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Das musst Du beim Kauf eines TV Gerätes beachten

Du möchtest Dir einen guten Fernseher kaufen? Das ist nicht schwer. Was schwer ist, ist den richtigen Fernseher für Deine Bedürfnisse zu finden. Deshalb haben wir Dir ein paar Kriterien zusammen gesucht, die Dir dabei helfen sollen.

Bildschirmgröße. Das TV-Gerät sollte zur Größe Deines Raumes und zweitrangig auch zur Einrichtung passen. Einer der wichtigsten Faktoren ist dabei der Abstand zwischen dem Fernsehstellplatz und dem Sofa. Sitzt Du beispielsweise zu dicht an einem großen Fernseher, dann können Deine Augen dauerhaft Schaden nehmen. Um jedoch von der Bildqualität, z. B. bei 4K, zu profitieren, sollte die Entfernung zum Fernseher nicht zu enorm sein. Allgemein sollte die Distanz etwa dreimal die Länge der Bildschirmdiagonale betragen. Die häufigst vorkommenden Bildschirmdiagonalen liegen zwischen 30 und 70 Zoll. Nur wenige Geräte liegen darunter oder darüber. Ein guter Mittelwert ist dabei 55 Zoll. Ohne Rahmen hat dieses Gerät eine Bildschirmdiagonale von 139 cm (1 Zoll = 2,54cm) und Du solltest mit einem Abstand von 3 Metern davon entfernt sitzen. Ab 60 Zoll eignen sich die Fernseher ausgesprochen gut für das Heimkino. Jedoch sollte die Auflösung der Fernseher besser sein, je größer das Gerät wird. So ist bei Ultra HD ein kleinerer Abstand möglich als bei Full HD. Das typische Bildschirmseitenverhältnis der heutigen TV Geräte ist 16:9. Alte Filme oder (TV-)Aufzeichnungen im Format 4:3 lassen sich aber auch auf ihnen abspielen. Das Kinoformat 21:9 ist im Kommen. Es ist aber nur selten und nur bei den modernsten und teuersten Geräten zu finden.

Bildauflösung. Welche Bildauflösung ist nötig? Wichtig ist hierbei eine Balance zwischen der Größe und der Auflösung des Bildschirms herzustellen. Denn wie schon erwähnt, je besser die Auflösung, umso größer dürfen auch die TV Geräte sein. Wenn Du nur primär fernsehen schauen möchtest, dann reicht ein Full-HD-Modell. Geräte mit weniger Auflösung als Full HD gibt es kaum mehr. Möchtest Du auch Online-Dienste wie Netflix, Amazon Prime und Co. nutzen oder Blu Rays schauen? Dann lohnt es sich, ein Gerät mit einer Ultra-HD- oder 4K-Auflösung zu beschaffen. Denn die Auflösung wird erst vollends genutzt, wenn der Film oder die Serie in 4K ausgespielt wird. Die 4K Auflösung kommt bei den Online-Diensten häufiger vor. Bei den Blu Rays musst du darauf achten, ob sie in 4K sind. Bei einigen dieser UHD-Modelle gibt es noch die zusätzliche Bildverbesserungstechnik HDR (High Dynamic Range), dadurch entstehen stark kontrastreiche Bilder. Ultra HD ist sehr gut für die Bildschirmgrößen ab 65 Zoll. Erst dann zahlt es sich zumeist komplett aus. Um den Unterschied zwischen Full HD und Ultra HD noch genauer klar zu machen: Full HD hat eine Auflösung von 1.920 x 1.080 (1.080p), also etwa zwei Millionen Pixel. Dagegen hat Ultra HD acht Millionen Pixel (3.840 x 2.160). Im Kino ist die Auflösung von 4K noch höher und beträgt 4.096 x 2.160.

Bildqualität. Die Bildwiederholfrequenz (Hertz) zeigt an, wie viele Bilder pro Sekunde über den Bildschirm wandern. Sie ist maßgeblich für die Bildqualität. Es gibt Fernseher mit 50, 100, 400 oder gar 800 Hertz, d. h. bei 100 Hertz laufen 100 Bilder pro Sekunde über den Bildschirm. An sich reichen dem menschlichen Auge 24 Bilder pro Sekunde. Die höheren Hertzzahlen helfen dabei, die Bewegtbildszenen von Unschärfen, Nachzieheffekten oder Flimmereien zu befreien. Dies wird möglich durch das Errechnen von Zwischenbildern. Manchmal jedoch sind die errechneten Zwischenbilder sehr detailarm und dadurch können die Hintergründe in Filmen oder Serien statisch und billig wirken. Die Playstation oder auch Blu-Ray-Player übertragen zumeist nur 50 oder 60 Hertz. Nur TV-Geräte mit einem HDMI-Standard von 2.1 übermitteln mit 100 oder 120 Hertz. Auch die TV-Sender übertragen nur mit 50 Hertz. Im Kino werden gar nur 24 Bilder oder seltener und speziell bei IMAX-Filmen 48 Bilder pro Sekunde gesendet.

Sind denn nun die Geräte mit den angeblichen 400 oder 800 Hertz besser? Nein, sind sie nicht. Meistens tricksen hier die Hersteller mit Rechnungen, um diese hohen Hertzzahlen angeben zu können. Denn die TV-Geräte selbst tragen entweder ein 50-Hertz-Panel oder ein 100-Hertz-Panel in sich. Deswegen wird auch von nativen oder einfachen Hertzzahlen gesprochen. Zu denen gehören auch die Angaben bezüglich 400 oder 800 Hertz. Des Weiteren solltest Du bedenken, dass ja trotz allem nur 50 oder höchstens 100 Hertz übertragen werden. Die Entscheidung liegt demnach zwischen dem nativen 50-Hertz-Panel oder einem nativen 100-Hertz-Panel. Die volle Wirkung von 100 Hertz zeigt sich z. B. bei Actionszenen, schnellen Bewegungen bzw. Kamerafahrten oder bei Videospielen.

Design. TV-Geräte sind über die Jahre immer flacher geworden und werden es immer noch. Neben den flachen Modellen, gibt es seit einiger Zeit auch gebogene Bildschirme (curved). Bei diesen Geräten ist die Biegung der Form des Augapfels nachempfunden. Dies soll angenehmer zum Schauen sein und ein plastisches und räumliches Fernsehgefühl ergeben. Außerdem sind alle Bereiche durch das Gebogene etwa gleich weit vom Betrachter entfernt, was bei einem flachen Modell nicht immer gegeben ist. Die Ausstattung der gebogenen Fernseher ist zumeist sehr modern. Sinn machen tun die gebogenen Modelle ab einer Größe von 50 Zoll. Der Trend zu diesen Geräten ist aber in letzter Zeit wieder abgeflaut, so auch zu 3D-Fernsehern. Ob Dir diese beiden Varianten gefallen könnten, musst Du ausprobieren. Bedenke nur das die 3D-Qualität von TV-Geräten nicht an die des Kinos herankommt. Neben der Frage ob nun flat oder curved, stellt sich die Frage, welche Farbe das Gerät haben soll? Primär sind die Geräte schwarz. Es gibt aber auch silberne oder weiße Fernseher. Bedenke, dass Du Dich stark einschränkst, wenn Du unbedingt eine von den beiden Farben haben möchtest. Als letztes kannst Du Dich beim Design noch für oder gegen einen Rahmen entscheiden. Auch hier begrenzt Du Deine Möglichkeiten.

Displaytechnologie. Es gibt mehrere Fernsehtypen. Im Folgenden werden sie vorgestellt:

  • Plasma: Plasmafernseher verschwinden vom Markt. Sie sind deshalb gerade etwas für Schnäppchenjäger. Plasmageräte haben mehrere Vorteile zu den anderen Typen. Ihre Bildqualität ist sehr gut und sie punkten mit einer starken Farbbrillanz und Kontraststärke. So können sie beispielsweise ein echtes Schwarz wiedergeben. Zudem ist die Bildqualität blickwinkelunabhängig. Egal, wie Du davor sitzt, das Bild bleibt gestochen scharf. Ein Problem der Plasmamodelle war, dass sie recht teuer in der Herstellung waren. Dazu kommt, dass sie einen recht hohen Energieverbrauch haben. Die Verbraucherklasse A+ ist nicht vorhanden. Teilweise spiegelt der Bildschirm, z. B. wenn Licht durch Lampen oder Fenster darauf fällt. Als letzter Nachteil finden sich die Schattenbilder. Lang gezeigte Motive hinterlassen manchmal nach dem Wegschalten einen Schatten von sich.
  • LCD und LED: Vorweg: Jeder LED-Fernseher ist auch ein LCD-Fernseher, aber nicht jeder LCD-Fernseher ist ein LED-Fernseher. LCD-Geräte („Liquid Crystal Display“) sind besonders leicht sowie robust und können sehr flach gebaut werden. Zwischen zwei dünnen Glasplatten sind Flüssigkeitskristalle, die beleuchtet werden und so das Bild erstellen. Ältere Modelle sind noch mit Leuchtstoffröhren ausgestattet. Doch die aktuellsten Modelle werden nur noch mit LEDs als Hintergrundbeleuchtung hergestellt. Sie sind langlebig, energiesparend und haben eine sehr gute Darstellungsqualität. Die LCD-Geräte mit LED-Beleuchtung weisen starke Kontrastwerte und exzellente Schwarzwerte Sie sind Multitalente mit denen Du fernsehen, Filme wiedergeben, im Internet surfen, Musik abspielen und auch Deinen Computer verbinden kannst. Es wird zwischen Edge LED und Full LED bzw. Direct LED unterschieden. Beim Edge LED sind die Lämpchen nur am Rand und das Licht wird durch Spiegel verteilt. Das hat den Vorteil, dass diese Geräte äußerst flach gebaut werden können. Jedoch bilden sich am Rand häufig helle Bereiche, was „Clouding“ genannt wird. Sie sind etwas günstiger als Full LED- bzw. Direct LED-Geräte. Diese wiederum haben ihre LEDs gleichmäßig über die gesamte Fläche des Bildschirms platziert. Dadurch ist die Beleuchtungssteuer präziser, das Bild besser und es gibt kein „Clouding“. Full LED bzw. Direct LED Modelle sind dafür etwas kostspieliger.
  • OLED: OLEDs sind wohl wie auch QLEDs die Zukunft der TV-Geräte. Das O Steht für organische Leuchtdioden, die auf Kohlenstoff basieren. Bei OLED-Geräten werden die Vorteile von LCD- und Plasmafernseher verbunden. Ihre Bildqualität ist hervorragend. Sie sind 000x schneller als die schnellsten LED-Bildschirme, wodurch sie besonders für Videospiele geeignet sind. Sie haben eine ausgezeichnete Blickwinkelstabilität. Egal, aus welcher Position Du schaust, das Bild bleibt gestochen scharf. Durch das einzelne Ansteuern der OLEDs ist das Bild sehr kontrastreich, farbintensiv und es gibt eine sehr kurze Reaktionszeit. OLED-Modelle verbrauchen noch weniger Energie als LCD. Zudem können die Bildschirme gebogen und nur wenige Millimeter dick sein, da keine Hintergrundbeleuchtung benötigt wird. Jedoch ist es eine aufwendige Technik und die TV-Geräte sind sehr teuer.
  • QLED: Der wichtigste Unterschied zwischen QLED und OLED sind die Quantum Dots, die anorganisch sind und bei QLED-Geräten genutzt werden. Diese werden von hinten beleuchtet und zeigen dadurch ihre Farbe. QLED kann als Farbwunder bezeichnet werden. Die Farben sind rein, stabil und präzise. Dadurch ist das Bild detail- und kontrastreich. Ein QLED-Gerät erreicht eine Spitzenhelligkeit und die Farben bleiben trotzdem gestochen scharf. Auch in den dunkelsten Ecken eines Filmes sind Gegenstände etc. deutlich zu erkennen. Gemeinsam haben OLED und QLED, dass sie beide die Auflösung 4K darstellen können. Bei QLED geht es noch einen Schritt weiter. Die Geräte können auch 8K

Smart TV. Heutzutage sind die TV-Geräte größtenteils Alleskönner. Neben der üblichen Funktion einfach Filme, Serien oder TV abzuspielen, haben sie auch häufig eine Bluetooth- und WLAN-Funktion. Bluetooth brauchst Du u. a. für Kopfhörer, 3D-Brillen oder Hightechsoundbars, die Du darüber mit dem Gerät verbinden kannst. Durch die WLAN-Funktion, kannst Du den Fernseher wie einen Computer nutzen und Streaming-Dienste schauen. Häufig haben die neuen Geräte schon vorinstallierte Apps wie beim Smartphone, welche Du auch nachrüsten kannst.

Anschlüsse. Bei den Anschlüssen solltest Du darauf achten, genügend HDMI-Schnittstellen zu haben. Es sollten am besten drei Schnittstellen sein. Anschließen kannst Du darüber Konsolen, Kopfhörer und DVD- oder Blu-Ray-Player. Auch mehrere USB-Anschlüsse sind nicht verkehrt. Möglichst 3.0 USB-Slots. Über diese kannst Du Speichersticks oder externe Festplatten mit dem TV-Gerät verbinden. Audio-Ausgänge, z. B. ein Clinch-Anschluss für Soundbars oder Heimkinosysteme, werden teilweise auch noch benötigt. Jedoch nimmt die digitale Übertragung zu, da es darüber einen besseren Klang gibt. Der Clinch-Anschluss wird also Stück für Stück vom optischen Digitalanschluss ersetzt.

Zusatzfunktionen. Einige TV-Geräte haben integrierte DVD- oder Blu-Ray-Player sowie interne Festplatten oder USB-Recording. Mit dem USB-Recording kannst Du TV-Sendungen direkt vom Fernseher aufnehmen und speichern.

Zubehör. Die Fernsehgeräte kommen häufig mit integrierten Fuß. Dabei solltest Du darauf achten, dass diese auf Deine TV-Konsole passen. Möchtest Du aber, dass dein Fernseher an der Wand hängt, so musst Du Dir eine passende Wandhalterung kaufen. Gebogene TV-Geräte sind aber eher nicht für das Hängen geeignet. Weiteres Zubehör wären u.a. 3D-Brillen. Es gibt passive Polarisationsbrillen oder aktive Shutter-Brillen, die kostspieliger wären. Des Weiteren gibt es kompatible Universalfernbedienungen, Beamer, Receiver, Festplattenrekorder oder externe Festplatten, DVD- oder Blu-Ray-Player und Heimkinosoundsysteme.

Heimkino oder Zweitfernseher?

Nachdem Du alle Kriterien durchgelesen hast und die Unterschiede zwischen den verschiedenen Typen von Fernsehern kennst, fällt Dir die Kaufentscheidung nun vielleicht leichter. Die letzten Fragen, die Du Dir stellen solltest: Wohin soll der Fernseher kommen? Soll er als Heimkino ins Wohnzimmer kommen? Oder als Zweitfernseher beispielsweise in die Küche? Wenn Du nur einen Zweitfernseher holen willst, dann reicht ein kleiner Fernseher mit den einfachsten Funktionen und Zusätzen. Wenn Du jedoch eine Atmosphäre wie im Kino haben willst und mit Familie und Freunden zusammen schauen willst, dann hole Dir einen großen LCD- oder gar OLED-Fernseher mit abgestimmten Funktionen und passenden Zubehör.