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Heizstrahler – welche Modelle es gibt und worauf Du beim Kauf achten solltest

Für alle, die nicht nur an lauen Sommernächten, sondern auch in der kalten Jahreszeit gern draußen sitzen, ist er ein absolutes Muss: der Heizstrahler. Mit seiner Hilfe können kühlere Tage Dich nicht mehr davon abhalten, die sonnigen Momente genauso wie den Mondschein im Freien zu genießen. Doch nicht nur dort: Egal, ob drinnen oder draußen, auf der Terrasse oder in der Gartenlaube, der passende Heizstrahler macht überall eine gute Figur und gibt ein wohliges Gefühl. Da es bei den verschiedenen Modellen jedoch Unterschiede in ihrer Wirkung gibt, haben wir Dir einige Hinweise notiert, die es vor der Kaufentscheidung zu beachten gilt.

Welche Arten von Heizstrahlern gibt es?

Unter einem Heizstrahler (umgangssprachlich oft auch Heizpilz) versteht man ein mit Gas oder Strom betriebenes Gerät, das die nähere Umgebung mit Wärme versorgt. Häufig sind die Geräte im Bereich der Gastronomie zu finden, um den Außenbereich der Lokalität für Gäste auch an kühleren Tagen attraktiv zu halten. Daneben findet man Heizstrahler vornehmlich im Bad, am Wickeltisch und auf der Terrasse. Allgemein lässt sich zwischen vier verschiedenen Modellen unterscheiden: Der Gas-, der Elektro-, der Solar- und der Infrarotheizstrahler. Die vier Gruppen variieren u.a. in Aufwärmzeit, Stromverbrauch und Umweltfreundlichkeit.

  • Der Gasheizstrahler: Der Gasheizstrahler funktioniert durch einen Gasbrenner, welcher das umliegende Blech erwärmt. Das wiederum erzeugt Infrarotstrahlen, wodurch die Umgebung erwärmt wird. Betrieben wird das Modell via Gasflasche mit dem Vorteil, dass Gasbrenner eine intensive Wärmewirkung durch eine hohe Hitzeleistung haben und verhältnismäßig preiswert sind. Aufgrund dessen, dass die Produkte aber eine gewisse Aufwärmzeit benötigen und in erster Linie die Umgebungsluft erwärmen, sind sie auf der anderen Seite relativ weniger effizient. Hinzukommt eine hohe Umweltbelastung durch die Gasverbrennung.
  • Der Elektroheizstrahler: Der Elektroheizstrahler wird, wie der Name schon vermuten lässt, via Strom betrieben. Er enthält Leuchtmittel, welche die Wärme abgeben. Dieses Modell punktet durch seine Umweltfreundlichkeit, da im Vergleich zum Gasheizstrahler kein CO2 ausgestoßen wird, und damit, dass nur wenig Wärme verloren geht. Allerdings verursacht der Elektroheizstrahler Stromkosten und hat insgesamt nur eine vergleichsweise niedrige Wärmewirkung, was die Einsatzorte einschränkt.
  • Der Solarheizstrahler: Überaus umweltfreundlich ist auch der Solarheizstrahler. Die an ihm befestigten Solarplatten fangen das Sonnenlicht ein, welches in Wärmeenergie umgewandelt wird, die der Strahler dann abgeben kann. Er ist deshalb das einzige Modell, das während des Betriebs keine Zusatzkosten verursacht. Allerdings ist der Solarheizstrahler davon abhängig, zumindest über einen gewissen Zeitraum so platziert zu werden, dass er möglichst viel Sonnenlicht einfangen kann. Hinzukommt, dass sein Einsatz an sehr bedeckten Tagen nicht garantiert ist.
  • Der Infrarotheizstrahler: Der Infrarotheizstrahler wird ebenfalls durch Storm betrieben und gibt Infrarotstrahlen ab, die ihre Umgebung erwärmen. Wichtig ist hier aber zwischen Modellen mit kurzwelliger und mittel- bzw. langwelliger Strahlung zu unterscheiden. Letztere erwärmen die Luft in ihrer unmittelbaren Umgebung. Weil die warme Luft dann nach oben steigt, geht jedoch einiges an Wärme verloren, die Energieeffizienz hält sich daher in Grenzen. Kurzwellige Infrarotstrahlen wandeln sich erst dann in Wärme um, wenn sie auf einen Widerstand stoßen. Es erwärmt sich dabei kaum Umgebungsluft, sondern in erster Linie der Widerstand. Daher gelten kurzwellige Infrarotheizstrahler als sehr energieeffizient.

Wand-, Decken- oder Standheizstrahler?

Nach dem kurzen Überblick über die vier Modelle wird schnell deutlich, dass sich besonders Gas- und kurzwellige Infrarotheizstrahler für die Benutzung im Garten oder auf dem Balkon anbieten. Bevor Du Dich aber für ein Produkt entscheidest, solltest Du Dir über die folgenden Fragen Gedanken gemacht haben:

  1. Wo soll der Heizstrahler eingesetzt werden?
  2. Wie groß ist der Bereich, der erwärmt werden soll?
  3. Welche Möbel befinden sich innerhalb dieses Bereichs?

Grundsätzlich kann der Einsatzort des Strahlers schon festlegen, welcher Strahlertyp für Dich am sinnvollsten ist. Ist der Heizstrahler nämlich für die Gartenlaube oder ein Gewächshaus gedacht, fällt die Wahl automatisch auf ein Infrarotmodell, da Gasheizstrahler in geschlossenen Räumen nicht verwendet werden dürfen. Soll der Terrassen- oder ein anderer Outdoorbereich erwärmt werden, bieten sich je nach dessen Größe sowohl Gas- also auch Infrarotstrahler an. Dabei eignen sich Heizstrahler, die eine konzentrierte Wärmestrahlung abgeben, besser für einen Außenbereich mit Windbewegung (z.B. freie Terrasse oder Balkon), Strahler mit einer breitflächigen Wärmebestrahlung eignen sich eher für windgeschützte Bereiche (z.B. überdachte und windgeschützte Terrasse).

Als nächstes stellt sich dann die Frage, welche Möbel in dem Bereich zu finden sind. Sind die Möbel an einem festen Platz, besteht die Möglichkeit, einen Wand- oder Deckenstrahler mit Infrarotstrahlen zu verwenden. Diese Geräte werden an einer bestimmten Stelle montiert und bestrahlen dann immer denselben Bereich in einem Winkel von 45° von oben. Handelt es sich bei den Möbeln um freistehende Sofas oder Sitzecken, kann die Wärme vom Kopf- über den Schulter- bis hin zum Beinbereich vordringen. Sitzt Du auf Stühlen am Tisch, schirmt dieser die Wärme ab und es kann passieren, dass die obere Körperhälfte mollig-warm ist, während die untere friert. Hier kann ein kleiner Gasheizstrahler helfen. Er heizt ungefähr auf Sitzhöhe und hat den Vorteil, dass er auch unter eine Überdachung platziert werden kann. Eine weitere Möglichkeit ist das Einsetzen eines Standheizstrahlers mit Infrarotlicht, welcher sowohl über als auch unter dem Tisch wärmt. Im Gegensatz zu den Decken- und Wandheizstrahlern haben Standheizstrahler allgemein den Vorteil, dass sie flexibel einsetzbar sind. Dies ist von Vorteil, wenn die Sitzanordnung auf der Terrasse in (un)regelmäßigen Abständen verändert wird oder Du Dir die Option offenlassen möchtest, den grundsätzlichen Ort des Sitzbereichs variieren zu können.

Welche Eigenschaften hat das Modell?

Verschiedene Modelle kommen mit verschiedenen Features, die je nach Anwendungsort mehr oder weniger optimal sind. Unabhängig von dem Typ sollte jeder Strahler einen Überhitzungsschutz und Standheizstrahler einen Umkippschutz haben. Gasstrahler müssen zudem immer über eine Piezozündung verfügen, nur so kann eine sichere Gaszufuhr gewährleistet werden. Darüber hinaus ist das Leistungsvermögen relevant, denn ohne Leistung keine Wärme. Infrarotstrahler für den Außenbereich sollten daher über mind. 2.000 W, Gasheizstrahler über 10 kW verfügen. Während ältere Strahler nur über einen An-und-Aus-Schalter verfügten, ist es heute, je nach Modell, außerdem möglich, verschiedene Heizstufen zu wählen und diese sogar per Fernbedienung oder App einzustellen. Neben der Hitze lässt sich bei einigen Standmodellen auch die Höhe einstellen und mit einem schwenkbaren Heizkopf arbeiten. So kann der zu wärmende Bereich zusätzlich individualisiert werden. Und damit eine anregende Unterhaltung unter den Sternen nicht dafür sorgt, dass Du vergisst, den Strahler auszuschalten, gibt es auch Modelle mit automatischer Abschaltfunktion, externem Timer oder Zeitschaltuhren. Diese können alternativ aber auch nachträglich hinzugekauft werden. Selbiges gilt für Abdeckhauben, die das Gerät draußen vor Wind und Wetter schützen. Und weil am Ende auch die Optik eine Rolle spielen kann, sei gesagt, dass es farblich unauffällige oder besonders schlanke Modelle gibt, genauso wie solche, die ein gedimmte Licht abwerfen, und so zusätzlich für ein ansprechendes Ambiente sorgen.

Muss ich noch etwas beachten?

Zu guter Letzt soll noch erwähnt werden, dass es von essentieller Wichtigkeit ist, den spezifischen Sicherheitshinweisen des Gerätes immer Folge zu leisten. So sollte stets auf Sicherheitsabstände vom Gerät selbst, aber ggf. auch von brennbaren Materialien in der näheren Umgebung (ggf. bei der Montage an die Wand / Decke) geachtet werden.