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Tapezierwerkzeug für jede Tapete: Diese Tools brauchst Du

Wenn Du die alte Raufaser- oder Mustertapete nicht mehr sehen kannst, kann wohl im wahrsten Sinne des Wortes ein Tapetenwechsel nicht schaden. Was Du für eine gelungene Renovieraktion brauchst, zeigen wir Dir hier einmal kurz und bündig auf.

Im Grunde genommen erfolgt das Tapezieren in vier Schritten: 1. Vorbereitung, 2. Zuschneiden, 3. Einkleistern, 4. Anbringen. Für jeden Schritt benötigst du teils fakultatives, teils obligatorisches Zubehör. Dabei ist es völlig egal, ob es sich bei deinem neuen Wandkleid um Papier-, Raufaser-, Struktur-, Profil-, Vlies-, Textil-, Vinyl-, Satin- oder Metalltapeten handelt.

1. Vorbereitung

Vor dem Tapezieren kommt es natürlich darauf an, ob Du eine blanke oder eine bereits tapezierte Wand neu einkleiden möchtest. Über Tapete kannst Du die neue Schicht oft einfach darüber tapezieren. Manchmal ist die sich bereits auf der Wand befindende Schicht allerdings zu dick oder besitzt eine so starke Struktur, dass sie durchscheinen würde. Dann ist es besser, die alte Tapete zuerst zu entfernen.

Dazu sind eine Nagelrolle, Tapetenlöser und ein Malerspachtel vonnöten. Damit bekommst Du auch hartnäckige Raufasertapete ab. Rollenmakulatur oder Tapetengrund können zum Einsatz kommen, wenn die Wand aufgrund von mangelnder Saugfähigkeit, die wiederum für das Haften des Kleisters wichtig ist, vorbehandelt werden muss. Farbe auf der Wand ist heutzutage im Übrigen meist kein Hindernis, um darüber zu tapezieren. In den allermeisten Fällen ist diese nämlich nicht wasserlöslich. Handschuhe sind außerdem schon bei der Vorbereitung eine enorme Erleichterung und sie schonen zudem Deine Haut und Nägel.

2. Zuschneiden

Da Tapete in der Regel auf eine Rolle am Stück angeliefert wird, muss sie vor dem Anbringen erst noch zugeschnitten werden. Das hat natürlich auch den Hintergrund, dass die Wände nicht in jedem Haus gleich hoch sind und Du an kleineren Ecken, z. B. Über Türen dementsprechend ein kürzeres Stück anbringen kannst. Dazu brauchst Du entweder ein Cuttermesser, eine Tapezierschere oder ein Tapetenabreißlineal. Was genau davon das beste Utensil ist, lässt sich schwer sagen, da es vermutlich eine Sache der persönlichen Vorliebe ist. Das Abreißlineal hat allerdings den Vorteil, dass es nicht nur einen sauberen, sondern gleichzeitig auch einen geraden Schnitt ermöglicht. Andernfalls solltest Du zusätzlich eine Wasserwaage und/oder ein langes Lineal verwenden.

Vor dem Zuschneiden der Tapete musst Du logischerweise zu allererst die Deckenhöhe und damit die richtige Länge ermitteln. Ein Zollstock ist also, wenn Du über einen solchen noch nicht verfügen solltest, ein weiteres Muss. Damit die Tapete auch gleichmäßig abgeschnitten werden kann, sollte bereits vor dem nächsten Schritt, dem Einkleistern, ein Tapeziertisch aufgebaut sein, auf dem Du die Tapete der gewünschten Länge nach bequem ablegen kannst.

3. Einkleistern

Klar, für das Einkleistern brauchst Du vor allem eines: Kleister. Doch welchen Kleister Du genau benötigst, verrät Dir die Tapetenart, die Du anbringen möchtest. Normalkleister ist für einfache Papiertapeten völlig ausreichend. Schwere Raufaser-, Präge- oder Strukturtapeten bringst Du besser mit Spezial- oder Raufaserkleister an. Für Vliestapeten wiederum, gibt es speziellen Vliestapenkleister, während Profil-, Vinyl- und Metalltapeten mit Dispersionskleber angebracht werden.

Damit Du den Kleister auch anrühren kannst, brauchst Du einen (Tapezier-)Eimer, der groß genug für die Decken- bzw. Kleisterbürste ist. Den Eimer musst Du nur extra kaufen, wenn Du keinen Putzeimer o. Ä. besitzt, der diesen Anforderungen entspricht und den Du dafür entbehren kannst.

4. Anbringen

Wenn der Kleister dann aufgetragen und kurz angetrocknet ist, kann es endlich ans Anbringen der Tapete gehen. Dazu brauchst Du vermutlich, wenn Du nicht gerade zwei Meter misst, erst einmal eine Trittleiter, damit Du auch von der obersten Kante aus anfangen kannst. Damit die Tapete möglichst glatt und blasenfrei an der Wand haftet, solltest Du mit einem Andrückspachtel arbeiten. Auch ein Tapezierwischer kann helfen, ggf. entstandene Wellen oder Blasen aus der Tapete herauszubürsten. Beachte besonders bei Mustertapeten, dass Du während des Anbringens den Rapport bedenkst. Das ist sozusagen die Länge, die eine Tapetenbahn zur nächsten überlappen muss, damit das Muster anschließt und nicht verzerrt oder verkürzt ist. Der Rapport wird bei Mustertapeten in der Regel auf der Verpackung mit angegeben (diese also erst wegwerfen, wenn die Tapete aufgebraucht ist).