Funktionskleidung (8.119 Produkte | 8.583 Varianten | 9.328 Angebote)

Welche Funktionskleidung gibt es?

Wie der Name „Funktionskleidung“ vermuten lässt, verbergen sich dahinter Textilien, die in bestimmten Situationen eine Funktion zu erfüllen haben. Das betrifft Insbesondere den Schutz vor Kälte, Wärme, Feuchtigkeit, UV-Strahlung, Chemikalien o. Ä. Darunter fällt also auch Arbeits- und Sportbekleidung, aber auch Outdoorbekleidung für den Aufenthalt im Freien an windigen und kalten Tagen oder für die Wandertour. Alle Kleidungsstücke, von den Schuhen über die Unterwäsche bis hin zur Mütze, die aus diesem Zwecke und nicht zur modischen Bekleidung getragen werden, zählen zur Funktionskleidung.

Aus welchem Material besteht Funktionskleidung?

Weil Funktionskleidung so vielschichtig ist, unterscheiden sich auch die Materialien je nach Kleidungsstück und Anlass erheblich voneinander. Letztlich kommt es darauf an, welchen Fokus Du setzt: Präferierst Du natürliche Fasern oder können es auch künstliche sein? Und: Welche Eigenschaften braucht Deine Funktionskleidung? Beides sind Kriterien, die die Wahl des Materials beeinflussen können.

Die häufigste für Funktionskleidung verwendete Naturfaser ist wohl die vom Merinoschaf gewonnene Merinowolle. Sie wirkt von Natur aus antibakteriell, weshalb einer durch Bakterien verursachte Geruchsbildung vorgebeugt werden kann. Hinzu kommt, dass sie feuchtigkeitsabsorbierend ist: Die Fasern können bis zu einem Drittel ihrer Masse an Flüssigkeit aufnehmen – Schweiß wird also sehr gut absorbiert, wenn auch nicht nach außen transportiert. Daneben weist die Wolle natürlich auch wärmende sowie kühlende Eigenschaften auf. Das prädestiniert sie vor allem für Outdoorbekleidung, wie sie beim Wandern oder ähnlichen Aktivitäten getragen wird.

Bei künstlichen Fasern kommen vor allem Polyester, Nylon, Polyacryl und Polyurethan, besser bekannt als Elastan, zum Einsatz. Oft ist Sport- und andere Funktionskleidung dann so beschaffen, dass sie aus mehreren Schichten besteht. Die Kunstfasern können im Gegensatz zu den meisten natürlichen Fasern den Schweiß dann nicht nur absorbieren, sondern ihn auch an die nächste Schicht abgeben und ihn oft sogar nach außen transportieren, sodass die Haut vor Unterkühlung geschützt ist – meist wird diese Eigenschaft als Atmungsaktivität ausgewiesen. Im Gegensatz zur Merinowolle wirken die meisten der Chemiefasern allerdings in keinem so hohen Maße antibakteriell und beginnen bei starker Schweißbildung schnell unangenehm zu riechen. Manche Textilien verfügen daher über eingewebte Silberionen, die die Vermehrung der Bakterien verhindern sollen – diese haben wiederum den Nachteil, dass sie allergische Reaktionen (Textildermatitis) hervorrufen können.

Auf welche Eigenschaften muss ich achtgeben?

In der Regel bist Du Dir ja im Klaren darüber, wofür Du die neue Funktionskleidung benötigst. Bei der Laufjacke kommt es sicherlich auf ganz andere Eigenschaften als bei der neuen Skiunterwäsche an. Daher gibt es ein ziemlich großes Spektrum an Features, die Funktionskleidung auszeichnet. Je nach Anlass sollte die Kleidung etwa: winddicht, wasserdicht, atmungsaktiv, thermoregulierend, schmutzabweisend, antimikrobiell, flammhemmend, UV-beständig, elektrisch abschirmend, elastisch, strapazierfähig, pflegeleicht, chemikalienresistent, leicht, wärmend bzw. kühlend sein.

Du solltest also vorher genau abwägen, ob und welchen Wetterverhältnissen Du Dich während der Aktivität aussetzt, wie und ob Du Dich bewegst und ob es evtl. sogar zu potentiellen Gefahren durch Elektrizität, Hitze, Kälte oder Feuer kommen kann. Weisen die Kleidungsstücke entsprechende Kennzeichnungen und im besten Falle das CE-Zeichen auf, kannst Du davon ausgehen, dass sie Dich in der Situation auch davor schützen. Und noch ein Tipp am Rande: Wenn Du Funktionskleidung oder Arbeitskleidung für Umstände suchst, die Dich gefährden könnten, lohnt es im Zweifel immer, etwas mehr Geld auszugeben und auf Güte- bzw. Prüfsiegel achtzugeben.