Schulbedarf (10.715 Produkte | 10.583 Varianten)

 

Tipps für den Schulbedarf

In Deutschland sind alle Kinder, die bis zu einem bestimmten Stichtag im Jahr sechs Jahre alt werden, schulpflichtig. Und sie endet dann auch erst nach frühestens neun Jahren. Dann beginnt eine aufregende neue Zeit für Eltern und Kinder, die, wie sich alle erinnern können, jede Menge Materialien erfordert. Jedes Jahr machen die Lehrpersonen Vorgaben dafür, welche Hefte, Umschläge, Ordner, Mappen, Stifte, Füller etc. für ihr jeweiliges Fach vonnöten sind. Es ist nicht schwer, diesen Anforderungen nachzukommen, zumal sie meist klar formuliert sind, wie etwa dergestalt: ein Heft in DIN A 4, kariert mit Rand, einen Umschlag in Blau für ein DIN-A-4-Heft etc. Doch gibt es innerhalb dieser Vorgaben weitere Kriterien, die für einen Kauf entscheidend sind?

Hefte aus Recyclingpapier besser als aus gebleichtem

Wer der Umwelt etwas Gutes Tun will, kauft Hefte, die aus recyceltem Papier und nicht aus reinweißem, gebleichtem Papier gefertigt sind. Auch die zugehörigen Hüllen sind besser aus Recyclingpapier als aus Plastik. Wenn man bedenkt, für welche Nutzungsdauer die Hefte ausgelegt sind und wie Kinder oftmals damit umgehen, ist so eine „wegwerffreundliche“ Variante definitiv die umweltschonendere.

Sparen durch höhere Seitenzahl

Die allermeisten Schulhefte haben eine Standardseitenzahl von 32 Seiten. Es gibt allerdings unter den Heften auch wahre Vorteilspakete, die über mehr Blätter verfügen, damit länger halten und letztlich Zeit und Geld sparen. Sie sind besonders dann praktisch, wenn Eltern und Kinder von beidem nicht unbedingt massig übrig haben.

Füller

Ein Füller oder auch Füllfederhalter darf nicht auslaufen, denn besonders Schreibanfänger neigen dazu, gerne einmal mit blauen Tintenfingern nach Hause zu kommen. Wenn der Stift dann auch noch ausläuft, ist noch mehr Tinte als ohnehin schon überall verteilt und das kann gerne mal eine Riesensauerei sein. Deshalb sollte vor dem Kauf darauf geachtet werden, dass der Füller nicht zu preisgünstig ist, da das Material sonst schnell rissig wird und ein Auslaufen begünstigen kann.

Daneben ist zu berücksichtigen, dass Linkshänder eine andere Füllervariante als Rechtshänder benötigen . Für Linkshänder gibt es nämlich Sonderausführungen, meist mit der Kennzeichnung „L“ oder „LH“, bei denen das Korn an der Federspitze anders geschliffen ist. Somit kratzt ein „gewöhnlicher“ Rechtshänderfüller bei der Anwendung durch einen Linkshänder nicht übermäßig auf dem Papier – wie es ansonsten der Fall wäre.

Federtaschen, Federmappe, Mäppchen

Bei Federtaschen, anderorts auch Federmappe, Mäppchen oder Etui genannt, ist vorrangig der Umfang der mit sich zu tragenden Utensilien entscheidend dafür, welches Exemplar das richtige ist. Zwischen den Begriffen gibt es aber keinen Unterschied, dieser ist lediglich regional bedingt. Dennoch gibt es im Groben zwei Versionen. Auf der einen Seite gibt es die „sortierten“ Varianten, in denen jede Menge (farblich sortierte) Stifte sowie Füller Platz finden und je ein Radiergummi, ein Anspitzer, eine kleine Schere, ein Lineal oder gar ein Geodreieck mittels Gummibändern fein säuberlich aufbewahrt werden können.

Gerade für die Klassenstufen eins bis vier eignen sich diese Federtaschen gut, da sie einen tollen Einstieg in die Selbstorganisation und -ordnung ermöglichen. Auf der anderen Seite können der älteren Schülerschaft und den chaotischen Genies die sogenannten „Faulenzer-“ bzw. „Schlamperversionen“ dienen, in die die Stifte und anderes Zubehör ganz freimütig ohne Einsortieren gepackt werden können. Das Material und der Reißverschluss sollten von guter Qualität zeugen, da es gerade im schulischen Kontext auch gerne mal rabiater zugeht.

Andere Schreib- und Zeichenutensilien

Neben den Füllern benötigen Schüler meist noch jede Menge anderer Schreibutensilien. Lineale, Geodreiecke, Bleistifte, Anspitzer und Radiergummis gehören zum Schulalltag wie das Salz in der Suppe. Damit auch sie nicht in einer Tour neu gekauft werden müssen, ist auf Qualität zu setzen. Bei Linealen und Geodreiecken kann dies ganz einfach überprüft werden, indem sie einmal leicht geknickt werden: Geben sie leicht nach, sind sie meist von eher minderer Qualität und brechen leicht. Besonders bei Linealen kann dann auch gut auf Holz statt Plastik zurückgegriffen werden.

Bleistifte müssen nicht zwingend von einer teuren Marke sein. An der Holzfarbe lässt sich aber erkennen, ob sie sich gut anspitzen lassen oder doch eher schnell splittern. Ist sie eher rötlich und dunkel, spricht dies für eine eher lockere Holzstruktur, die beim Spitzen schnell zu zerbröckeln beginnt. Eine eher helle und feste Struktur verweist auf eine bessere Holzqualität, die auch einem scharfen Anspitzer trotzen kann. Die Bleistifthärte sollte nach Vorgaben der Lehrkraft ausgewählt werden, obgleich die Härte „HB“ meist als die durchschnittliche gilt, die nicht nur für das Zeichnen, sondern auch für Schreibanfänger gut geeignet ist. Ein Radiergummi sollte besonders für die Jüngeren eher weich und „speckig“ sein. Das sind meist die Radiergummis, die weiß und nicht farbig sind. Sie können auch eher mal gröber angewandt werden, ohne dass das Papier zu reißen beginnt. Ebenfalls für jüngere Kinder geeignet sind Anspitzer, die einen integrierten Auffangbehälter besitzen, da die entstandenen Reste somit nicht gleich überall verteilt werden.

Für ABC-Schützen: Schultüten

Für alle, die erst noch alles vor sich haben, darf natürlich die Schultüte nicht fehlen. Dort darf alles hinein, was ABC-Schützen Freude bereitet – vorausgesetzt es ist nicht verderblich. Wenn keine Zeit da ist, um selbst eine Schultüte zu basteln, darf sie auch gerne gekauft werden. Das Design sollte möglichst persönlich und auf die Interessen des Kindes angepasst sein. Das gilt sowohl für Farben als auch für die Motive. An seine Schultüte erinnert man sich schließlich ein ganzes Leben lang zurück. Die Pappe sollte aber nicht zu dünn sein. Die Hauptsache: Sie muss strapazierfähig und reißfest sein, denn Kinder gehen nicht immer nur vorsichtig mit allem um – das gilt auch für die Schultüte selbst, wenn sie noch so stolz darauf sind.