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So gehst Du beim Kauf eines Terrariums vor

Beim Kauf Deines Terrariums musst Du Dich selbstverständlich nach dem Tier richten, das dort einziehen soll. Du musst ihm eine Umgebung schaffen, die seiner natürlichen Umgebung möglichst nahe kommt – dazu gehören unter anderem das Klima, die Temperaturen, die Luftfeuchtigkeit, das Verhältnis von Tag und Nacht sowie die Pflanzen, die dort wachsen. Man unterscheidet deshalb auch zwischen Wüstenterrarium, Aquaterrarium, Regenwaldterrarium und Waldterrarium. Für eingefleischte Reptilien-, Amphibien-, Insekten- oder Spinnenhalter gibt es außerdem noch die Form des Außenterrariums. Zu allererst musst Du also wissen, welche Form des Terrariums für Dein Tier in Frage kommt. Hier ist deshalb ein kurzer Umriss über die verschiedenen Terrarientypen und die Ansprüche ihrer (beliebtesten) Bewohner.

Welches Terrarium brauche ich für mein Tier?

Wüstenterrarien eignen sich für Bartagamen, Rotaugenvogelspinnen, Leopardengeckos, Skorpione und Leguane sowie natürlich für alle anderen hier nicht genannten Tiere, die in trockenen Wüsten- und Halbwüstenregionen beheimatet sind. Die Terrarien zeichnen sich dadurch aus, dass sie eine spezielle Beheizung und Beleuchtung brauchen, die zu einem trockenen Klima beitragen und eine grelle Sonneneinstrahlung simulieren. Für letztere greifst Du am besten auf T5-Leuchtstoffröhren zurück. Ein Thermometer zur Kontrolle ist ebenfalls angeraten, denn: Wüste ist nicht Wüste – während Bartargamen tagsüber Temperaturen zwischen 30 °C und 35 °C und nachts zwischen 18 °C und 20 °C brauchen, mögen es Kaiserskorpione mit 29 °C bis 31 °C am Tag und 20 °C bei Nacht zumindest tagsüber deutlich kühler und sind keinen so großen Temperaturschwankungen ausgesetzt. Bei der Bestückung mit Pflanzen und Hölzern solltest Du außerdem berücksichtigen, welche und wie viele davon in der Wüstenumgebung des Tieres vorkommen.

Aquaterrarien kommen, wie ihr Name vermuten lässt, für Tiere in Frage, die am oder teilweise im Wasser leben. Als Beispiele können hier Wasserschildkröten, Axolotl, Rotaugenlaubfrösche, Grüne Wasseragamen oder Amerikanische Ochsenfrösche genannt werden. Das Besondere an Aquaterrarien ist, dass sie nicht wie Aquarien komplett mit Wasser gefüllt sind, sondern, dass sie zu einem Teil aus „Land“ und zum anderen aus Wasser bestehen, in das sich z. B. Amphibien zurückziehen können. Sie zeichnen sich durch eine hohe Luftfeuchtigkeit und eine Bepflanzung mit Wasser- und Landpflanzen aus. Daneben brauchst Du für das Wasser eine Pumpe und ggf. einen Luftbefeuchter.

In Regenwaldterrarien fühlen sich verschiedene Reptilien, Amphibien und Spinnen wie Korn- und Strumpfbandnattern, Baum- und Riesenvogelspinnen, Pfeilgiftfrösche, grüne Laubfrösche, Grüne Nackenstachler, Abgottschlangen (Boa Constrictor) oder Chamäleons wohl. Sie leben in Regenwaldgebieten, in denen sowohl eine hohe Luftfeuchtigkeit als auch hohe Temperaturen gegeben sind. Um diese Gegebenheiten zu schaffen, solltest Du einerseits eine Beregnungsanlage in das Terrarium integrieren und andererseits eine adäquate UV-Beleuchtung in das Terrarium einbauen. Mit letzterer kannst Du nicht nur zu entsprechenden Temperaturen beitragen, sondern auch sonnige Plätze erschaffen, an denen sich die Tiere aufhalten können, wenn sie es wünschen. Wichtig ist der natürlichen Umgebung des Regenwaldes entsprechend eine großzügige Bepflanzung mit einer entsprechenden Flora.

Ein Waldterrarium solltest Du kaufen, wenn Du Dir Geckos (außer Leopardengeckos), Feuersalamander, Blindschleichen, europäische Laubfrösche, Äskulapnattern oder Amurnattern hältst. Es unterscheidet sich vom Regewaldterrarium insofern, als dass es eine niedrigere Luftfeuchtigkeit hat und keine so hohen Temperaturen aufweist. Es ist generell für Tiere geeignet, die in halbfeuchten Wäldern beheimatet sind. Dementsprechend sollte deshalb auch die Bepflanzung ausfallen: Sie darf ruhig üppig sein, sollte von den Pflanzensorten aber, genau wie alle anderen Terrarien, an die aus der natürlichen Umgebung des Tieres angepasst sein.

Für alle Formen von Terrarien sind außerdem Zeitschaltuhren wichtig, die das Licht und ggf. die Beheizung ausschalten, wenn die Nacht simuliert werden soll, weil die täglichen Sonnenstunden, denen die Tiere normalerweise ausgesetzt sind, erreicht sind. Meist handelt es sich dabei nämlich um wechselwarme Tiere, die Temperaturunterschiede nicht nur gewohnt sind, sondern sie auch brauchen. Am besten bietest du also zwischen Tag- und Nachtunterschieden auch Schatten- und Lichtplätze an.

Diese Maße sollte Dein Terrarium mindestens haben

Last but not least solltest Du selbstverständlich auch auf eine adäquate Größe des Terrariums achten, die den Tieren neben dem Klima eine artgerechte Haltung gewährleistet. Die Maße des Terrariums wachsen in der Regel auch mit der Größe des Tieres. Eine Vogelspinne kommt mit Maßen von 25 x 25 x 30 cm zurecht, ein Rotaugenlaubfrosch benötigt mindestens 50 x 30 x 60 cm, während eine Kornnatter vor allem in der Länge mehr Platz braucht und mit einem Terrarium von 120 x 60 x 90 cm gut bedient ist. Bartargamen brauchen sowohl in der Länge als auch in der Breite etwas mehr Platz, weshalb die Empfehlung bei mindestens 125 x 100 x 75 cm liegt. Eine griechische Landschildkröte hat ein noch höheres Platzbedürfnis und sollte nicht unter den Maßen von 200 x 100 x 50 cm gehalten werden. Du siehst: Die Größe unterscheidet sich von Tier zu Tier stark – zumal es sich um Insekten, Reptilien und Amphibien handelt – lies am besten vorab einen entsprechenden Ratgeber, der sich speziell mit Deinem Wunschtier befasst.