Elektrische Zahnbürsten (16.715 Produkte | 16.755 Varianten)

Tipps zum Kauf von elektrischen Zahnbürsten

Immer wieder heißt es, dass elektrische Zahnbürsten sehr viel besser für die Zahnpflege geeignet seien, als herkömmliche Wegwerfzahnbürsten. Und in der Tat gibt es eine Reihe an Vorteilen gegenüber einer normalen Handzahnbürste:

 

  • Elektrische Zahnbürsten verfügen meist über eine integrierte Timerfunktion, das heißt, sie garantieren eine optimale Putzdauer.

  • Ihr Kopf ist so angewinkelt, dass auch Zahnzwischenräume gereinigt werden.

  • Sie sind schonend zu Zahnschmelz und Zahnfleisch, denn mit einer manuellen Zahnbürste neigt man häufig dazu, zu grob vorzugehen, wodurch beides angegriffen wird.

  • Elektrische Zahnbürsten verhindern Zahnfleischschwund, -entzündungen und greifen den Zahnschmelz weniger bis gar nicht an.

  • Sie sollen vor Krankheiten wie Parodontitis effektiver schützen.

  • Sie sind nachhaltiger und produzieren weniger Müll.

 

Aus diesen Gründen raten auch Zahnärzte oft zu elektrischen Zahnbürsten. Der einzige Nachteil ist, dass nicht nur der Anschaffungspreis hoch ist, sondern auch die Bürstenköpfe oft sehr teuer sind. Welche elektrische Zahnbürste ist aber die richtige für Dich? Wir haben hier die verschiedenen Typen und ihre jeweiligen Vorteile aufgeführt, denn es gibt auch unter elektrischen Zahnbürsten erhebliche Unterschiede in ihrer Funktions- und Wirkungsweise sowie im Preis.

 

Oszillierend-rotierende Zahnbürsten:

Funktionsweise und Preis. Rotierende Zahnbürsten sind elektrische Zahnbürsten mit einem runden Kopf, der beim Putzen in Halbkreisen hin- und herschwingt. Die Aufsatzköpfe gibt es meist auch in günstigeren Varianten als die teuren Originale zu kaufen. Das gilt im Übrigen auch für die Bürsten selbst. Sie sind inzwischen auch von kleineren No-Name-Marken erhältlich, was sich natürlich auch im Preis niederschlägt. Da der Kopf der oszillierend-rotierenden Zahnbürsten rund und nicht so groß ist, wie beispielsweise der einer Handzahnbürste, müssen die Zähne aber dennoch einzeln abgearbeitet werden. Wenn die Zahnbürste zusätzlich oszilliert, bedeutet das, dass sie zu den halbkreisförmigen Bewegungen auch intervallweise pulsiert.

 

Vorteile. So gesehen unterscheidet sich die rotierende Zahnbürste von der Art der Reinigung her gar nicht so sehr von einer manuellen Zahnbürste, da der Reinigungsvorgang ebenso mechanisch abläuft. Das heißt, dass die Plaque vom Zahn geschrubbt wird. Dennoch sind die Zahnbürsten deutlich sanfter zu Zähnen und Zahnfleisch, da hier deutlich weniger Druck ausgeübt wird. Die preislichen Unterschiede unter den rotierenden Zahnbürsten rühren meist von der Marke, der Rotationsanzahl und der Akkulaufzeit her. Hier macht es Sinn, günstigere mit teureren Modellen zu vergleichen. Zusätzliche Funktionen wie eine Positionserkennung, die anzeigt, wo noch nicht geputzt wurde, Zahnfleischschutz durch Druckerkennung und verschiedene Reinigungsmodi sind nützliche Extras, die rotierende Zahnbürsten außerdem noch einmal deutlich besser dastehen lassen als Handzahnbürsten. Diese findest Du hingegen häufiger unter den teureren Modellen.

 

Schallaktive Zahnbürsten:

Funktionsweise und Preis. Schallaktive Zahnbürsten funktionieren ihrem Namen entgegen nicht wirklich über Schall, sondern über einen Schallwandler. Durch ihn wird Schall in mechanische Vibrationsbewegungen umgewandelt, was dazu führt, dass der Kopf der Zahnbürste bis zu 61.000 Bewegungen pro Minute durchführt. Sie reiben im Prinzip ebenso an der Zahnoberfläche wie rotierende Zahnbürsten, mit dem Unterschied, dass sie noch sanfter sind und noch weniger Druck erfordern. Der Kopf der Bürste ist außerdem länglich und größer (ähnlich einer Handzahnbürste), sodass bei der Reinigung eine größere Fläche auf einmal gesäubert wird. Da die schallaktiven Zahnbürsten noch etwas neuer auf dem Markt sind als die rotierenden, sind sie oft auch teurer, genauso wie ihre Ersatzköpfe. Für einige wenige Modelle gibt es zwar auch hier günstigere Alternativen, doch sollte darauf auf jeden Fall vor dem Kauf der Bürste geachtet werden.

 

Vorteile. Die hohe Frequenz der schwingenden Vibrationsbewegungen von schallaktiven Zahnbürsten führt dazu, dass Plaque effektiv und schonend von den Zähnen entfernt wird. Die meisten der Bürsten verfügen über eine Andruckkontrolle, die signalisiert, wenn zu hoher Druck aufgebaut wird. Die schnellen Bewegungen der Schallzahnbürsten haben den Effekt, dass die Zähne beim Putzen gerade so berührt werden müssen. So gibt es kaum Abreibungen und das Zahnfleisch wird noch einmal deutlich mehr geschont als bei rotierenden Bürsten. Manche der Geräte haben sogar eine „Fortgeschrittenenversion“ des gewöhnlichen Timers, der nicht nur die vorgesehenen zwei Minuten Putzdauer misst, sondern sogar für jede Stelle im Mund 30 Sekunden vorsieht. Außerdem haben schallaktive Bürsten aller Regel nach mehrere Reinigungsmodi, was also keine Besonderheit mehr darstellt. Viele von ihnen bieten eine zusätzliche Kontrolle des täglichen Putzverhaltens über Apps und haben außerdem eine deutlich längere Akkulaufzeit als ältere Modelle der rotierenden Bürsten.

 

Ultraschallzahnbürsten

Funktionsweise und Preis. Nur sehr wenige Modelle der elektrischen Zahnbürsten funktionieren tatsächlich über Ultraschall. Erkennen kann man dies auch ganz einfach an der Schwingungsfreqzenz. Die „echten“ Ultraschallzahnbürsten sind durch bis zu 1,6 Millionen Schwingungen pro Sekunde noch einmal deutlich „flotter“ als die elektrischen Bürsten mit mechanischem Schallwandler. Sie übertragen außerdem den Schall auf Zahnpasta und Wasser und reiben nicht direkt am Zahn. Die Bürsten funktionieren also nicht über Abschmirgeln und sind deshalb für Zahnfleisch und -schmelz wohl die schonendste Variante. Dafür unterscheiden sie sich aber auch im Preis auch noch einmal erheblich von den schallaktiven und den rotierenden Bürsten. Auch die Ersatzköpfe sind logischerweise teurer. Leider wird für die Ultraschallbürsten auch oft eine spezielle Ultraschallzahnpasta benötigt, was dann ebenfalls noch einmal deutlich in die Haushaltskasse greift.

 

Vorteile. Dank der Schallübertragung der Ultraschallzahnbürsten müssen die Zähne kaum berührt werden – dieses Reinigungsverfahren wird auch Makroreinigung genannt. Durch die Ultraschallübertragung versetzen sie die sich im Mund befindliche Flüssigkeit sowie die Zahnpasta in Schwingung. Sie greifen den Zahnschmelz aufgrund des Verzichts auf Abriebs nicht an. Dadurch soll es sogar möglich sein, die Zähne ganz ohne Bleaching aufzuhellen. Die „implodierenden“ Bläschen, die durch den Ultraschall im Mund entstehen, führen dazu, dass auch kleinste Zwischenräume gesäubert werden können. Dieses Verfahren soll Parodontitis und Zahnfleischentzündungen am effektivsten Vorbeugen.

 

Genau wie die schallaktiven Zahnbürsten verfügen die Ultraschallvarianten aufgrund ihres noch recht jungen Daseins oftmals über einen leistungsstärkeren Akku und daher über eine recht lange Akkulaufzeit. Verschiedene Reinigungsmodi und eine Aufdruckkontrolle benötigen diese Art der Bürsten nicht. Die Ultraschallbürsten bieten in gewisser Weise also recht viele Vorteile und sind in puncto Zahnhygiene wohl die schonendste und effektivste Art der Reinigung. Lediglich der Preis und das zusätzliche Zubehör (wie die ebenfalls teurere) Zahnpasta und die Köpfe sind ein Nachteil dieser elektrischen Bürsten.