Bridgekameras (12 Produkte | 12 Varianten | 19 Angebote)

 

Bridgekamera – Zwischen Kompakt- und Systemkamera

Bridgekameras (auf Deutsch „Brückenkameras“) sind, wie der Name schon sagt, ein Zwischenschritt oder eine Brücke zwischen kleinen Kompaktkameras und ausgewachsenen Systemkameras mit wechselbarem Objektiv. Bei Bridgekameras handelt es sich also um Kameras, die weder über den kleinen Formfaktor einer Kompaktkamera verfügen, noch über die Möglichkeit, Objektive zu wechseln. Warum solltest Du Dir also eine Bridgekamera kaufen und worauf solltest Du beim Kauf achten?

Warum keine Kompaktkamera?

Die im Vergleich zu Kompaktkameras größeren Gehäuse ermöglichen eine Unterbringung von vielen Bedienelementen und schaffen Platz für besondere Ausstattungsmerkmale, die in Kompaktkameras meist nicht vorhanden sind. Von der Bedienung und der Ausstattung her ähneln Bridgekameras also Systemkameras.

Im Gegensatz zu Kompaktkameras verfügen die meisten Bridgekameras über einen elektronischen Sucher (EVF); dieser ist nicht nur praktisch, da er meist eine bessere Bildqualität als ein Kameradisplay bietet, mit einem Sucher ist es auch möglich, bei starkem Sonnenlicht alle wichtigen Details zu erkennen. Zusätzlich kann der Größennachteil auch zum Vorteil ausgelegt werden, wenn man die Ergonomie zwischen Kompaktkameras und Bridgekameras vergleicht. Durch die Größe ist es möglich, die Kamera mit einem besseren Griff auszustatten, sodass ein längeres Halten der Kamera zu keinen Beschwerden führt und die Kamera zusätzlich stabiler gehalten werden kann.

Bildqualität oder Flexibilität?

Ein weiterer zentraler Vorteil ist, dass es durch das nicht wechselbare Objektiv möglich ist, komplexe optische Konstruktionen in einem verhältnismäßig kleinen Formfaktor unterzubringen. Aus diesem Grund verfügen die meisten Bridgekameras über einen mindestens 10-fachen optischen Zoom. Es gibt auch Modelle, die einen mehr als 100-fachen optischen Zoom ermöglichen und damit sogar die nahe Betrachtung von Himmelskörpern wie dem Saturn ermöglichen. An Systemkameras ist eine solche optische Vergrößerung nur in Verbindung mit astronomisch hohen Preisen und sehr schwerem Gewicht und großer Größe möglich. Die sehr guten Zoomeigenschaften werden aber durch kleinere Sensoren in den Bridgekameras möglich gemacht. Zwar führt das zu einer erhöhten Flexibilität, allerdings müssen durch die kleineren Sensoren Abstriche bei der Bildqualität gemacht werden. Besonders auffallend ist dies bei schwachem Licht, denn dann können nur noch sehr körnige und verwaschene Bilder aufgenommen werden – die Bilder eignen sich nur noch als Schnappschuss. Je stärker die Zoommöglichkeiten also sind, desto mehr Abstriche müssen bei der Bildqualität gemacht werden. Modelle mit geringeren Zoomfaktoren, wie einem 10-fachen Zoom, verfügen häufig über einen 1 Zoll Sensor, der an die Bildqualität einer Systemkamera heranreichen kann. Bei größeren Zoommöglichkeiten sollten die Qualitätsansprüche an die Bilder zurückgeschraubt werden.

Konnektivität

In den letzten Jahren ist es immer wichtiger geworden, dass auch Kameras Features wie integriertes WIFI aufweisen, um z. B. Bilder direkt auf das Smartphone übertragen oder sogar die Kamera mit dem Smartphone fernsteuern zu können. Die meisten modernen Kameras verfügen über solche Funktionen. Du solltest Dir allerdings immer vor dem Kauf in Testberichten durchlesen, wie gut diese Features funktionieren. Wenn es z. B. sehr lange dauert, um die Kamera mit dem Handy zu verbinden oder wenn die Übertragung sehr problemanfällig ist, machen solche Funktionen nur noch wenig Sinn und es ist bequemer, Dateien ganz altmodisch per Kabel zu übertragen.

Videos

Obwohl die meisten Bridgekameras hauptsächlich dafür ausgelegt sind, Fotos aufzunehmen, besitzen alle Kameras eine Videofunktion. Hier gibt es jedoch erhebliche Qualitätsunterschiede. Zunächst ist wichtig, in welcher Auflösung die Kamera Videos aufnimmt. Die Kamera sollte über mindestens Full-HD Auflösung verfügen. Wenn Du allerdings häufig filmst, ist es von Vorteil, dass die Kamera mit 4K-Auflösung Videos aufnehmen kann. Zusätzlich ist es für Videos wichtig, dass die Kamera über optische Bildstabilisierung (OIS) verfügt. Diese sorgt dafür, dass Du verwacklungsfreie Videos Freihand filmen kannst. Wenn Du gerne V-Logs aufnimmst, also dich selbst filmst, ist es wichtig, dass die Kamera ein dreh- oder schwenkbares Display hat.

Preis

Preislich sind Bridgekameras sehr breit aufgestellt. Es gibt bereits Modelle ab 300€, hier darf allerdings nicht mit hoher Bildqualität oder sehr großem Zoom-Bereich gerechnet werden, stattdessen verhalten sich diese Modelle wie größere Kompaktkameras und ermöglichen durch die größere Dimensionierung mehr Komfort. Ab 500€ ist es möglich, ältere Modelle zu erwerben, die Features wie einen großen 1 Zoll Sensor aufweisen und damit eine gute und günstige alternative zu Systemkameras bieten. Darüber hinaus gibt es moderne Modelle, die über alle erdenklichen Funktionen wie z. B. 4K-Video und über eine sehr gute Bildqualität oder eine sehr große Zoomreichweite verfügen.