Wanderschuhe (83.954 Produkte | 85.762 Varianten)

 

Multifunktions-, Trekking- oder Hochgebirgsschuh?

Den nächsten Berg erklimmen, hügelige Sanddünden entlang spazieren oder einfach nur durch das Elbsandsteingebirge wandern – Egal, wo Dich Dein nächster Trip hinführt, für so ein Vorhaben braucht es natürlich die richtigen Wanderschuhe, vor allem dann, wenn das stundenlange Laufen komfortabel bleiben soll. Beim Kauf des neuen Wanderschuhpaars gibt es deshalb einiges zu beachten.

Was muss ich beim Kauf von Wanderschuhen beachten?

Vor dem Kauf eines Wanderschuhs ist es wichtig, noch einmal Deine richtige Schuhgröße zu ermitteln, oft wird sie nämlich unter- oder überschätzt. Geh dazu am besten in ein Schuhgeschäft und Stelle Dich auf ein Fußmessgerät oder besorge Dir eins für zu Hause. Eines sollte der Wanderschuh nämlich unbedingt: richtig passen. Wenn die richtige Größe einmal ausgewählt ist, gibt es einige Kriterien, die Du beim Kauf von Wanderschuhen im Hinterkopf behalten solltest.

 

Funktion. Je nach Vorhaben gibt es einen passenden Wanderschuhtypen. Die Schuhmodelle unterscheiden sich in der Schafthöhe, der Profiltiefe und der Festigkeit. Aus diesem Grund wird der Wanderschuh, den es so an sich nicht gibt, von vielen Experten in die folgenden Kategorien eingeteilt. Bedenke dabei bitte, dass die Grenzen zwischen den Schuhen fließend sind und sich nicht immer zu hundert Prozent abgrenzen lässt, zu welcher Sorte Wanderschuh das Modell jeweils gehört.

Welcher Wanderschuh eignet sich für meine Wanderung?

Multifunktionsschuhe. Die Schuhe sind nicht alleine fürs Wandern gedacht. Sie können auch bei Spaziergängen auf unebenen, matschigen und steinreichen Wegen sowie während Trailruns getragen werden. Bei kurzen und weniger anspruchsvollen Wanderungen können sie natürlich auch zum Einsatz kommen. Sie zeichnen sich durch einen niedrigen Schaft und ein niedriges Gewicht aus. Manche von ihnen besitzen ein Profil mit einer Art Stutzen aus Kunststoff, während andere eine weniger stark ausgeprägte Profiltiefe aufweisen. Sie können einfacher als Stiefel mit hohem Schaft angezogen werden und gelten in vielen Situationen als ausgesprochen komfortabel. Ein Nachteil an den Multifunktionsschuhen ist, dass sie nur wenig Seitenhalt und einen geringen Knöchelschutz bieten.

 

Wanderstiefel. Bei den „klassischen“ bzw. einfachen Wanderschuhen handelt es sich um Schuhe, die bei Bergwanderungen und beim Trekking getragen werden können. Der Schaft ist knöchelhoch und sie bieten durch weiches Material einen angenehmen Komfort. Das Profil ist tiefer als bei Multifunktionsschuhen, allerdings nicht so tief, als dass es echtem Schlamm und vielen Steinen standhalten könnte. Sie sollten daher lieber auf Pfaden und Wegen, nicht im offenen Gelände oder gar zum Bergsteigen genutzt werden. Sie bieten für diese Zwecke einen guten Knöchelschutz, ausreichend Seitenhalt und können mit leichtem Gepäck sogar bis ins Mittelgebirge verwendet werden. Für schwereres Gepäck oder Gelände ohne vorgegebene Wege sind sie hingegen nicht geeignet, da sie zu weich sind und nachgeben können.

 

Trekkingschuhe. Die Trekkingschuhe kommen, wie ihr Name verrät, beim Trekking und bei Bergtouren zum Einsatz. Deshalb werden sie oft auch synonym als Bergschuhe bezeichnet. Sie zeichnen sich durch einen etwas höheren Schaft als der von Wanderschuhen aus (bis über den Knöchel), der noch dazu fester und stabiler ist. Größere Touren mit schwererem Gepäck werden durch diese Schuhe optimal unterstützt. Die Tiefe und Grobheit des Profils sind so konzipiert, dass auch auf abschüssigem und steinigem Gelände noch ein guter Halt gewährleistet ist. Ein stabiler Seitenhalt und ein guter Knöchelschutz bewahren den Fuß samt Gelenk vor dem Umknicken. Je nach Stabilitätsgrad und Qualität können sie demnach bis ins Hochgebirge verwendet werden. Sie sollten dennoch nicht nach dem Motto „Mehr hilft mehr“ verwendet werden. Das gilt z. B. für normale Wanderungen ohne spezielle Herausforderungen, da sie logischerweise auch schwerer und ausladender sind als etwa die einfachen Wanderschuhe und eine Wanderung auf ebener Strecke sogar unnötig beschweren können. Zudem gestaltet sich das Anziehen meist etwas zeitraubender und umständlicher.

 

Hochgebirgsschuhe. Hier heißt es „nomen est omen“, denn der Schuh sollte spätestens bei Bergsteigtouren im Hochgebirge zum Einsatz kommen. Der Schaft der Schuhe reicht ebenfalls über die Knöchelhöhe hinaus und die Festigkeit des Schuhs gewährleistet ausreichend Seitenschutz, denn sie übersteigt noch einmal alle der hier aufgeführten Stabilitätsgrade. Hochgebirgsschuhe sind so beschaffen, dass auch Steigeisen an ihnen befestigt werden können. Das Profil und ihre Steigeisenfestigkeit macht sie also zum obligatorischen Kleidungsstück, wenn es ins Hochgebirge geht. Insgesamt sind die Schuhe also sehr hart, wodurch ein Einsatz bei gemächlichen Wanderungen nicht in Frage kommt, denn der Abrollvorgang wird dadurch erheblich behindert. Auch das Gewicht der Schuhe würde den Gang in solchen Fällen eher beschweren.

Die wichtigsten Eckdaten zum Wanderschuhkauf auf einen Blick

Zusammengefasst heißt dies, dass es einige Eckpunkte gibt, an denen entlang Du entscheiden kannst, welche Art Schuh für deine Wanderung bzw. Tour in Frage kommt. Sie gelten für alle Wanderschuhe und -stiefel. Achte also besonders auf die Festigkeit und die Höhe des Schaftes, denn sie sind verantwortlich für den Seitenhalt. Sie sollten den Ansprüchen der Umgebung und der Wanderung entsprechen. Daneben ist der Profilgriff ausschlaggebend, der auch darüber entscheidet, ob Du auf abschüssigen, steinigen und matschigen Wegen zurechtkommst.

 

Hinzu kommen die Stabilität sowie Dein Abrollverhalten im Schuh und auch die Schnürung und die Sohlendämpfung sind nicht außer Acht zu lassen. In puncto Schnürung ist eine sogenannte Schnellschnürung von Vorteil, die bei Bedarf ganz einfach enger gezogen werden kann. So kannst du, falls Du bereits unterwegs bist und merkst, dass dein Fuß noch nicht genügend Halt hat, noch einmal schnell nachhelfen. Bei der Sohlendämpfung können die Kundenrezensionen und Testberichte helfen – schließlich soll es so komfortabel wie möglich zugehen. Bestell dir aber auf jeden Fall mehrere Modelle, probiere sie gewissenhaft an und schicke zur Not alle Modelle zurück, falls Dich keines überzeugt.

 

Und last but not least: Vergiss nicht, Dir ordentliche Socken dazuzukaufen. Sie sind für einen ordentlichen Halt unabdingbar und können Deine Füße die gesamte Tour unterstützen und entlasten. Mit den richtigen Wandersocken kann auch aus den besten Schuhen nochmal ein Optimum herausgeholt werden.