Stillen (5.008 Produkte | 5.099 Varianten | 5.221 Angebote)

Diese Utensilien erleichtern Dir den Alltag beim Stillen

Muttermilch – es gibt kein Nahrungsmittel, das gesünder, reicher an Vitaminen und Mineralien und besser an den Nährstoffbedarf eines Babys angepasst ist. Das sieht auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) so und empfiehlt einen Säugling innerhalb der ersten sechs Monate ausschließlich mit Muttermilch zu ernähren. Stillen fördert nämlich nicht nur die Mutter-Kind-Bindung, es ist auch sehr gesund und zwar für beide Beteiligten. Während die Mutter ihr Risiko an Brustkrebs zu erkranken verringert und die Rückbildung der Gebärmutter unterstützt, können die Kleinen vor allem ihr Immunsystem aufbauen und schnell zu Kräften kommen, denn trotz ihrer Reichhaltigkeit ist Muttermilch leicht bekömmlich und schnell verdaut, sodass auf eine Portion bald die nächste folgen kann.

Das Stillkissen

Nahrhaft, gesundheitsfördernd und bekömmlich – Muttermilch ist in jeder Hinsicht die beste Option für ein Baby oder wie die Nordamerikaner kurz und knackig sagen: „Breast is best!“ Doch abgesehen davon ist das Stillen vor allem praktisch, denn im Grunde werden dafür nichts weiter als Mutter und Kind benötigt. Sind beide da, kann das Kind theoretisch überall und jederzeit gefüttert werden. In der Praxis ist jede Mutter aber über die ein oder andere Hilfe zum Erleichtern des Stillalltages sehr dankbar. Dabei ganz oben auf der Liste: Das Stillkissen!

Das Stillkissen hilft der Mutter, sich selbst und das Kind vor dem Stillen in eine optimale, für beide Beteiligten angenehme Position zu bringen. In dieser kann dann entspannt verharrt werden, während das Kind trinkt, denn nichts ist anstrengender als eine unbequeme Stillposition. Stillkissen findet man im Allgemeinen in zwei Variationen. Zum einen ist da das lange, eher schlangenförmige Kissen, welches bereits in der Schwangerschaft treue Dienste erweisen kann, da es eine echte Hilfe beim Schlafen ist. Die Füllung ist eher weich und so schmiegt es sich während der Schwangerschaft schön an den wachsenden Bauch und beim späteren Stillen an den Körper der Mutter an, die ihr Baby darauf ablegen kann. Die kürzere, sichelförmige Variante eines Stillkissens ist in der Regel fester gefüllt und bietet daher einen stabileren Halt, der es der Mutter erlaubt, Ellenbogen entspannt auf dem Kissen abzustützen, während das Baby darauf liegt. Egal ob in Wiegehaltung, in Rückenlage, bzw. zurückgelehnter Haltung oder Footballposition – das Stillkissen ist im wahrsten Sinne des Wortes immer eine Unterstützung.

Brustwarzensalben, Stillhütchen und Spucktücher

Gerade zu Beginn des Stillens sind die Brustwarzen die viele Beanspruchung durch das Saugen des Babys nicht gewöhnt und können daher in den ersten ein bis zwei Wochen sehr empfindlich und wund sein. Hier hilft eine Brustwarzensalbe, die nach jedem Stillen aufgetragen werden kann. Sie lindert die Schmerzen, ist meist aus natürlichem Wollfett, geschmacksneutral und völlig schadstofffrei, sodass es auch kein Problem ist, wenn der Säugling später wieder von der eingecremten Brust trinkt. Neben der Salbe können auch Brustwarzenkompressen Abhilfe schaffen. Sie haben einen angenehm kühlenden Effekt und ihre Inhaltsstoffe (selbstverständlich auch bedenkenlos für den Kindermund) wirken wundhemmend. In einigen Fällen kann zudem ein Stillhütchen von Nutzen sein. Es wird auf die Brustwarze gesetzt, die dadurch nicht direkt von den Lippen des Babys beansprucht wird. Vor allem bei Flach- oder Hohlwarzen erleichtert es dem Baby außerdem das Trinken. Durch die kleinen Löcher an der Spitze des Hütchens können die Kleinen die Muttermilch saugen.  Aber Achtung: Manche Babys gewöhnen sich schnell an die Arbeitserleichterung durch das Hütchen und möchten dann nicht mehr ohne trinken. Die natürliche Milchbildung wird aber am besten durch das direkte Saugen an der Brustwarze angeregt. Stillhütchen sollten daher am besten nur nach Empfehlung der Hebamme und nur für einen begrenzten Zeitraum genutzt werden.

Ist das Baby satt, sind Mullwindeln am besten nicht weit, denn umfunktioniert zu Spucktüchern ersparen sie es den Eltern, sich mehrmals am Tag umziehen zu müssen, falls beim Bäuerchen mehr als nur Luft entweicht. Nicht jedes Baby ist gleich und so spucken manche mehr, andere weniger, doch jede Mutter weiß: Spucktücher kann man nie genug haben, denn die Mullwindeln halten im Alltag alternativ auch als Deckchen, Kissen, Pucktuch, Sonnen- oder Sichtschutz usw. her.

Milchpumpe

Um einen Milchvorrat anzulegen, etwas unabhängiger zu sein, die Milchproduktion zusätzlich anzuregen oder einfach etwas überschüssige Milch loszuwerden, bedarf es einer Milchpumpe. Die gibt es in handbetriebener und elektronischer Form. Letztere ist ratsam, sollte regelmäßig Milch abgepumpt werden. Hier lohnt sich ggf. auch ein Modell bei dem beide Brüste gleichzeitig abgepumpt werden können. Viele Flaschen sind mit bestimmten Pumpen kompatibel, sodass die Milch von der Pumpe direkt in die Flasche oder in spezielle Muttermilchbeutel gepumpt werden kann. Die Beutel können im Anschluss in den Kühlschrank (ca. 24 Stunden haltbar) oder in den Tiefkühler (bei richtiger Temperatur ca. 6 Monate haltbar) gelegt werden. Ungekühlt sollte die abgepumpte Milch innerhalb von 6-8 Stunden verwendet werden. Wer regelmäßig Flaschen benutzt, freut sich zudem über eine Flaschenbürste, die das Säubern erleichtert und einen Vaporisator, welcher die Milchfläschchen von selbst sterilisiert. Alternativ können sie aber auch einfach in einem Topf ausgekocht werden.

Flaschennahrung

Muttermilch ist die beste Ernährung für das Kind, da sind sich alle einig. Doch so schön und gut das Stillen auch ist, leider klappt es nicht immer. Das kann die verschiedensten Ursachen haben, darunter eine falsche oder fehlende Anleitung zum richtigen Anlegen des Kindes im Krankenhaus, Schwierigkeiten beim Trinken auf Seiten des Kindes, Krankheit, Stress oder Schmerzen auf Seiten der Mutter. Erste Anlaufstelle sollte hier immer die Hebamme sein, die mit Rat und Tat zur Seite steht und viele nützliche Tipps und Hinweise geben kann. Auch eine Stillberatung in der Umgebung kann sehr hilfreich sein und bei möglichen Problemen Abhilfe schaffen. Sollte das jedoch alles nicht fruchten oder die Mutter sich bewusst gegen das Stillen entschieden haben, kommt das Fläschchen zum Einsatz und mit ihm die sogenannte Pre-Nahrung. Auch wenn diese in ihrer Zusammensetzung die Muttermilch nicht schlagen kann, so versorgt Ersatzmilchnahrung Babys und Kleinkinder heutzutage mit allen Vitaminen und Nährstoffen, die die kleinen Körper brauchen und kann den Kleinen somit bedenkenlos verabreicht werden.

Stillmode

Die Bekleidung, die den Alltag einer stillenden Mutter immens erleichtert, ist die Stillmode und allen voran der Still-BH. Wichtig ist, diesen am besten erst nach der Geburt des Kindes zu besorgen, denn nach dem Milcheinschuss kann sich die Oberweite der neuen Mutter um bis zu drei (!) Körbchengrößen erweitern. Der Vorteil eines Still-BHs sind die integrierten Stillclips, die es erlauben, den Cup vorne zu öffnen, sodass die Brust problemlos freigelegt werden kann, ohne sich der gesamten Unterwäsche zu entledigen. Um sich auch in den Lagen darüber nicht komplett entblößen zu müssen, gibt es darüber hinaus diverse Stilloberteile (Tops, Kleider, Pullover), die mit bestimmten Schnitten und Eingriffen wie der BH ein diskretes Stillen des Babys zulassen. Für unterwegs bietet sich zudem ein Stillschal / Stilltuch an, das über Kind und Brust gelegt werden und als Sichtschutz fungieren kann. Viele dieser Kleidungsstücke lassen sich schon während der Schwangerschaft tragen. Wenn sie dann als Umstandsmode nicht mehr benötigt werden, fungieren sie all Stillmode.

Stilleinlagen und Stillgetränke

Um die Milchproduktion auf pflanzlicher Basis zu unterstützten, gibt es Stilltees und Stillsäfte. In ihnen enthaltene Kräuter wie Fenchel und Kümmel stimulieren die Milchbildung. Säfte enthalten zudem oft viele Vitamine und einen hohen Eisengehalt, da auch eine stillende Mutter einen erhöhten Energie- und Vitaminbedarf hat. Nach dem Milcheinschuss dauert es jedoch eine Weile, bis sich Angebot und Nachfrage zwischen Mutter und Kind reguliert haben und so ist es völlig normal, dass die Brust in der ersten Zeit einen Überschuss an Milch produziert. Das hat die über den Tag spontan einsetzende Laktation der Brust zur Folge. Um unliebsamen nassen Flecken auf der Kleidung aus dem Weg zu gehen, bieten sich Stilleinlagen an, die in den BH gelegt oder geklebt werden können, atmungsaktiv und saugstark sind und die überschüssige Milch auffangen.