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Diese Dinge solltest Du beim Kauf von Motorradreifen beachten

Kaum ein Fahrzeug funktioniert ohne irgendeine Art von Reifen. Das gilt wenigstens für alle straßengebundenen Fahrzeuge und damit auch für Motorräder. Während es sich bei Autos und ähnlichen Gefährten um mehrspurige Varianten handelt, haben wir es bei Motorrädern mit einspurigen Fahrzeugen zu tun. Das bedeutet weniger Reifen, die sich aber aufgrund dieser Tatsache z. B. von PKW-Reifen unterscheiden müssen.

Unterschiede zwischen Motorrad und Auto

Der augenfälligste Unterschied zwischen Autoreifen und Motorradreifen ist die Anzahl. Autos sind mit vier Reifen auf zwei Achsen ausgestattet. Dies ermöglicht eine relativ flexible Steuerung in alle Richtungen. Beim Motorrad stehen Dir nur zwei Reifen zur Verfügung. Durch die Fahrzeugform allein ist hier allerdings eine noch größere Flexibilität gegeben, da Du weit weniger Fahrfläche benötigst.

Um trotzdem stabil fahren zu können, sind die Reifen beim Motorrad im Vergleich zu Autoreifen deutlich abgerundet. Dies dient vor allem dazu, sich mit dem Bike problemlos in die Schräge zu begeben, was insbesondere bei Kurvenfahrten von großer Bedeutung ist.

Ein anderer Unterschied besteht darin, dass sich das Fahrzeuggewicht während des Bremsvorgangs deutlich mehr auf die Vorderachse verlagert als beim PKW oder ähnlichen Fahrzeugen. Entsprechend ist der Hinterreifen speziell für den Beschleunigungsvorgang, der Vorderreifen insbesondere für den Bremsvorgang optimiert. Hebt der Hinterreifen ab, befinden sich im Bremsprozess 100 Prozent des Gewichts allein auf dem vorderen Reifen.

Diese Reifentypen gibt es

Motorräder werden in mehreren unterschiedlichen Bereichen genutzt. Da es sich bei den Reifen mit um die wichtigsten Bestandteile eines motorisierten Zweirades handelt, gibt es für die verschiedenen Zwecke auch speziell gestaltete Reifen.

  • Definitorisch handelt es sich bei Motorrollern letztlich um eine Art kleines Motorrad. Entsprechend kleiner fallen auch die Reifen aus. Dies führt vor allem zu einer geringeren Fahrstabilität, die aber bei den geringeren Geschwindigkeiten und dem von klassischen Motorrädern abweichenden Fahrstil tolerierbar ist.
  • Sport- und Spezialreifen. Darüber hinaus gibt es noch einige spezielle Reifen. Hierbei geht es vor allem um solche, die im Motorsport Verwendung finden und an die dortigen Untergründe angepasst werden. Dazu zählen unter anderem Motocrossreifen und Reifen für so genannte Reiseenduros, die sowohl für den Straßenverkehr zugelassen als auch für einiges unwegsames Gelände geeignet sind. Auch Reifen für Motorräder, die im Trial gefahren werden, zählen dazu. Dabei geht es um Fahrten mit besonderen Anforderungen an die Geschicklichkeit des Fahrers, wobei auch diese oft in unüblichem Gelände stattfinden.

Neben diesen speziellen Reifen gibt es einen entsprechenden Straßenstandard, was Motorradreifen betrifft. Diese müssen wie auch beim Auto bestimmte Kriterien erfüllen. Dabei geht es ganz besonders um die Qualität des Reifenprofils.

In den allermeisten Fällen besitzen die Reifen von Motorrädern eine angeraute, profilierte Oberfläche, sodass es gelingt, mit dem Motorrad eine gewisse Haftung zu erreichen. Weil Reifen bei jedem Fahrzeug im Dauerbetrieb sind und auch außerhalb des Fahrens Abnutzungserscheinungen auftreten, müssen regelmäßig der Luftdruck und die Profiltiefe überprüft werden. Während es für den Luftdruck häufig herstellerspezifische Vorgaben gibt, ist die minimale Profiltiefe gesetzlich vorgeschrieben. In Deutschland muss diese mindestens bei 1,6 mm liegen. Weicht der Wert nach unten davon ab, gilt der Reifen im allgemeinen Sprachgebrach als abgefahren und muss ausgetauscht werden. Wird dies nicht rechtzeitig getan, ist mit Bußgeld und einem Punkt im Flensburger Fahrregister zu rechnen.

Diese Dinge gibt es außerdem zu beachten

Neben den üblichen Dingen musst Du einige andere Punkte beachten, um den richtigen Reifen zu finden. Generell befinden sich eigentlich alle Informationen, die Du beim Kauf oder Tausch von Motorradreifen benötigst, auf dem Reifen selbst. Dazu zählen besonders die folgenden Punkte.

  • Hierbei handelt es sich, wie der Name verrät, um die Reifenbreite, die in Millimetern angegeben wird.
  • Querschnittsverhältnis. Das sogenannte Querschnittsverhältnis ist mit einem Schrägstrich und einer darauffolgenden Zahl auf dem Reifen vermerkt. Hier geht es um das prozentuale Verhältnis von der Höhe zur Breite des Reifens.
  • Hierbei handelt es sich um den Durchmesser der innerhalb des Reifens liegenden Felge. Dieser wird in Zoll angegeben.
  • Höchstgeschwindigkeit. Ein Buchstabe beziehungsweise eine Kombination aus zwei Buchstaben zeigt an, für welche maximale Geschwindigkeit ein Reifen ausgelegt ist. Dabei gilt es, sich genau an diese Vorgaben zu halten, da andernfalls der Reifen während der Fahrt platzen kann.

Darüber hinaus gibt es noch weitere, weniger zentrale Kennungen. In einigen Fällen befindet sich außerdem ein einzelner Pfeil auf dem Reifen. Dieser zeigt an, wie der Reifen aufgezogen werden sollte. Der Pfeil sollte immer in Fahrtrichtung zeigen. Sollte ein Reifen nicht über einen solchen Pfeil verfügen, aber, beispielsweise als Gebrauchtware, bereits im Einsatz gewesen sein, empfiehlt es sich, den Reifen auf das neue Fahrzeug ebenso aufzuziehen wie auf das Motorrad davor, um einen gleichmäßigen Verschleiß sicherzustellen.

Beim Kauf neuer Reifen ist also einiges zu bedenken und an Wissen mitzubringen. Es handelt sich um ein Thema, in das Du sehr tief einsteigen kannst, wenn Du nicht direkt den Weg in eine Werkstatt antreten möchtest. In jedem Fall sollte für Dich die Fahrsicherheit oberste Priorität haben. Das gilt insbesondere bei Spezialreifen wie solchen für den Motorsport oder beim Kauf von gebrauchter Ware.