Reinigungsmittel (2.468 Produkte | 2.471 Varianten | 2.835 Angebote)

Welche Putzmittel brauche ich wirklich

Bei kaum einem Thema gehen die Meinungen so auseinander wie beim Hausputz. Die einen schwören darauf, für Bad, Küche, Boden, Fenster und überhaupt jedes Objekt ein eigenes Putzmittel zu verwenden, die anderen nutzen lediglich den einen umweltfreundlichen Allzweckessigreiniger. Doch was ist nun das Richtige?

Welche Reinigungsmittel gibt es?

Streift man durch die Supermarkt- oder Drogerieregale, so wird der Eindruck vermittelt, es gäbe eine unerschöpfliche Auswahl an Reinigungsmitteln. Da ist die Versuchung groß, für jede Gelegenheit ein eigenes Putzmittel zu kaufen. Ob, das tatsächlich nötig ist, versuchen wir im Folgenden zu klären, indem wir einmal die gängigsten Reiniger inklusive ihres Zwecks zusammenfassen.

Universal- bzw. Allzweckreiniger. Wie der Name bereits verrät, sind Universal- oder Allzweckreiniger zur Säuberung aller Flächen geeignet. Sie sollten in jedem Haushalt vorhanden sein, denn Du kannst mit ihnen sowohl den Boden wischen als auch die Toilette reinigen. Sogar Fenster lassen sich damit im Zweifelsfall putzen. Lediglich für hartnäckige Flecken und Verschmutzungen könntest Du ein besonderes Reinigungsmittel benötigen.

Glasreiniger. Glasreiniger reinigt nicht nur Glas streifenfrei, sondern auch glatte Oberflächen, wie man sie im Bad findet. Meist ist es Ethanol oder anderer Alkohol, der dafür sorgt, dass Schmutz entfernt wird. Oft findet man ihn auch unter dem Namen „Spiritusreiniger“. Auch Glasreiniger sollte zum Standardrepertoire der Putzmittel eines jeden Haushalts gehören.

Essigreiniger. Ist eine umweltfreundliche Variante des Allzweckreinigers, denn im Prinzip kann er ebenfalls für fast alle Flächen und Böden benutzt werden. Besonders gut eignet er sich aber zum Entfernen von Kalkablagerungen in Bad und Küche. Er kann auch erst nach dem Säubern mit Allzweckreiniger gezielt auf Kalkflecken aufgetragen werden. Einige Menschen empfinden allerdings den typischen Essiggeruch als unangenehm und greifen lieber auf zitronensäurebasierte Reinigungsmittel zurück, die denselben kalklösenden Effekt wie Essigsäure haben. Wer in Gegenden mit besonders hartem Wasser lebt, sollte auf jeden Fall Essig- oder Zitronenreiniger zu Hause haben, denn die Wasserhärte bestimmt auch die Menge der Kalkablagerungen.

Chlorreiniger. Bei Chlorreiniger ist Vorsicht geboten, denn eine der Eigenschaften des chemischen Elements Chlor ist die bleichende Wirkung. Neben der keimabtötenden Wirkung können sie für die Person, die ihn anwendet aber sogar gefährlich werden. Deshalb empfiehlt es sich während der Anwendung von Chlorreiniger, eine Schutzmaske sowie Putzhandschuhe zu tragen. Zu oft sollte Chlorreiniger nicht angewendet werden, praktisch ist er aber vor allem bei Schimmel und hartnäckigen Verfärbungen auf weißen Untergründen. Wegen der bleichenden Wirkung sollte beim Putzen mit Chlormittel dringend alte Kleidung getragen werden.

Badreiniger. Meist verbirgt sich hinter Badreinigern ein Kalkreiniger. Vielfach sind sie deshalb, genau wie Essig- oder Zitronenreiniger, säurebasiert. Es gibt allerdings auch Badreiniger, die mit einer sauerstoffreichen Chlorverbindung angereichert sind und die deshalb besonders hygienisch sein sollen, weil sie Keime und Pilze abtöten. Im Grunde unterscheidet sich der Badreiniger von anderen Reinigungsmitteln oft nur durch die Darreichungsform. Sie sind meistens in Sprühflaschen abgefüllt, durch deren Düse sich das Mittel einfacher großflächig, gleichmäßig und, durch eine spezielle Schaumdüse, auch gleich aufgeschäumt auftragen und besser verteilen lässt. Ein Badreiniger kann also zum schnellen, aufwendigen Putzen prima verwendet werden. Zwingend notwendig ist ein spezieller Badreiniger allerdings nicht.

WC-Reiniger. Auch WC-Reiniger ist meist nur in der Darreichungsform speziell. Die gebogene Flasche erlaubt es, das Putzmittel direkt unter den Rand der Toilette zu geben und anschließend mit einer Toilettenbürste gleichmäßig zu verteilen. Die Inhaltsstoffe sind meist auf die Entfernung von Kalk- und Urinsteinablagerungen spezifiziert. Ein WC-Reiniger ist empfehlenswert, da er meist in Flaschen mit einem gebogenem Hals verkauft wird, durch den es wie gesagt einfacher fällt, die Toilette gründlich zu reinigen.

Scheuermilch. Das Besondere an Scheuermilch ist, dass sie kleine Schleifpartikel enthält. Daher eignet sich dieses Reinigungsmittel, wie der Name sagt, um hartnäckige Verschmutzungen zu putzen, sie also quasi „abzuscheuern“. Das gilt natürlich nur für Oberflächen, die nicht lackiert sind oder anderweitig empfindlich, wie z. B. Holzdielen. Im Bad, auf Küchenfließen oder der Edelstahlspüle kann die Scheuermilch hingegen prima eingesetzt werden. Ansonsten sind spezielle Holzbodenreiniger besser geeignet. Scheuermilch ist also nur nötig, wenn Du öfter mit hartnäckigen Verschmutzungen zu kämpfen hast.

Umweltfreundliche Reinigungsmittel – was steckt dahinter?

Klar, sehr aggressive Reiniger sind schädlich für die Umwelt. Hinzu kommt, dass enthaltene Konservierungs- oder Duftstoffe auch Hautausschläge und Allergien auslösen können. Wie aber sieht es mit als „besonders schonend zur Umwelt“ deklarierten Mitteln aus? Sind die wirklich immer die bessere Alternative? Das lässt sich pauschal nicht sagen, denn es kommt wie immer auf die Inhaltsstoffe an. Je mehr „Strahlkraft“ oder „Superpower“ ein Reinigungsmittel verspricht, umso mehr schädliche Chemikalien stecken meist darin. Im Übrigen wird die Wohnung dadurch gar nicht sauberer. Ein Öko-Putzmittel ist dann umweltfreundlich, wenn es sich z. B. um einen neutralen Allzweckreiniger auf natürlicher Basis von etwa Soda, Essig- oder Zitronensäure handelt. Es mag für so manch einen nicht sonderlich vielversprechend klingen, aber, je weniger Extrareinigungskraft ein Putzmittel verspricht, umso wahrscheinlicher ist es, dass es natürliche Inhaltsstoffe aufweist.

Wer aber auf Nummer sicher gehen möchte, kann auch Haushaltsmittel wie Essigessenz, Zitronensäure, Soda oder Natron zum Putzen verwenden. Für „haushaltsübliche“ Verschmutzungen reichen diese Mittel aus. Hinzu darf noch der genannte neutrale Allzweckreiniger kommen und schon ist der umweltfreundliche Putzschrank komplett. Und noch ein Tipp am Rande: Das Putzwerkzeug ist für die besonders gründliche Reinigung nicht zu vernachlässigen. Einige robuste, wiederverwendbare Mikrofasertücher und eine gute Bürste können dafür bereits ausreichend sein. Mikrofasertücher haben den Vorteil, dass sie Schmutz besonders gut aufnehmen und somit weniger Putzmittel verwendet werden muss. Die mechanische Reibung einer Bürste kann außerdem in Reinigern enthaltene Schleifmittel oder ätzende Chemikalien ersetzen.