Blumenerde (1.471 Produkte | 1.493 Varianten | 1.599 Angebote)

Blumenerde und ihre Alternativen

Lebewesen brauchen in aller Regel Nährstoffe, eine lebensfreundliche Umgebung und eine gewisse Pflege. Das gilt für Mensch und Tier und so gilt es auch für Pflanzen. Dabei ist es völlig egal, ob es sich um Pflanzen in der eigenen Wohnung handelt oder um solche, die im Garten wachsen oder auch außerhalb in der freien Natur. Ein großer und wichtiger Faktor beim Gedeihen von Pflanzen stellt die Blumenerde, seltener auch Pflanzenerde, dar.

Nährstoffe über alles

Wohl am allerwichtigsten im Falle von Blumenerde sind die Nährstoffe. Nährstoffe sind aber nicht unbegrenzt vorhanden, weshalb es sich empfiehlt, die Pflanzen regelmäßig mit frischer Erde zu versorgen. Idealerweise enthält die Pflanzenerde einen hohen Anteil Humus, also eine bestimmte Art besonders nährstoffreicher Erde.

Beschaffenheit der Blumenerde

Darüber hinaus unterscheidet sich die Blumenerde abhängig von ihrer Qualität in der konkreten Beschaffenheit. Ist die Erde zu locker, können sich Pflanzen kaum darin festsetzen. Dies zeigt sich beispielsweise auch im Garten, wo es teilweise sehr sandigen Boden gibt. Dieser kann das notwendige Wasser schwer fassen, sodass Pflanzen nicht ordentlich versorgt werden. Gleiches kann auch bei der Aufzucht im Blumentopf passieren.

Insgesamt sollte die Blumenerde relativ weich sein, wobei es möglich sein sollte, eine verhältnismäßig feste Kugel mit der Hand daraus zu bilden. Beim Gießen sollte die Erde an der Oberfläche nicht klumpen und keine abgesetzte Schicht bilden, da dies auf weniger hochwertige Pflanzenerde hindeutet.

Wichtig ist es außerdem, den pH-Wert der Erde im Blick zu haben. Der richtige Wert kann sich dabei entlang einer Bandbreite von 4 bis 7 erstrecken, wobei die allermeisten Pflanzen bei einem pH-Wert von 6 bis 7 gedeihen.

Kompost als Alternative zur Blumenerde

Nach Empfehlungen vieler Experten, des Umweltbundesamtes sowie des BUND eignet sich auch eigener Kompost hervorragend zur Aufzucht von Pflanzen. Hierbei gilt es natürlich, auf die richtige Mischung zu achten. Der BUND Hannover hat hierzu einige Tipps parat.

Ein weiterer Vorteil von eigenem Kompost besteht darin, dass dieser ohne den aus Nachhaltigkeitsperspektive bedenklichen Torf auskommt. Der häufig in Blumenerde enthaltene Torf ist über Jahrhunderte und teilweise Jahrtausende in entsprechenden Mooren entstanden. Torf bindet einen enorm großen Anteil des Kohlenstoffs, nimmt aber weltweit nur eine sehr geringe Fläche ein. Dadurch wirkt sich der Torfabbau überproportional stark auf die Treibhausgasemissionen aus.

Beim Kauf auf Qualität und Inhaltsstoffe achten

Auch im Handel gibt es immer mehr Angebote, bei denen Blumenerde ohne Torf auskommt. Hierbei solltest Du allerdings immer ganz genau hinschauen. Produkte, die als torfarm oder torfreduziert deklariert werden, weisen in vielen Fällen noch immer einen Anteil bis zu 70 % aus. Achte deshalb beim Kauf gegebenenfalls unbedingt darauf, wirklich nur torffreie Erde zu kaufen.