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Tipps zum Kauf von Outdoor- und Sportartikeln

Das Allermeiste, das beim Kauf von Sport- und Outdooraktivitäten über die Ladentheken geht, lässt sich in die Kategorien Geräte, Zubehör und Kleidung einteilen. Für viele stellt sich da die Frage, nach welchen Kriterien die Utensilien am besten ausgewählt werden, schließlich überkommt einen bei dem riesigen Angebot der Gedanke, dass das eine oder andere Teil vielleicht mehr das Produkt reiner Marketingstrategie als das der tatsächlichen Nachfrage sein könnte.

Sowohl Geräte und Zubehör als auch Kleidung lassen sich demzufolge in die folgenden Gruppen kategorisieren:

 

  1. Zwingend notwendige Artikel

  2. Verschleiß-, Wechsel-, Bedarfs- oder Ersatzteile

  3. Zusätzliche Gimmicks

 

Demnach sollte vor dem Kauf von Produkten aus allen drei Gruppen auf diese Aspekte Acht gegeben werden: Langlebigkeit, Qualität, Preis, Praktikabilität, tatsächlicher Nutzen und ggf. zu beachtende Sicherheitsvorkehrungen.

Was brauche ich, was brauche ich nicht?

Es ist natürlich gar keine Frage, dass die Auswahl der Geräte, des Zubehörs und der Kleidung stark von der jeweiligen Aktivität abhängen. Dennoch ist es oftmals eine recht deutliche Sache, welche Produkte die Grundausstattung einer Sportart abbilden und welche klar darüber hinaus gehen. So ist Golfspielen ohne Schläger und Bälle natürlich nicht möglich, während Gewichte beim Laufen keine Voraussetzung, sondern vielmehr eine Art Zugabe für einen verbesserten Trainingseffekt darstellen. Das Fahrrad wiederum ist die absolute Basis fürs Radfahren, wird aber nicht so oft erneuert wie vielleicht die Yogahose. Eine gute Vermarktung und große Werbekampagnen suggerieren uns aber dennoch regelmäßig, dass nur dieser eine Gegenstand der einzig wahre und vor allem der unverzichtbarste für den Sport ist – und dementsprechend auch meist seinen Preis hat.

 

Überlege also zunächst gut, fertige Dir vielleicht sogar eine Liste darüber an, was du wirklich brauchst und was du (vielleicht aus Erfahrung) nie benutzt hast oder nie benutzen wirst.

Beispiel Schwimmen: Du bist ein Hobbyschwimmer und gehst bis zu drei Mal die Woche Deine Bahnen ziehen. Dann reicht eine Badehose bzw. ein Badeanzug, ggf. eine Schwimmbrille und eine Badekappe im unteren bis mittleren Preissegment völlig aus, um ihren Zweck zu erfüllen. Ein bis zwei Wechselstücke zu besorgen ist dann auch nicht so ein großes Problem, als wenn es der Thermoanzug der teuersten Sportmarke sein muss.

 

Du bist hingegen semiprofessionell im Schwimmsport unterwegs und trainierst auf einen Wettkampf? Dann kannst Du für die Schwimmbekleidung schon den einen oder anderen Euro mehr investieren und Schwimmbrille bzw. Badekappe stellen nun keine netten Extras mehr dar, sondern sie gehören zur Pflichtausstattung, da Du für den richtigen Schwimmstil (Kraulen) und ein zügiges Vorankommen kein Wasser im Auge oder im Haar gebrauchen kannst. Hier kann dann auch Zubehör eingesetzt werden, das tatsächlich einen Zweck hat. Pull-Buoys bspw. trainieren die Armbewegungen beim Kraulen gezielt, da die Schaumstoffteile zwischen die Beine geklemmt werden und sie sozusagen „lahmlegen“. Du siehst – es lässt sich relativ schnell und schlüssig erarbeiten, welche Tools für deine Zwecke tatsächlich gebraucht werden und welche eher überflüssig sind.

 

Wonach entscheide ich, wie teuer das Sportutensil sein darf?

Was den Preis angeht, so solltest Du auf die Erfahrung anderer setzen, sofern du keine eigenen hast. Wenn eine Marke ausschließlich positive Bewertungen hat und durch die Bank weg mit einer hohen Qualität überzeugen kann, dann darf man dem aller Regel nach Vertrauen schenken. Wichtig ist, dass die Zahl der Rezensionen mindestens dreistellig ist. Ein hoher Preis sollte aber dennoch vor allem angemessen und nicht übertrieben sein. Das gilt insbesondere bei der Kleidung: Eine Shorts oder ein Trikot für den Hallensport sollte zwar luftdurchlässig sein, doch muss sie dafür keine 100 Euro kosten, nur weil eine angesagte Marke darauf steht. Kleidung gehört nämlich vor allen Dingen in die Kategorie der Teile, von denen eine größere Anzahl zum Auswechseln benötigt wird. Bei drei Shorts und drei Trikots wärst Du dann sehr schnell bei einem unverhofft hohen Budget angelangt. Selbst bei einem semiprofessionellen Sport lohnt es da oft nicht, das Geld zum Fenster hinauszuwerfen. Die Sportbekleidung sollte also immer funktional und praktikabel sein und muss keinesfalls ein Designerlabel oder ein Markenemblem enthalten. Kundenrezensionen oder Onlinetests können bei der Entscheidung helfen.

 

Ganz anders sieht es bei den Schuhen aus. Auch günstigere Schuhe können zwar eine gute Qualität haben, doch nutzen diese sich häufig schneller ab als höherpreisige. Gerade das mittlere Preissegment ist bei Schuhen deshalb für den Hobbybereich ein sehr guter Kompromiss. Bei Laufschuhen können wir Dir übrigens nur wärmstens eine Laufanalyse ans Herz legen, während der Dein Laufstil anhand einer Videoanalyse eruiert wird und derzufolge Du Dir das Laufschuhpaar kaufen kannst, das auch tatsächlich zu Deinen Füßen passt. Tatsächlich kann nämlich ein Grund für das schnelle und ungleichmäßige Abnutzen von Laufschuhen die falsche Schuhauswahl sein. Beim ständigen falschen Abrollen wetzt sich die Sohle rasch ab. Du erkennst das daran, dass an alten Schuhen meist eine Stelle besonders dünn geworden ist. Dann hilft ein Laufschuhpaar mit einer entsprechenden Pronationsstütze und einer starken Dämpfung.

 

Was muss ich in puncto Sicherheit beachten?

Es gibt gerade bei Sportarten aus den Bereichen mit einer hohen Sturz- oder Steinschlaggefahr oft Sicherheitsvorkehrungen, die dringend eingehalten werden müssen. Darunter fallen solche zur Unfall- und Verletzungsprävention zum Schutz der eigenen Sicherheit und zum Schutz anderer. Eine große Gruppe darunter bilden die Helme ab. Die gibt es im Rad- und Motorradsport, beim Reiten und im Wintersport und manchmal auch beim Klettern oder Wandern. Hier muss nicht der Preis über die Qualität entscheiden. Viel wichtiger ist, dass es sich um geprüfte Helme mit einer CE-Kennzeichnung handelt.

 

Die CE-Kennzeichnung ist nicht zu verwechseln mit einem Qualitätssiegel, denn sie sagt aus, dass das Produkt den notwendigen Sicherheitsanforderungen der EU-Verordnung 765/2008 entspricht. Somit sind Helme mit CE-Kennung die mit der zuverlässigsten Sicherheitsstufe. Der Helm muss außerdem richtig sitzen und darf gleichzeitig nicht einschnüren. Wenn er diese Kriterien nicht erfüllt, ist auch eine CE-Kennung wertlos. Beides in Kombination sollte aber vor Kopfverletzungen schützen können. Selbst, wenn es bei der speziellen Aktivität übrigens keine vorgeschriebene Helmpflicht gibt, so ist der Kopfschutz dennoch unter der Kategorie „unverzichtbares Zubehör“ einzuordnen.