Gießen & Formen (817 Produkte | 819 Varianten | 851 Angebote)

Tipps für den Hobbybereich Gießen und Formen

Ein kreatives Hobby ist nicht nur entspannend, es bringt meist auch tolle Unikate hervor, die Du selbst nutzen oder verschenken kannst. Gerade im Bereich Gießen und Formen entstehen dann oft sogar zweckdienliche Dinge: Vasen, Schalen, Tassen und Blumentöpfe – aber auch dekorative Elemente wie Skulpturen werden durch dieses Hobby geschaffen. Es gibt für das Gießen und Formen verschiedene Rohstoffe, aus denen aufgrund ihrer Beschaffenheit dann unterschiedliche Objekte kreiert werden. Was aber ist für das jeweilige Material und vielleicht auch für eventuell benötigte Formen ausschlaggebend?

Was gibt es bei Gips zu beachten?

Gips ist nicht nur geeignet, um einen gebrochenen Arm zu stabilisieren, mit dem Mineral lassen sich auch tolle Formen gießen. Der Klassiker darunter ist wohl der bekannte Handabdruck, den so ziemlich jeder einmal in der Kindheit für seine Eltern angefertigt hat. Daneben ist Gips auch aus dem Modellbau bekannt. Nicht zu verwechseln ist das mit Wasser anzurührende Gipspulver übrigens mit den Gipsbinden, mit denen besagte Knochenbrüche gestärkt oder auch lustige Gipsmasken angefertigt werden.

Beim Kauf von Gipspulver sind die Abbindezeit und die Menge ausschlaggebend. Die Abbindezeit sollte in der Regel aus der Verpackung hervorgehen: Mindestens 30 Minuten sollte sie betragen, sodass Du genug Zeit hast, den Gips Deinen Wünschen entsprechend in Form zu bringen, bevor er aushärtet. Die Verpackungsgröße hängt logischerweise davon ab, was Du gestalten möchtest. Informiere Dich vorab darüber, wie viel Gips Du für Dein Vorhaben benötigst. Zu manchen Zwecken wird das Pulver nämlich in einem anderen Mischverhältnis als üblicherweise angerührt, wodurch Du dann ggf. mehr davon benötigst.

Ton – was ist beim Kauf wichtig?

Das Töpfern ist ein altes Handwerk und seit der industriellen Herstellung von Geschirr, Blumentöpfen und Vasen ein beliebtes Hobby, mit dem sich eben diese Gegenstände individuell selbst herstellen lassen. Zuallererst musst Du bedenken, dass es nicht nur die eine Sorte Ton gibt. Es gibt Ton, der nach Beendigung des Werkes, in einem Ofen gebrannt wird und solchen, der durch Lufttrocknen aushärtet. Für stabilere Objekte wie etwa Geschirr eignet sich eher der Ton, der im Ofen gebrannt wird. Für dekorative Elemente, die nicht abgespült werden müssen, reicht lufttrocknender Ton aus. Du musst Dich also bereits vor dem Tonkauf entscheiden, was Du daraus herstellen möchtest.

Ein zweiter wichtiger Aspekt ist der Schamottenanteil. Schamotte ist tatsächlich kein echtes Gestein, sondern nur ein dem nachempfundenes Material, das sich durch seine Feuerfestigkeit auszeichnet. Es wird gemahlen und dem Ton in unterschiedlicher Granularität beigemischt, je nach Körnung ist die Masse dann dehnbarer und natürlich körniger. Es wird weiterhin unterschieden in Steingutton, Steinzeugton und Gießmassen. Steingutton ohne Schamotte wird für die Herstellung von Kermaik auf einer Drehscheibe verwendet, da er besonders fein ist. Steinzeugton gibt es mit bis zu 20 % Schamotte, auch er wird für die Herstellung von sogenannter „Drehkeramik“ genutzt. Gießmassen wiederum sind, wie dem Namen entnommen werden kann, flüssig, da sie in Form gegossen und nicht von Hand geformt werden, nach dem Brennen ist der gießfähige Ton fester, als seine von vornherein festen Verwandten. Achte unabhängig von der Art des Tons immer darauf, ihn luftdicht zu verpacken, sodass er nicht austrocknet und versehentlich aushärtet.

Gießtechniken – welche gibt es und was muss beachtet werden?

Neben den oben genannten Gusstechniken wie Gips oder den Tongießmassen gibt es natürlich noch eine Reihe weiterer Methoden, an denen Du Dich kreativ verausgaben kannst. Beton, verschiedene Metalle, Gießharz, Wachs und etliche weitere Flüssigkeiten lassen sich durch diverse Aushärttechniken in Form bringen. Und genau die darf natürlich nicht fehlen. Die wohl häufigsten Gießformen bestehen aus PET oder Silikon. Beide bieten den Vorteil einer sehr glatten Oberfläche, von der sich das Material einfach ablöst. Silikon ist in der Regel weich und formbar, weshalb sich das fertige Objekt durch einfaches Umstülpen herauslösen lässt. Welchem Hobby im Bereich Gießen und Formen Du auch immer nachgehst, achte immer auf eine angemessene Qualität und darauf, dass sowohl Masse als auch Formen Deinem Erfahrungslevel entsprechen.

FIMO – was macht den Klassiker aus?

FIMO – dabei handelt es sich um einen geschützten Markennamen, hinter dem sich eine spezielle Modelliermasse aus PVC und Weichmachern (ohne Phthalate) verbirgt, die in den 80er- bzw. 90er-Jahren ihre Hochkonjunktur hatte und derzeit ein Revival erfährt. Der Name ist so bekannt, dass viele Menschen meinen, es handele sich dabei um ein eigenes Material. Mit der Masse lassen sich Figuren, Formen, Schälchen und andere vielfältige Gegenstände gestalten. Wie beim Ton gibt es auch beim FIMO entweder die Möglichkeit, ihn für ca. 24 Stunden an der Luft aushärten zu lassen, oder ihn bei Temperaturen von 110 bis 130 °C zu versiegeln.

Die verschiedenen lufttrocknenden FIMO-Sorten richten sich vor allen Dingen nach dem Erfahrungsgrad der Anwender. So gibt es eine spezielle FIMO-Masse für Kinder und eine für Einsteiger, mit der tolle kleine Schmuckstücke und Dekorationsobjekte angefertigt werden können. Die im Ofen zu härtenden FIMO-Arten sind eher für fortgeschrittene Personen geeignet, die beispielsweise kleine Puppen, Marionetten oder Requisiten und Figuren für Animationsfilme erstellen möchten und sich ihrer Sache sehr sicher sind, vor allem auch, weil diese FIMO-Masse härter und daher nicht so leicht formbar, dafür aber haltbarer ist. Außerdem gibt es mittlerweile Sorten mit besonderen Effekten, wie etwa Schimmern oder die Lederoptik.