Garten (1.791.323 Produkte | 1.786.350 Varianten)

Tipps für die richtige Gartenausstattung

Das wird im Garten tatsächlich gebraucht

Nicht nur der Innenraum soll eine Wohlfühloase sein, auch der Garten will hergerichtet werden. Beim Einkauf für den Garten entscheidet man sich gerne noch einmal beim Stöbern um, ob es bei den Neuanschaffungen um Pflanzen und Pflanzenzubehör, Möbel, Geräte oder einfach nur Dekoration gehen soll, selbst, wenn man sich nur nach einem Düngemittel umsehen wollte. Das Gartensortiment reicht aufgrund seiner großen Bandbreite vom Hobbybereich bis hin zu professionell anzubringenden Sanitärinstallationen wie etwa Swimmingpools. Die beliebtesten Basics sind aber immer noch Pflanzen und Zubehör, Möbel sowie Hilfsmittel für die Rasen- und Pflanzenpflege, wie etwa Unkraut- oder Schädlingsvernichter.

Pflanzen – brauche ich zwingend einen grünen Daumen?

Über die Kunst des Gärtnerns lässt sich streiten. Viele Menschen behaupten, dass sie definitiv keinen grünen Daumen haben und legen sich deshalb lieber einen Steingarten an. Gerade in der heutigen Zeit sind Pflanzen aber enorm wichtig, und zwar nicht nur fürs Optische – Stichwort Klimawandel. Es gibt vieles, das vermeintlich untalentierte Gärtner davon abhält, sich den Pflanzen zu nähern. Dabei gibt es doch nur ein paar Dinge, die zu beachten sind.

  • Talent: Das Gute an einem Garten ist, dass viele Pflanzen sich im Vergleich zu Zimmerpflanzen „von selbst“ versorgen und deshalb wenig Pflege benötigen. Wenn Du also keine Geduld hast, Pflanzen vom Samen an hochzuziehen, sind Setzlinge, die bereits ein gewisses Alter und vor allem das entsprechende Wurzelwerk erreicht haben, die bessere Wahl. Ab und an müssen die Pflanzen ab einer bestimmten Höhe gestutzt werden. Für Menschen ohne Grünen Daumen eignen sich vorrangig pflegeleichte Pflanzen, die nicht so oft geschnitten werden müssen (Fächerahorn, Zierkirsche, Rhododendron, Zaubernuss oder Rosensorten wie „Escimo“ und „Larissa).

  • Wetter: Achte darauf, dass die Pflanzen auch winterfest sind, sodass du sie direkt in die Erde einpflanzen kannst und nicht in einem Topf halten und im Winter im Innenbereich aufbewahren musst. Dennoch sollten die Pflanzen auch im Winter vor wechselnden Witterungsbedingungen geschützt werden. Sonne, Frost, Wind, Regen, Schnee – der Wechsel ist das eigentlich Gefährliche für Pflanzen. Atmungsaktive Abdeckplanen können hier abhelfen. Für extreme Hitze gilt: am besten einen langen Wasserschlauch installieren, damit er immer Griffbereit ist, um sie zu gießen. Regulär benötigen feststehende Pflanzen aber kein extra Gießwasser.

  • Erde: Bei Topfpflanzen ist vor allem die richtige Erde und das Düngemittel entscheidend. Experten raten davon ab, Blumenerde mit einem hohen Torfanteil zu kaufen, da sie a) nicht gut für das Pflanzenwachstum ist und b) nicht gerade ressourcenschonend ist, zumal Torf ein Produkt aus der künstlichen Trockenlegung von Mooren ist. Leider ist Torf bei handelsüblicher (Billig-)Erde ein Hauptbestandteil. Deshalb sollte auf Alternativen zurückgegriffen werden. Dazu gehören aus Kompostabfall oder Holz- und Kokosfasern hergestellte umweltfreundliche Pflanzenerden und Substrate.

Gartenmöbel – welches ist das richtige Material?

Damit man den hübsch hergerichteten Garten auch genießen kann, vielleicht die eine oder andere Grillparty veranstalten kann, dürfen die richtigen Gartenmöbel natürlich nicht fehlen. Vorneweg sind mehrere Stühle übrigens sinnvoller als die klassische Bank, da so jede Person individuell Platz nehmen kann und sich niemand beim Aufstehen erst an jemand anderem vorbeischieben muss. Für den besonderen Bedarf ist dann die Bierbank angebrachter, da sie dank der fehlenden Lehnen mehr Freiraum bietet. Ganz so bequem ist sie nicht, aber bei größeren Veranstaltungen, die nur selten stattfinden, kann sie dafür sehr gut aushelfen. Ob nun Stühle, Bänke oder gleich eine ganze Garnitur, eines ist jedenfalls sicher: Auf das Material kommt es an.

  • Holz: Holz ist zwar eine schicke Variante, doch wird es schnell durch Witterungsbedingungen angegriffen und ist generell eher empfindlich. Es muss im Herbst schnellstmöglich nach drinnen gebracht werden, damit die feuchte Herbst- und Winterluft es nicht zum Modern bringt. Wenn Du Dich doch für Holz entscheidest, dann sollte es mindestens eine sehr gute Lasierung haben. Die besten Hölzer für Gartenmöbel sind Teak-, Eukalyptus- oder Akazienholz. Dies sind drei besonders witterungsbeständige, schwere und robuste Holzarten. Gegebenenfalls müssen Holzmöbel nachlasiert werden, damit sie möglichst lange erhalten bleiben

  • Alu: Alu hat den Vorteil, dass es besonderes leicht ist und außerdem witterungsbeständig. Das moderne Aussehen ist ein weiterer Pluspunkt, allerdings muss beachtet werden, dass die Sitzflächen von Alumöbeln aus Textilien bestehen, die die Haltbarkeit deutlich verkürzen können.

  • Plastik: Plastikmöbel sind ebenfalls witterungsbeständig und leicht und zudem meist günstig. Sie können einfach gereinigt werden, haben aber den Nachteil, dass man ihnen den Pragmatismus auch schnell ansieht. Unter modern und ansehnlich sind sie nicht unbedingt bekannt. Sehr preisgünstige Modelle (besonders Stühle) können daneben auch schnell porös werden und brechen.  

  • Rattan: Ein klares Plus bei Rattanmöbeln ist ihr modernes Aussehen. Gerade themenorientierte Gärten sind für große Rattansessel und Tische prädestiniert. Die geflochtene Struktur des südasiatischen Palmenstammes braucht aber auch viel Pflege, denn das Material ist sehr wetteranfällig. Deshalb sollten die Rattanmöbel unbedingt bei Nässe und in den kalten Jahreszeiten drinnen aufbewahrt werden. Außerdem müssen sie hin und wieder befeuchtet werden, damit sie nicht austrocknen.

Bei Unkraut- und Schädlingsbekämpfung auf Umweltverträglichkeit achten

Was wäre ein Garten ohne Rasen? Wahrscheinlich nicht so grün. Damit dieser aber auch so grün bleibt, muss er regelmäßig gepflegt werden. Leider passiert es dann oft, dass uns Unkraut oder Schädlinge einen Strich durch die Rechnung machen und der Rasen nicht mehr so eben und lückenlos erscheint. Gleiches gilt für den heißgeliebten Kräuter- oder den Obst- und Gemüsegarten, Larven, Maden, Schnecken, Blattläuse oder andere unbeliebte Tiere machen sich dort gerne über unsere Ernte her.

Damit die Pflanzen weiterhin so gedeihen, wie wir es gerne hätten, müssen sowohl bei Unkraut- als auch bei Schädlingsvernichtungsmitteln die folgenden Faktoren berücksichtigt werden: Bienen-, Rasen- und Pflanzenschädlichkeit, allgemeine Umweltverträglichkeit, Wasserlöslichkeit, Wirkungsdauer und -reichweite. Das Bekämpfungsmittel sollte nach Möglichkeit keine Chemiekeule sein und nicht sämtliche anderen Pflanzen und wichtige Insekten wie Bienen abtöten.

Wer seiner Umwelt und seinem Rasen also etwas Gutes tun will, der greift auf Herbizide (Unkrautvernichter) zurück, die auf einer biologischen Basis wie Essig- oder Pelargonsäure beruhen. Übrigens kann Unkraut sogar ganz einfach vorgebeugt werden, indem von Vornherein auf hochpreisiges Saatgut zurückgegriffen wird – das gilt auch für das Ausbessern von Rasenlücken. Bei der Schädlingsbekämpfung musst Du sogar noch vorsichtiger sein. Die Gesetzeslage sieht vor, dass im heimischen Bereich nur solche Mittel erlaubt sind, die mit der Aufschrift „Anwendung im Haus- und Kleingartenbereich zulässig“ versehen sind. Verträgliche und beliebte Mittel auf biologischer Basis in der Schädlingsbekämpfung sind solche, die den natürlichen Wirkstoff der Neem-Pflanze (auch: Niembaum) enthalten. Die pflanzlichen Inhaltsstoffe hindern Insekten hauptsächlich daran, sich den Pflanzen zu nähern oder sich dort zu vermehren, anstatt sie zu töten. Umweltfreundlichkeit ist bei der Unkraut- und Schädlingsvernichtung also nicht nur eine Sache der Freiwilligkeit.