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Die Bohrmaschine: Das Wichtigste zum ältesten Elektrowerkzeug im Überblick

Zu den Bohrmaschinen zählen alle Geräte, die mithilfe eines Elektromotors einen Drehmoment erzeugen, durch den sich der Bohreraufsatz durch Materialien wie Holz, Beton, Stein, Metall oder Kunststoff bohren kann. Mit den entsprechenden Zusatzgeräten kann die Bohrmaschine darüber hinaus auch polieren, schleifen, bürsten, fräsen oder rühren. Aufgrund dieser Praktikabilität gilt die Erfindung der Bohrmaschine als besonders revolutionär für den Hand- und Heimwerkerbereich. Das erste Modell wurde von Mitarbeitern der Stuttgarter Firma «FEIN» entwickelt. Heute besitzen fast alle Haushalte eine Bohrmaschine.

Aufbau und Funktion

Die größte Fläche der Bohrmaschine nimmt das Gehäuse ein. Es besteht aus Kunststoff und einem ergonomischen Griff, mit dem die Maschine fest in der Hand liegt. Auf dem Gehäuse sind außerdem wichtige Herstellerinformationen zur Umdrehungszahl, der Betriebsspannung, der Schutzklasse und der Leistungsaufnahme zu finden. Das Herzstück der Bohrmaschine ist ihr Motor, der für die Drehbewegung verantwortlich ist. Meist verfügt der Motor über eine 220-Volt-Wechselspannung. Die Drehzahl wäre damit viel zu hoch und wird deshalb durch das Getriebe reguliert. An der Spitze des Elektrowerkzeugs befindet sich das Bohrfutter, an dem die unterschiedlichen Bohrer angebracht werden. Dazu musst Du nur den Bohrfutterschlüssel aufdrehen und die Spannbacken bewegen, um den Bohrer zu lösen bzw. zu befestigen. Der Bohrer ist schließlich der elementare Bestandteil, der sich letztendlich durch die einzelnen Materialien arbeitet.

Welche Bohrmaschine für welches Material?

Der Elektrohandbohrer ist wohl die gängigste Bohrmaschine und eignet sich für den gewöhnlichen Alltagsgebrauch. Für einige Arbeiten müssen jedoch stärkere Geschütze aufgefahren werden. In solchen Fällen kommen Dir die folgenden Bohrmaschinentypen zu Hilfe:

  • Schlagbohrmaschine: Eine Schlagbohrmaschine eignet sich wegen der hohen Dreh- und Schlagzahl für das Bearbeiten von sehr harten Materialien wie Stein und Mauerwerk.

  • Winkelbohrmaschine: Sind die zu bearbeitenden Stellen nur schwer zu erreichen, solltest Du zu einer Winkelbohrmaschine greifen. Dank ihrer kleinen, schmalen Form sowie dem abgewinkelten Bohrkopf, kommt das Werkzeug in jede noch so schwer zugängliche Ecke.

  • Tischbohrmaschine: Für ein sehr exaktes Resultat eignet sich die Tischbohrmaschine am besten, da durch die Fixierung die Rutschgefahr verringert wird.

  • Bohrhammer: Noch stärker als die Schlagbohrmaschine ist der Bohrhammer. Er kann Löcher in Stein oder Stahlbeton bohren und eignet sich ebenfalls für Meißelarbeiten.

  • Radialbohrmaschine: Radialbohrmaschinen werden für große und schwere Werkstücke eingesetzt. Der Bohrmaschinenkopf ist in allen drei Dimensionen, also in der Höhe, radial und auch längs verstell- sowie klemmbar. Durch Bedienen eines Hebels oder maschinell angetrieben, kann das Werkzeug in Richtung Werkstück bewegt werden.

  • Astlochbohrmaschine: Wie der Name bereits verrät, eignet sich dieser Bohrmaschinentyp für Holzarbeiten. So können zum Beispiel Äste aus Balken und Brettern gebohrt werden.

So verwendest Du den Bohrer richtig:

Bevor Du anfängst in Deine Zimmerwand zu bohren, solltest Du diese zuerst sorgfältig überprüfen, um zu verhindern, dass beispielsweise eine Stromleitung beschädigt wird. Hierfür kannst Du auch ein Metallsuchgerät zu Hilfe nehmen. Hast Du Dich dann abgesichert, kannst Du Den Bohrer im Bohrfutter befestigen. Für einen sicheren Halt sollte dieser bis zum Anschlag in die Maschine gesteckt werden. Jetzt kannst Du den Bohrer in einem 90 Grad Winkel auf dem zu bearbeitenden Material ansetzen. Bohre erst langsam, um Halt zu gewinnen. Hat sich der Bohrer dann schon ein wenig in das Material eingearbeitet, kannst Du den Druck bis zum gewünschten Resultat erhöhen.

Vorsicht!

Wie bei den meisten Werkzeugen, solltest Du auch bei der Benutzung von Bohrmaschinen entsprechende Schutzmaßnahmen ergreifen. Hier findest Du eine kurze Check-Liste:

  • festanliegende Kleidung tragen

  • auf Uhren und Schmuck verzichten

  • gegebenenfalls eine Schutzbrille tragen, um Dich vor Splittern und Spänen zu schützen

  • auf einen sicheren Stand achten

  • bei längeren Arbeiten einen Gehörschutz tragen