Blick auf das Herkunftsland des Futters kann im Zweifelsfall dann auch helfen, denn häufig verstecken sich die Samen in Futter aus Nordamerika oder Ungarn.

2. Füllmaterial: Als Füllmaterial gelten etwa Getreidehülsen und Spelzen. Diese werden dem Futter beigemischt, damit es „mehr“ wirkt. Die Vögel fressen aber natürlich nur Samen und keine unnötigen leeren Hüllen. Falls Du schon einmal Futter gekauft und Dich gewundert hast, weshalb die Vögel einen Großteil davon übrig lassen, hast Du nun eine Antwort: Es handelt sich um minderwertiges Futter, das hauptsächlich aus Füllstoffen besteht. Achte also auf jeden Fall auf die Inhaltsstoffe und kauf im Zweifelsfall lieber nur solches Vogelfutter, das erkennbar z. B. nur Sonnenblumenkerne (mit Schale) enthält. Es sollten außerdem möglichst ganze Kerne und keine Stücke enthalten sein, da diese schneller gefrieren.

3. Was für Menschen gut ist, ist nicht automatisch für Vögel gut. Deshalb achte am besten darauf, dass das Futter keinerlei Salz enthält und reiche den Tieren auch selbst nichts Übriggebliebenes aus dem Haushalt so wie etwa trockenes Brot. Auch Butter oder anderes reines Fett ist ganz und gar nicht gut für Vögel.

4. Herstellerangaben: Handelt es sich um einen guten Vogelfutteranbieter, so sind die einzelnen Inhaltsstoffe und im Idealfall sogar der Energiegehalt aufgelistet und Tipps zur Fütterung auf der Packung abgedruckt, z. B. „für Körner- und Weichfutterfresser“. Gerne kannst Du auch vorher einmal beobachten, welche Vogelarten sich besonders oft in deinem Umfeld bewegen und welches Futter für sie am besten ist.