Küchenspülen (20.087 Produkte | 20.551 Varianten)

Das musst Du für den Kauf Deiner neuen Küchenspüle wissen

Beim Kauf und beim Einbau einer neuen Küchenspüle kommt es auf drei Dinge an:

  • Das Spülkonzept
  • Das Material
  • Die Einbauart

Weil es für Laien nicht immer ganz einfach ist, zu durchblicken, welche Art für sie in Frage kommt. Zeigen wir Dir hier einmal auf, wie Du beim Kauf Deines neuen Spülbeckens am besten vorgehst.

Diese Spülkonzepte gibt es

Grundsätzlich wird bei Küchenspülen zwischen Ein- und Mehrbeckenspülen unterschieden. Aus dem Namen ergibt sich bereits, dass die erste Variante aus nur einem Becken besteht, während die zweite über ein zusätzliches Nebenspülbecken oder ein zweites Hauptspülbecken verfügt. Durch die zwei Becken kann gleichzeitig gespült und z. B. Salat gewaschen oder Nudeln können abgegossen werden. Außerdem weist diese Art der Spülen meist breitere Maße auf, sodass das Abwaschen von großen Gegenständen wie z. B. Backblechen vereinfacht wird. Ein Vorteil von klassischen Einbeckenspülen ist, dass sie statt eines zweiten Beckens mit einer Abtropffläche versehen werden können und so überschüssiges Wasser zurück ins Becken läuft und anschließend Geschirr zum Trocknen aufbewahrt werden kann. Wenn Du z. B. keine Spülmaschine hast, ist diese Variante besonders effektiv für häufiges händisches Abspülen.

Beide Spülenversionen sind prototypisch eckig, doch gibt es auch Rundbeckenspülen, bei denen es sich in den meisten Fällen um Einbeckenspülen mit geringerer Größe handelt. Hinzu kommen noch Eckspülen, die vor allem bei Eckunterschränken angewandt werden. Beide Sonderformen eignen sich speziell für kleine Küchen, in denen mit platzsparenden Lösungen gearbeitet werden muss, oder für solche, in denen ein Geschirrspüler vorhanden ist und nicht so häufig gekocht wird. Worüber alle Becken verfügen müssen, ist ein Überlaufschutz, der verhindert, dass die Küche überflutet wird, wenn etwa vergessen wurde, den Hahn auszudrehen oder Fehlfunktionen zu einem Austreten von Wasser führen.

So wählst Du das passende Material aus

Die Auswahl der Materialien für Küchenspülen ist gar nicht so klein, wie man meinen mag. Vermutlich ist die häufigste Grundlage, der Chromnickelstahl, das Material, von dem die meisten Menschen ausgehen, wenn sie an eine Küchenspüle denken. Doch es gibt noch eine ganze Reihe weiterer Stoffe, aus denen ein Spülbecken gefertigt werden kann. Hier sind deshalb die gängigsten Materialien mit ihren jeweiligen besonderen Eigenschaften. 

  • Chromnickelstahl: Seit den 50er-Jahren werden Küchenspülen aus dem sogenannten rostfreien Edelstahl hergestellt. Preisgünstige Edelstahlspülen sind meist aus einem Stück gegossen, während teurere Exemplare oft noch aus Einzelteilen zusammengeschweißt werden. Vorteile dieses Materials sind, dass es günstig, keim- und geruchsfrei, leicht zu reinigen und vor allem sehr robust ist. Leider bilden sich auf dem Stahl häufig Kalkflecken und auch kleine Kratzer. Es empfiehlt sich bei diesen Spülen immer, einen speziellen Edelstahlreiniger zu verwenden, so verschwinden Flecken und auch kleinere Kratzer wieder. Außerdem wird der Edelstahl dadurch nicht stumpf.
  • Verbundwerkstoff (Kompositwerkstoff): Der Verbund aus verschiedenen Werkstoffen vereint die positiven Eigenschaften einzelner Komponente. Dazu gehören meist eine hohe Kratzfestigkeit, eine äußerst gute Pflegeleichtigkeit sowie eine Hitzebeständigkeit von bis zu 280 °C. Zudem hält das Material stark färbenden Lebensmitteln und Säure stand. Bei Spülen aus Verbundwerkstoff handelt es sich meist um hochwertige und langlebige, dafür aber meist etwas teurere Produkte.
  • Naturstein: Spülen aus Naturstein werden zwar nur noch selten hergestellt, weil sie oftmals nicht den küchenüblichen Ansprüchen gerecht werden. Das heißt, sie sind anfällig für Säure, zerkratzen leicht und saugen sich schnell mit Flüssigkeiten voll. Früher wurde Marmor noch oft als prestigereicher Stein eingesetzt, heute kommt Granit dagegen häufiger zum Einsatz. Er besticht vor allem durch seine edle Optik, die im Vergleich zum rostfreien Edelstahl etwas Besonderes darstellt. Heutzutage gibt es spezielle Imprägniermittel, die den Granit vor Flecken und Schmutz schützen. Du solltest wissen, dass Granit zwar gut aussieht, aber einen hohen Pflegeaufwand bedeutet, denn Du musst ihn regelmäßig nachimprägnieren. Achte beim Kauf darauf, dass er der Konformitätserklärung der europäischen Norm EN 13310+A1 entspricht.
  • Glas: Glas als Material für die Küchenspüle mag zunächst ungewohnt klingen. Das liegt unter anderem daran, dass es oft mit anderen Werkstoffen kombiniert wird. So gibt es Küchenspülen, deren Becken aus üblichem Chromnickelstahl besteht und deren Arbeits- oder Abtropffläche aus Glas hergestellt wurde. So bekommt die Spüle einen edlen Look, profitiert aber gleichzeitig vom Robustheitsgrad des Edelstahls. Glas ist ebenfalls geruchsfrei, pflegeleicht und zerkratzt nicht so schnell. Durch die besonders glatte Oberfläche ist eine Keimbildung außerdem weitestgehend ausgeschlossen.

So findest Du heraus, welche Einbauart Du benötigst

Du weißt nicht so recht, welche Art der Spüle Du benötigst? Das kannst Du ganz einfach an den folgenden Einbauarten ablesen.

  • Einbauspüle: Einbauspülen sind die wohl am häufigsten vertretenen Formen der Küchenspülen. Bei ihnen wird das Spülbecken von oben in die passend ausgeschnittene Arbeitsplatte eingefügt. Das führt dazu, dass der Spülenrand auf der Arbeitsplatte aufliegt. Befestigt wird das Spülbecken anschließend mit Schrauben oder Kleber. Sie unterscheiden sich nur bedingt von ganz einfachen Auflagespülen aus Edelstahl, die auf einem Unterschrank aufgelegt und befestigt werden.
  • Aufsatzbecken oder Spülmodule: Auch sie werden auf der Arbeitsplatte oder dem Spülenunterschrank installiert. Sie versinken aber nicht in der Arbeitsplatte, sondern sie stehen sozusagen oben drauf. Besonders designbegeistere Menschen lassen sich diese Art der Küchenspüle installieren. Sie sind allerdings nicht für jede (Einbau-)Küche geeignet, weil sie einen größeren Aufwand beim Einbau erfordern und oftmals an der Vorderseite ein Stück des Unterbauschrankes ausmachen. Dieser muss dementsprechend hinzugekauft oder angepasst werden.
  • Flächenbündiger Einbau: Im Grunde wird auch bei dieser Einbauart das Becken in die Arbeitsfläche eingelassen. Das Besondere daran ist aber, dass keinerlei Rand zurückbleibt, sondern, dass sich das Becken auf derselben Ebene wie die Arbeitsplatte befindet. Selbst bei klassischen Standardeinbauspülen bleibt immer ein feiner Rand über. Das hat den Vorteil, dass die Küchenarbeitsplatte samt Spüle einfacher zu reinigen ist.
  • Unterbauspüle: Oft sind Unterbauspülbecken die Spülen, die aus einem anderen Material als rostfreiem Edelstahl bestehen. Hierbei wird das Becken von unten an der Arbeitsplatte befestigt. Du erkennst diese Einbauart auch daran, dass die Küchenarmatur hier oftmals direkt auf der Arbeitsplatte montiert wird und nicht am eigentlich Becken selbst.