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Wellnessprodukte: Welche gibt es und welche sind sinnvoll?

Das Wellnessprogramm für zu Hause beinhaltet meist eine Entspannung der Muskeln sowie ein gedankliches und körperliches Loslassen vom Alltagsstress. Beide Komponenten, Körper und Geist, wollen hierdurch Ruhe finden. Und das geht vor allem durch Wärme oder mechanische Reize wie Massagen – aber auch verschiedene Atemtechniken tragen ihren Teil zum inneren Gleichgewicht bei. Ebenso können Düfte, die etwa aus ätherischen Ölen über die Nase aufgenommen werden, uns in einen tiefen Entspannungszustand versetzen. Nicht alle Produkte, die auf dem Markt unter dem Label „Wellness und Entspannung“ angepriesen werden, sind aber geeignet, um Dich wirklich zum Abschalten anzuregen. Worauf Du deshalb achten musst, zeigen wir Dir hier anhand der gängigsten Wellnessprodukte.

Ätherische Öle – welche sind für Entspannung und Stressreduktion tatsächlich geeignet?

Ätherische Öle sind im Wellnessbereich weit verbreitet. Im typischen Saunaaufguss etwa, dem häufig ein Saunaduft beigemischt wird, sind sie enthalten und auch im Öllämpchen zu Hause kommen sie zum Einsatz. Sie können in geringen Mengen auch ins Badewasser gegeben werden. Aber Vorsicht: Wenn Du eine Anwendung auf der Haut beabsichtigst, solltest Du die ätherischen Öle unbedingt immer verdünnen, weil sie aller Regel nach hautreizend sind. Wenn Du ohnehin zu Allergien neigst, solltest Du außerdem dringend vorher die Inhaltsstoffe checken. Auch „Wellnessprodukte“, die ätherische Öle in geringem Maße beinhalten, sind potenzielle Allergieauslöser. Gerade Asthmapatienten sollten hiermit vorsichtig sein. Menthol ist etwa einer der potenziell reizauslösenden Stoffe, weshalb er in Produkten aus dem Wellnessbereich eher nichts zu suchen hat. Bei bekannten Allergien gegen bestimmte Pflanzen ist außerdem Vorsicht geboten, denn auch in Form von ätherischen Ölen können diese allergische Reaktionen hervorrufen.

Wenn Allergien und andere Hautreaktionen ausgeschlossen werden können, sind verschiedene pflanzenbasierte Produkte zur Stressreduktion und Entspannung empfehlenswert. Das sind etwa solche, die ätherische Öle aus Baldrian, Hopfen, Kamille, Kiefer, Lavendel, Litsea cubeba (ein Lorbeergewächs), Neroli (Pomeranzenblüte), Orange, Ringelblume, Rose, Sandelholz oder Vanille enthalten. Achte bei jedem angepriesenen Entspannungsduft also zuerst darauf, ob es sich um ein reines ätherisches Öl handelt, das verdünnt werden muss, oder ob im vorliegenden Produkt lediglich Anteile von ätherischen Ölen enthalten sind. Anschließend solltest Du die versprochene Wirkung der enthaltenen pflanzlichen Stoffe noch einmal genau überprüfen.

Badezusatz – kann er Allergien auslösen?

Für einen entspannenden Badezusatz gilt im Grunde Ähnliches wie auch schon für die ätherischen Öle: Gewisse Pflanzliche Inhaltsstoffe sind ideal, um die Muskulatur zu entspannen (Latschenkiefer) und den Stress zu lösen, können aber auch Allergien auslösen. Wenn Du also weißt, dass Du auf Orangen allergisch reagierst, solltest Du folgerichtig auch kein Vollbad in Orangenaromaschaum nehmen. Beim Badezusatz gilt das oft gerade für die unter den „Naturkosmetik“ geführten Produkten, die als besonders „natürlich“ daher kommen: Sie lösen bei empfindlichen Menschen oft Kontaktekzeme aus. Gehörst Du in die Risikogruppe der Menschen, deren Haut ständig auf alles gereizt reagiert, kannst Du dies mit einem Allergietest, ähnlich wie bei Haarfarbe, umgehen. Teste dazu einfach an einer kleinen Stelle an der Hand, ob sich Rötungen oder andere unangenehme Reaktionen bemerkbar machen. Wenn Du gänzlich frei von Allergien bist, kannst Du getrost im Vollbad mit den entsprechenden Aromen (z. B. Lavendel) eine Auszeit suchen. Weiterhin helfen meditative Klänge oder andere entspannende Musik. Manche Menschen greifen an dieser Stelle z. B. auf geleitete Meditationen zurück, damit sie den Kopf so richtig frei bekommen. Von selbst sollte sich verstehen, dass Du darauf Acht gibst, in der Badewanne nicht einzuschlafen.

Massagegeräte – was muss ich beachten?

Wenn Du Dein Budget nicht für jedes bisschen Entspannung ausreizen möchtest und Dir daher nicht jedes Mal eine teure Massage leisten kannst, sind verschiedene Massagegeräte für zu Hause eine gute Alternative. Es gibt sie sowohl als elektrische als auch als mechanische Variante. Bekannteste Vertreter sind wohl der klassische Igelball aus Kunststoff, verschiedene Massageroller aus Holz oder ebenfalls Kunststoff sowie elektrische Massagestäbe, -matten oder andere -geräte, die wie Kissen um den Nacken gelegt werden können.

Die meisten elektrischen Massagegeräte funktionieren über Vibration und/oder Wärme und manchmal sogar über Infrarotlicht, während mechanische Geräte meist manuell auf der betroffenen Stelle gekreist oder hin- und herbewegt werden müssen. Gerade Letztere lassen sich nur schwer an sich selbst anwenden und benötigen eine zweite Person, die es gut mit einem meint. Wenn Du also alleine wohnst und gerne öfter eine muskelentspannende Massage erfährst, solltest Du Dir ein Gerät zulegen, das Du auch alleine effektiv verwenden kannst. Hier sind vor allem Matte und solche Schultermassagegeräte zum Umlegen ratsam. Bevor Du elektrische Massagegeräte kaufst, kannst Du Dich zum Beispiel nach den folgenden Kriterien richten, um zu entscheiden, ob es sich um ein für Dich ansprechendes Gerät handelt:

 

  • Anzahl der Massageköpfe
  • Art der Massge (Vibration, Shiatsu etc,)
  • Massagestufen
  • Wärmefunktion
  • Infrarotlichtfunktion
  • Art der Energieversorgung
  • Anwendungsgebiet

 

„Shiatsu“ bedeutet im Übrigen „Fingerabdruck“ auf Japanisch, woher diese Massageart auch stammt. Geräte mit dieser Funktion sollen die gleiche Wirkung haben wie eine vom Mensch durchgeführte Fingerdruckmassage. Infrarotlicht soll deshalb so gut bei Verspannungen sein, weil es etwa Muskeln durch die Wärme, die es auf unserer Haut auslöst, lockert und auch die Durchblutung anregt. Wärme ist generell ein gutes Mittel um Verspannungen entgegenzuwirken. Achte jedoch darauf, dass Du den Ursprung für Deine Schmerzen ärztlich abklären lässt, da z. B. Gelenke für so eine Wärmebehandlung unversehrt sein müssen, Entzündungen sind ebenfalls auszuschließen. Weil die Infrarotstrahlung einen 50%igen Bestandteil des Sonnenlichts ausmachen, soll sie eine natürliche Wärme simulieren. Die Frage danach, ob ein Gerät mit Infrarotlichtfunktion für das reine Entspannen aber tatsächlich besser ist als ein eins, das auf eine andere Art Wärme abgibt, ist aber nicht wirklich zu beantworten.

Wärmekissen und -wickel – elektrisch oder natürlich?

Weil Wärme, wie bereits erwähnt, einen erheblich Anteil zur Lockerung der Muskulatur, zur Linderung verschiedener Schmerzsymptome sowie zum allgemeinen Wohlbefinden beiträgt, kannst Du für Dein Wellnessprogramm auch verschiedene Wärmekissen oder -wickel einsetzen. Das können einmal Kissen sein, die mit natürlichen Rohstoffen wie beispielsweise Dinkel-, Weizen- oder Hirsekörnern sowie mit Kirschkernen, Rapssamen oder gar Mineralschlamm (Fangokissen) gefüllt sind und zusammen mit einer Tasse Wasser in der Mikrowelle erwärmt werden – die Tasse Wasser stellst Du daneben, damit die Körner nicht verbrennen. Eine Ausnahme stellen die Fangokissen dar: Sie werden meist im Wasserbad erhitzt.

Andererseits gibt es auch elektrische Wärmekissen, die an die Steckdose angeschlossen werden und meist stufenweise regulierbar sind. Alle Wärmekissen gibt es auch in für bestimmte Körperpartien vorgeformte Exemplare, die besonders dann praktisch sind, wenn Du Dich ganz in Ruhe hinlegen und dabei verhindern möchtest, dass das Kissen z. B. vom Nacken rutscht. Elektrische Kissen sind super, weil sie im Gegensatz zu Körner- oder Schlammkissen nicht auskühlen und erneut aufgewärmt werden müssen. Sie stellen aber auch eine Gefahr dar, da Du keinesfalls einschlafen solltest, während das Wärmekissen in Betrieb ist. Neigst Du also schnell zum Wegdösen, schau vorher lieber nach, ob es auch ein elektrisches Wärmekissen gibt, das über eine Abschaltautomatik verfügt. Sonst kannst Du auch prima ein Körnerkissen nutzen. Das gibt es übrigens auch mit Kräuterzusatz (Kräuterkissen), wodurch sich zusätzlich ein angenehmer Geruch (und manchmal auch eine naturheilkundliche Wirkung) ausbreitet und sich dann praktischerweise neben der Wärme außerdem positiv auf Dein Gemüt auswirkt.